Asera in Mass Effect 1

Kapitel 1 – Der Ruf von Eden Prime

Ein paar Monate nach dem Turnier der Kraft.

Der Himmel über Universum 6 war friedlich. Zum ersten Mal.
Asera stand auf einer Anhöhe über der Hauptstadt von Sadala, ihre Augen auf den
Horizont gerichtet. Hinter ihr tobte eine

Trainingssession zwischen Cabba, Caulifla und Kale. Cabba
rief lachend: „Hey! Du wirst uns fehlen, Lieutenant Commander!“

Caulifla grinste frech. „Zeig denen da draußen, wie man
richtig kämpft!“

Kale sagte leise, aber bestimmt: „Beschütze sie… so wie du
uns beschützt hast.“

Ein Lichtstrahl senkte sich lautlos aus dem Himmel. Vados.

Sie trat neben Asera. „Es ist Zeit. Diese Welt braucht dich,
aber du musst vorsichtig sein. Sie ist zerbrechlich.“

Asera nickte. „Ich werde nicht vergessen, wer ich bin. Oder
was ich bin.“

Universum: Mass Effect. Jahr 2183. Ort: Citadel Space.

Tarnidentität: Lieutenant Commander Asa Rena
(vermittelt durch Vados)

Zugehörigkeit: Allianz Navy, SSV Normandy
SR-1

Spezialisierung: Frontkämpferin,
N7-Ausbildung (genehmigt durch Admiral Hackett)

Normandy SR-1 – kurz vor Eden Prime

Die Normandy glitt lautlos durch den schwarzen Raum. Auf dem
Kommandodeck herrschte gespannte Ruhe.

Asera stand ruhig neben Commander Shepard und dem Spectre
Nihlus Kryik – der turianische Agent musterte Shepard, doch sein Blick wanderte
immer wieder zu der neuen Offizierin: Asa Rena.

Sie war ruhig, wachsam, präsent – und völlig
undurchschaubar.

Niemand wusste, dass sie in Wahrheit keine Allianz-Soldatin
war, sondern eine Kriegerin aus einem völlig fremden Universum, deren Kraft so
groß war, dass sie sie verbergen musste, um

diese Welt nicht zu zerreißen.

Vados hatte ihr einen Körper gegeben, der sich dieser
Realität anpasste – kein auffälliger Saiyajin-Schweif. Nur die Kraft – tief in
ihr – blieb dieselbe.

Dann kam die Nachricht.

„Dies ist ein Notruf. Eden Prime wird angegriffen. Wir
brauchen sofort Hilfe!“

Shepard trat vor. „Joker, wie lange bis zur Ankunft?“

„Wir sind fast da, Commander. Halten Sie sich fest.“

Landeoperation auf Eden Prime

Die Tür öffnete sich, und das Einsatzteam trat hinaus in das
brennende Dunkel. Blitze zuckten über den Himmel. Trümmer, Flammen – Rauch
legte sich wie ein Schleier über die Felder.

Jenkins trat neben Asera. „Sieht schlimmer aus als im
Training.“

Asera antwortete leise: „Das ist kein Training.“

Sie spürte es – Tod, Chaos, und etwas Fremdes. Etwas Großes,
Dunkles.

Kaidan aktivierte seine Biotik. Shepard gab Handzeichen.

„Wir sichern das Gebiet, suchen Überlebende und den Sender.
Keine Heldenaktionen.“

Die erste Konfrontation

Drohnen stürmte aus dem Nebel – Geth.

Jenkins reagierte zu spät – doch bevor der Schuss ihn traf,
war Asera da. Kein Energieschlag, kein Zorn. Nur ein gezielter, physischer
Nahkampfangriff – schnell, präzise.

Die Geth flog mehrere Meter weit, ohne dass Asera eine
sichtbare Aura zeigte. Sie spürte die Begrenzung dieser Welt. Ihre Wutaura
würde hier nicht nur den Feind zerstören – sondern auch die Erde selbst
verletzen.

„Danke…“ stammelte Jenkins, überrascht.

Shepard sah sie scharf an. „Lieutenant, gute Arbeit. Bleiben
Sie bei mir.“

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Ende Kapitel 1 – Eden brennt

Sie gingen weiter, tiefer in das Inferno. Noch ahnte
niemand, was dieser Tag auslösen würde. Noch wusste niemand, dass mitten unter
ihnen eine Frau stand, die einst einen ganzen Planeten zerriss.

Und nun lernte, ihre Kraft zu zügeln – in einer Welt, die
nicht dafür gemacht war.

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Kapitel 2 – Der Schatten von Saren

Eden Prime – Angriffszone Bravo

Der Himmel über Eden Prime war in dichten, metallischen
Rauch gehüllt.

Asera bewegte sich neben Shepard, während Kaidan mit dem
Universalwerkzeug einen gefallenen Kolonisten scannte.

Die Leichen von Zivilisten lagen verstreut, durch
Geth-Waffen verbrannt –

präzise, gnadenlos.

Zwischen zwei zerstörten Mako-Fahrzeugen erkannte Shepard
eine Bewegung.

„Da ist jemand!“ rief er.

Asera trat vor. Es war ein Soldat – eine Frau. Ihre Rüstung
war beschädigt, das Visier zersplittert. Doch sie hielt stand. Um sie lagen
drei tote Kameraden.

Ein Geth zielte auf sie – doch Asera war schneller.

Mit einem gezielten Sprung war sie beim Feind. Kein
sichtbares Leuchten, Nur ein kontrollierter, brutaler Schlag, der den Geth
ausschaltete, ohne die Umgebung zu beschädigen. Die Soldatin atmete schwer,
richtete sich langsam auf.

„Gunnery Chief Ashley Williams… 212. Kolonieeinheit. Wir…
wir wurden überrannt…“

Shepard nickte. „Sie sind jetzt bei uns, Chief.“

Ashley blickte zwischen ihnen hin und her. Ihre Augen
blieben an Asera hängen.

„Und… wer sind Sie?“

„Lieutenant Commander Asa Rena“, antwortete Asera ruhig.

Ashley nickte dankbar, auch wenn man in ihrem Blick sah: Das
war kein gewöhnlicher Mensch.


Wenige Minuten später – Überrest der Verteidigungslinie

Ashley holte tief Luft, ihre Stimme zitterte leicht:

„Die kamen aus dem Nichts… Wir konnten nichts tun. Mein Zug…
sie sind alle gefallen. Ich hätte…“

Asera legte ihr sanft die Hand auf die Schulter.

„Sie haben überlebt. Und kämpfen weiter. Das zählt.“

Ashley sah sie verwundert an. In Aseras Stimme lag kein
Mitleid. Nur Wahrheit.

Ein Donnerschlag. Dann Stille.

Die Gruppe duckte sich instinktiv. In der Ferne, über einem
Hügel, hob sich eine titanische Silhouette aus dem Rauch.

Ein Schiff – riesig, lebendig wirkend.

Kaidan starrte ungläubig: „Was… ist das?“

Asera sah es auch. Und sie spürte… etwas.

Eine Kälte. Keine Energie wie sie sie kannte – kein Leben.

Etwas, das keine Existenz verdiente.

„Das ist kein Schiff“, flüsterte sie. „Das ist… etwas
anderes.“


Nihlus

Sie fanden ihn beim Raumhafen.

Tot. Eine saubere Schusswunde im Rücken.

Shepard kniete sich hin. „Verdammt…“

Ashley fragte: „Wer war er?“

„Ein Spectre. Beobachtete mich für eine mögliche
Beförderung.“

Kaidan überprüfte das Terminal.

„Saren war hier. Das passt zur Beschreibung von Captain
Anderson.“

Shepard ballte die Faust. „Er hat ihn erschossen… und den
Sender gestohlen.“

Asera kniete sich neben Nihlus.

„Er war stark. Und wurde hintergangen.“

Ihre Stimme war ruhig, aber etwas daran ließ Ashley
frösteln.

Diese Frau war mehr als nur eine Soldatin.


Letzter Verteidigungspunkt – der Sender

Der Sender war noch da – leuchtend, vibrierend. Die Geth
hatten ihn nicht zerstört.

„Vorsicht“, warnte Kaidan.

Asera trat nicht näher. Sie spürte das Pulsieren des Relikts
– es reagierte auf sie.

Sie konnte es nicht erklären, aber es war, als ob der Sender
versuchte, sie zu erkennen. Als ob er etwas in ihr nicht verstand.

Dann trat Shepard näher.

Ein Energiestoß –

– und alles wurde weiß.

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Ende Kapitel 2 – Fragmente einer Bedrohung

Shepard brach zusammen. Kaidan stützte ihn.

„Commander!“

Asera trat sofort heran, hob ihn mit einem einzigen Arm
hoch.

„Zurück zur Normandy. Sofort.“

Der Abzug begann.

Über Eden Prime kreiste das fremde Schiff ein letztes Mal,
ehe es verschwand.

Und in Aseras Gedanken brannte ein Bild nach – nicht aus
ihrer Welt, nicht aus ihrer Zeit. Ein Abgrund. Ein Ende.

Ein Name, den sie bald hören würde:

Reaper.

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Kapitel 3 – Der Ruf der Citadel

Ort: Krankenstation, SSV Normandy – Stunden nach Eden
Prime

Shepard erwachte mit einem scharfen Atemzug.

Ein metallischer Geruch, das Summen medizinischer Geräte.

Dr. Chakwas trat ans Bett. „Willkommen zurück, Commander.
Sie hatten Glück. Der Sender hat Sie schwer erwischt.“

Shepard setzte sich auf. „Was ist mit dem Sender?“

„Zerstört“, antwortete die Ärztin nüchtern. „Die
Energieübertragung war instabil. Ihre

Gehirnströme waren wild – irgendetwas hat Sie berührt,
Commander.“

Asera stand schweigend in der Ecke. Ihre Arme waren
verschränkt, der Blick auf Shepard gerichtet.

Shepard musterte sie. „Wie lange war ich weg?“

„Fast zehn Stunden“, antwortete Asera sachlich.


Kommandodeck – Besprechung mit Captain Anderson

Captain Anderson stand mit verschränkten Armen vor dem
Holotisch, Kaidan, Ashley und Shepard auf der einen Seite. Asera – korrekt,
still – auf der anderen.

Der Captain sprach mit leiser Schärfe:

„Der Sender ist verloren. Ein Spectre tot. Und Saren ist ein
Verräter.“

Shepard: „Wir müssen den Rat informieren.“

Ashley fügte hinzu: „Und was ist mit Lieutenant Commander
Rena? Sir… sie hat diesen Geth zerlegt, als wäre es ein Sandsack. Und sie nutzt
keine Biotik.“

Ein kurzer Blick zwischen Anderson und Asera.

Anderson räusperte sich.

„Lieutenant Commander Rena stammt aus einem spezialisierten
N7-Projekt. Black-Level Klassifizierung. Details sind nicht zur Offenlegung
freigegeben.“

Ashley senkte den Blick, Kaidan runzelte die Stirn –
akzeptierte es aber.

Shepard jedoch hielt kurz inne.

„Verstanden, Sir.“

Asera sagte ruhig: „Mein Auftrag ist klar: Schutz des
Commanders und Sicherung strategischer Ziele.“

Anderson nickte. „Und dabei haben Sie gute Arbeit geleistet.
Keine weiteren Fragen.“


Brücke der Normandy – Anflug auf die Citadel

Die Normandy durchquerte das Massenportal, Licht strömte
durch die Sichtfenster – und dann: Die Citadel.

Ein gigantisches Raumschiff? Nein – eine Raumstation von
solcher Größe, dass ganze Städte darin lebten.

Ashley starrte ehrfürchtig. „Ich hab Bilder gesehen… aber
das ist…“

Asera betrachtete das Gebilde mit ruhigem Blick.

So etwas hatte sie noch nie gesehen – weder auf Sadala noch
unter den Sternen des sechsten Universums.

Kaidan näherte sich ihr vorsichtig.

„Ma’am… verzeihen Sie die direkte Frage… aber woher kommen
Sie wirklich?“

Asera antwortete nüchtern:

„Geboren auf einem Kolonieplaneten außerhalb der Inneren
Allianz-Sektoren.

Mein Dienstweg ist nicht freigegeben.“

Kaidan nickte langsam. Noch immer misstrauisch, aber
diszipliniert genug, es nicht weiter zu hinterfragen.


Landung auf der Citadel – Vorbereitung auf die Anhörung

Captain Anderson wandte sich an Shepard, Ashley, Kaidan und
Asera:

„Der Rat wird euch in Kürze empfangen. Sie wollen Antworten.
Und sie werden euch nicht glauben wollen.“

Shepard blickte zu Asera. „Werden Sie dabei sein?“

„Selbstverständlich, Commander.“

Ashley murmelte: „Ich bin gespannt, was die hohen Herren
sagen, wenn sie hören, was wirklich passiert ist.“

Anderson blieb streng:

„Formelle Anrede, Gunnery Chief. Ihr Auftreten vor dem Rat
ist kein Truppenbriefing.“

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Ende Kapitel 3 – Der Vorhang hebt sich

Die Normandy bereitete sich auf das Andocken vor.

Der nächste Schritt: eine offizielle Anhörung vor dem
Citadel-Rat.

Shepard mit den Erinnerungen an eine Vision, die ihn zu
zerreißen drohte.

Asera, still wie ein Fels – ihre Tarnung hielt. Noch.

Aber das Universum hatte begonnen, sich zu verändern.

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Kapitel 4 – Zweifel auf der Citadel

Ort: Citadel – Präsidium, Botschaft der Menschheit

Die Normandy hatte angedockt.

Shepard, Ashley, Kaidan und Asera standen nun im formellen
Licht der Zivilisation – kein Rauch, kein Feuer, kein Schlachtfeld. Nur Metall,
Marmor, Glas und Politik.

Botschafter Udina wartete bereits. Sein Ton war – wie immer
– gereizt.

„Sie zerstören beinahe ein ganzes Außenpostenprojekt, kommen
mit einem toten Spectre zurück und behaupten, ein anderer Spectre hätte ihn
getötet?“

Er warf Shepard einen scharfen Blick zu – dann glitt sein
Blick zu Asera.

„Und Sie sind…?“

Asera stand stramm, korrekt.

„Lieutenant Commander Asa Rena. Allianz Navy,
Sicherheitsprotokoll Black-Level, Sir.“

Udina hob eine Braue. „Noch nie von Ihnen gehört.“

„Das ist Teil der Klassifizierung, Sir.“

Ein kurzer, frostiger Moment – dann winkte Udina ab. „Was
auch immer. Der Rat wird Sie jetzt empfangen. Bereiten Sie sich darauf vor,
nicht ernst genommen zu werden.“


Ratshalle – Vor dem Citadel-Rat

Die majestätische Halle war kühl und still, als Shepard,
Kaidan, Ashley und Asera vor die drei Ratsmitglieder traten – Turianer,
Salarianer, Asari.

Udina war an ihrer Seite, nervös.

Shepard berichtete, sachlich und detailliert:

„Nihlus wurde von Saren erschossen. Wir haben einen
Geth-Angriff auf Eden Prime abgewehrt. Der Sender wurde zerstört – aber ich
hatte kurz Kontakt. Es war eine Warnung.“

Der turianische Ratsherr antwortete kalt:

„Saren ist ein Spectre. Sie beschuldigen ihn ohne Beweis.“

Ashley trat vor, wurde aber von einem Blick Udinas gestoppt.

Asera sagte ruhig:

„Der Spectre Nihlus war diszipliniert. Seine Kampfspuren
deuten auf eine präzise Exekution hin. Aus kurzer Distanz, durch
Energieprojektil – turianisches Kaliber. Keine Geth-Waffe.“

Der salarianische Ratsherr runzelte die Stirn. „Und Sie,
Lieutenant? Keine Biotik,

ungewöhnliches Kampfmuster… Ihre Akten sind versiegelt.“

Asera antwortete ohne zu zögern:

„Meine Effizienz dient der Allianz. Nicht der
Öffentlichkeit.“

Die Asari-Rätin unterbrach:

„Genug. Wir können Saren nicht auf Verdacht verurteilen. Sie
brauchen Beweise.“

Udina trat hervor. „Dann geben Sie uns die Chance, Beweise
zu finden! Einen weiteren Einsatz!“

Ein Zögern.

Dann sagte die Rätin kühl:

„Sehr gut. Sie dürfen weitermachen – mit Einschränkungen.“


Nach der Sitzung – Botschaftsbereich

Shepard schnaubte. „Ein Spectre tötet einen anderen – und
wir sollen schweigen.“

Asera trat an seine Seite.

„Es gibt Wege, Wahrheit zu beweisen. Selbst wenn Macht sie
leugnet.“

Kaidan nickte. „Wir brauchen Hilfe. Informationen.
Vielleicht C-Sicherheit?“

Ein neuer Name fiel: Garrus Vakarian.

Ein turianischer Ermittler, C-Sec, mit eigenen Zweifeln an
Saren. Udina arrangierte ein Treffen.

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Ende Kapitel 4 – Jäger in der Dunkelheit

Während die Crew sich auf die nächsten Schritte vorbereitet,
zieht sich ein Schatten tiefer über das Citadel-Raumgebiet.

Saren plant bereits weiter – und Asera spürt es.

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Kapitel 5 – Verbündete und Verrat

Ort: Citadel – C-Sicherheit, Ermittlungseinheit

Der Turianer trat aus dem Schatten seines Büros.

Garrus Vakarian.

Großgewachsen, seine Panzerung trug Kampfnarben, als würde
er ständig zwischen

Schreibtisch und Gefecht pendeln. Seine Haltung war
aufrecht, sein Blick messerscharf.

Er musterte Shepard – dann blieb sein Blick an Asera hängen.

Seine Augen verengten sich.

„Sie waren auf Eden Prime?“

Shepard nickte. „Wir haben gesehen, was Saren getan hat.“

Garrus verschränkte die Arme. „Ich habe den Bericht gelesen…
zumindest den Teil, den man mir nicht geschwärzt hat.“

Ein kurzer Seitenblick auf Asera.

„Sie standen mitten im Feuergefecht. Doch Ihre
Kampfstatistik ist… auffallend.“

Asera begegnete seinem Blick ohne Zögern.

„Ich tue, was nötig ist.“

Garrus ließ das stehen. Misstrauisch – aber offen genug, um
zu handeln.

„C-Sec hält mich aus der Sache raus“, erklärte er. „Aber ich
habe eine Spur. Saren hat hier auf der Citadel einen Informanten – einen
Menschen. Fist. Früher Kontaktperson des Shadow Brokers.“

Kaidan trat vor. „Sie glauben, er hat Beweise?“

Garrus nickte knapp. „Oder er weiß, wer sie hat. Und ich
will ihn sprechen.“

Shepard zögerte keine Sekunde. „Dann kommen Sie mit uns.“

„Wenn ihr wirklich gegen Saren vorgehen wollt, bin ich
dabei“, antwortete Garrus.


Ort: Citadel – C-Sicherheitsbereich, Haftsektor

Als sie gerade gehen wollten, hörten sie erhobene Stimmen.

Ein breitschultriger Kroganer stritt mit zwei C-Sec-Beamten.

Urdnot Wrex.

Groß, kampferprobt, ein lebender Felsbrocken mit dem
Temperament einer Supernova.

„Ich sagte, ich will mit Fist sprechen. Er hat den Shadow
Broker verraten.“

Der Beamte antwortete nervös: „Das ist nicht ihr
Zuständigkeitsbereich, Wrex.“

„Dann ändern Sie das.“

Shepard trat dazwischen. „Wir suchen Fist auch.“

Wrex sah die Gruppe an. Garrus, Ashley, Kaidan – und Asera,
deren Anwesenheit selbst ihm auffiel.

„Wer seid ihr?“

„Die einzige Chance, Fist lebend zu finden“, erwiderte
Shepard.

Wrex ließ sich Zeit. Dann nickte er langsam. „Na schön. Wenn
ich Fist nicht töten darf – dann will ich sehen, was er zu sagen hat.“

Ashley murmelte: „Immer nett, einen Kroganer auf der Seite
zu haben…“

Wrex grinste. „Ich bin nie nett.“


Ort: Citadel – Unteres Bezirkslevel, Chora’s Nest

Die Gruppe bahnte sich den Weg durch feindliche Söldner.
Garrus führte präzise, Wrex überrollte jeden Widerstand. Asera bewegte sich
zielgerichtet, effizient – keine überflüssige Bewegung, keine unnötige
Zerstörung.

Sie erreichten Fist, kurz bevor dieser fliehen konnte.

„Ich weiß, warum ihr hier seid! Es ist zu spät – die
Quarianerin ist schon auf dem Weg zur Übergabe!“

Garrus’ Stimme wurde scharf. „Wo?“

„Unteres Viertel, Ladebucht 22. Aber ihr müsst euch beeilen.
Die Agenten von Saren holen sie sich, bevor sie reden kann!“


Ort: Ladebucht 22 – wenige Minuten später

Schüsse hallten durch den dunklen Gang. Zwischen Kisten und
Containern duckte sich eine Gestalt – jung, in Schutzanzug, mit Schrotflinte.

Tali’Zorah nar Rayya.

Zwei Agenten stürmten auf sie zu –

– und wurden in Sekundenschnelle neutralisiert. Shepard,
Garrus und Kaidan eröffneten das Feuer, während Asera aus dem Schatten zuschlug
– präzise, brutal.

Tali wirbelte herum, bereit zu kämpfen, bis sie Shepard sah.

„Ihr seid nicht von Saren?“

„Nein“, sagte Shepard ruhig. „Wir sind hier, um Sie zu
retten.“

Tali atmete auf. „Ich habe etwas. Aus dem Speicher eines
Geth. Saren spricht mit einer Asari – er nennt sie Benezia.“

Garrus sah Shepard an. „Jetzt haben wir, was der Rat nicht
bestreiten kann.“

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Ende Kapitel 5 – Das erste Glied der Kette

Sie verließen das Viertel mit Tali in Sicherheit – und den
Beweisen in der Hand.

Saren war nicht nur ein Mörder. Er plante etwas
Größeres.

Asera schwieg, während sie zum Aufzug gingen.

Aber tief in ihr formte sich ein Gedanke:

Diese Welt ist verletzlich. Und sie weiß noch nicht, was
auf sie zukommt.

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Kapitel 6 – Der erste Schritt ins Unbekannte

Ort: Citadel – Ratskammer, Präsidium

Die Halle war von Stille erfüllt.

Drei Ratsmitglieder thronten über der Delegation der
Menschheit. Ihre Gesichter waren ruhig – ihre Gedanken nicht.

Botschafter Udina stand an vorderster Stelle. Direkt
dahinter: Commander Shepard, flankiert von Kaidan, Ashley, Garrus, Wrex und
Tali.

Etwas versetzt, wie ein Schatten am Rande der Ordnung, aber
unter wachsamer Beobachtung: Lieutenant Commander Asa Rena.

Tali trat vor, ihre Schritte fest, ihr Rücken gerade.

„Dies ist der Mitschnitt, den ich aus dem Speicher eines
Geth extrahiert habe.“

Sie atmete einmal tief durch.

„Saren spricht mit einer Asari. Er nennt sie Benezia. Er
spricht von einem Reaper-Schiff… von etwas, das größer ist als wir alle.“

Die Aufnahme flackerte.

Dann erklang Sarens Stimme – kalt, kontrolliert, wie Öl über
Stein:

„Benezia, alles verläuft nach Plan.

Bald werden sie den wahren Willen der Reaper verstehen.“

Ein leises Surren, dann Stille.

Die Ratsmitglieder wechselten ernste Blicke.

Der Turianer sagte: „Das ist… belastend.“

Der Salarianer: „Und offenbar authentisch.“

Die Asari ließ sich Zeit. Dann, mit ruhiger Stimme:

„Saren Arterius wird mit sofortiger Wirkung aus dem
Spectre-Programm ausgeschlossen. Er gilt fortan als abtrünnig.

Jede Kooperation mit ihm wird als Verrat betrachtet.“

Ein Moment – dann richtete sie sich zu voller Größe auf.


Ein neuer Spectre

Die Asari wandte sich Commander Shepard zu.

„Sie haben Mut bewiesen, Commander. Integrität. Und die
Fähigkeit, Führungsverantwortung zu übernehmen.“

Ein kurzer Blick zu Garrus.

„Und Sie haben eine Gruppe um sich versammelt,

die bereit ist, für die Wahrheit einzutreten.“

Mit einer Geste aktivierte sie ein Hologramm.

Ein Emblem erschien in blauem Licht.

„Im Namen des Rates der Citadel erklären wir Sie, Commander
Shepard, hiermit offiziell zum Spectre -Agenten.“

Ein Raunen ging durch die Ratskammer.

Udina trat hervor.

„Sie haben nun Zugriff auf Ressourcen, Personal – und ein
Ziel.“


Ort: Citadel – Botschaft der Menschheit, Nachbesprechung

„Saren ist unser Ziel“, sagte Shepard bestimmt.

„Sie brauchen ein Schiff“, bestätigte Udina.

„Die Normandy steht ab sofort unter Ihrem direkten
Kommando.“

Garrus grinste. „Endlich kein Papierkram mehr.“

Wrex brummte zufrieden. „Ich nehme mein Gewehr. Sonst
nichts.“

Tali senkte den Kopf leicht. „Ich bleibe auch. Ich will
wissen, wie weit das hier geht.“

Ashley trat an Asera heran.

„Also… Spectre und Commander. Ziemlich schneller Aufstieg.“

Asera blieb ruhig.

„Karriere beginnt da, wo Verantwortung beginnt.“

Ashley hob eine Augenbraue – halb grinsend, halb prüfend.

„Sie sagen manchmal Dinge, als wären sie für jemand anderen
gedacht.“

„Vielleicht sind sie das“, entgegnete Asera leise.


Ort: Citadel – Außenbereich der Botschaft, wenige Minuten
später

Captain Anderson hatte Shepard beiseitegezogen.

Sie glaubten, allein zu sein.

Doch Asera – scheinbar nur eine Silhouette im Dämmerlicht –
hörte jedes Wort.

Nicht mit Absicht. Es geschah einfach. Ihre Sinne waren
schärfer als jedes Mikrofon.

„Shepard… ich muss es wissen. Wer ist sie wirklich?“

„Asera?“ Shepard sah Anderson ernst an.

„Sie ist loyal. Effizient. Und… mehr, als sie zeigt. Aber
sie ist keine Bedrohung.“

„Das reicht mir nicht“, murmelte Anderson.

„Ich werde Nachforschungen anstellen. Nur zur Absicherung.“

Shepard senkte den Blick – und nickte dann.

„Tun Sie, was Sie müssen. Aber ich sage es Ihnen jetzt: Sie
ist nicht unser Problem.“

Asera stand noch immer still, regungslos.

Kein Zorn, kein Urteil.

Nur ein stilles Verständnis:

Sie hatte in dieser Welt Verbündete gewonnen – aber kein
Vertrauen. Noch nicht.

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Ende Kapitel 6 – Die Jagd beginnt

Die Normandy war bereit.

Die Crew formierte sich.

Jankins blieb unter dem Kommando von Captain Anderson auf
der Citadel.

Und Asera – Tochter einer anderen Welt – trat an die
Schwelle zu einer neuen Mission.

Der erste Schritt war getan.

Doch der Weg ins Unbekannte hatte gerade erst begonnen.

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Kapitel 7 – Aufbruch in die Tiefe

Ort: Citadel – Dock 422, Normandy SR-1

Gedämpftes Licht flackerte über die metallene Struktur des
Hangars, als Shepard, gefolgt von seiner zusammengewürfelten Crew, das Schiff
betrat.

Die Normandy – elegant, schnell, gebaut für Präzision.

Im Cockpit drehte sich Joker halb um, ein schelmisches
Grinsen auf den Lippen.

„Willkommen an Bord, Commander. Die Normandy ist bereit –
wohin soll’s gehen?“

Shepard trat neben ihn, ernst.

„Zuerst: Therum. Wenn die Informationen stimmen, befindet
sich dort eine Proteaner

Ausgrabung. Dort finden wir Dr. Liara T’Soni.“

„Ah, die Asari-Archäologin. Alles klar.“

Joker legte die Hände auf die Steuerkonsole.

„Dann anschnallen. Wir gehen auf Tauchgang.“

Der Antrieb heulte kurz auf.

Ein flimmernder Schimmer legte sich über das Schiff – und
die Normandy verschwand im blauen Strudel des Massenportals.


Ort: Normandy – Besprechungsraum, kurz nach dem Start

Die Crew versammelte sich rund um das holografische
Sternenkartensystem.

Shepard sprach mit fester Stimme:

„Unser Ziel: Informationen sammeln. Benezias Bewegungen
aufspüren. Saren aufhalten. Jeder von euch ist hier, weil er etwas erkannt hat
– und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.“

Ein stummes Einverständnis ging durch die Runde.

Garrus verschränkte die Arme.

„Endlich kann ich tun, was C-Sec mir immer verboten hat.“

Wrex brummte zustimmend.

„Solange es knallt, bin ich dabei.“

Tali sprach nachdenklich:

„Ich will einfach wissen, was diese Reaper sind. Wenn sie
echt sind…“

Ashley trat neben Asera, die wie so oft still am Rand stand.

„Und was ist mit Ihnen? Keine Zweifel? Keine Fragen?“

Asera sah zum Projektor – auf die leuchtenden Bahnen der
Sterne.

„Ich stelle keine Fragen, solange die Richtung stimmt.“

Ashley runzelte die Stirn.

„Sie sind wirklich schwer zu durchschauen, Lieutenant.“

Asera antwortete nicht.


Ort: Normandy – Maschinenraum

Tali stand an einer Konsole, als Garrus eintrat.

Er wirkte ruhiger als sonst, seine Stimme war gedämpft.

„Ich habe die Einsatzdaten von Eden Prime noch mal
durchgesehen… besonders die

Bewegungen von Lieutenant Rena.“

Tali hob den Blick.

„Und?“

Garrus überlegte.

„Sie reagiert nicht wie jemand, der improvisiert. Sie
handelt… als wüsste sie, was als Nächstes passiert. Präzise. Vorausschauend.“

Tali: „Und ohne Biotik.“

„Und trotzdem wirkt jeder ihrer Angriffe wie ein kinetischer
Einschlag. Vielleicht ist sie ein Allianz-Projekt – eine Art Black Ops.“

Tali schüttelte langsam den Kopf.

„Vielleicht ist sie einfach… mehr.“


Ort: Normandy – Cockpit

Joker bemerkte, wie Asera das Cockpit passierte.

„Hey, Commander Rena?“

Sie blieb stehen, sah ihn an.

„Sie waren ziemlich ruhig, seit wir losgeflogen sind.“

Er lehnte sich zurück. „Gibt’s was, das Sie besonders an
Saren stört?“

Asera antwortete nach kurzem Schweigen:

„Es ist nicht Saren. Es ist das, was hinter ihm steht.“

Joker senkte den Blick.

„Ja… das Gefühl hab ich auch. Und wissen Sie was? Ich hoffe,
wir liegen falsch.“


Ort: Therum – Orbit, Anflug

Die Normandy trat aus dem Massenportal und glitt auf den
vulkanisch brodelnden Planeten zu. Lavafelder, Gesteinsrücken, dichte
Rauchwolken.

„Ziel lokalisiert“, meldete Joker.

„Proteaner-Ausgrabung. Keine offiziellen Sender, aber es
gibt Bewegung.

Nicht menschlich.“

Shepard überprüfte sein Universalwerkzeug.

„Wir gehen runter. Ich will wissen, was Dr. T’Soni hier
macht – und ob Saren bereits versucht hat, sie zu finden.“

Wrex schnallte sich seinen Granatwerfer um.

„Archäologen retten. Wie aufregend.“

Garrus prüfte sein Gewehr.

„Wenn sie mit Benezia in Verbindung steht, dann ist sie
unsere Spur.“

Ashley zog den Helm auf.

„Vielleicht ist sie ja besser im Reden als Fist.“

Tali atmete tief durch.

„Ich hoffe, sie lebt noch.“

Asera trat als Letzte ins Shuttle. Sie sagte nichts.

Doch ihr Blick verharrte auf der Oberfläche von Therum.

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Kapitel 8 – Die Tiefe erwacht

Ort: Therum – Proteaner-Ausgrabung, Oberer Eingangssektor

Der Shuttle landete hart auf vulkanischem Gestein. Rauch und
Hitze schlugen dem Team entgegen.

Vorneweg: Shepard. Dahinter Ashley, Garrus, Wrex, Asera und
Tali.

Die alte Forschungsstation war halb eingestürzt. Überreste
von Maschinen lagen verkohlt am Rand.

Und dann – Bewegung.

Kroganische Söldner.

Saren hatte offenbar jemand geschickt, um Spuren zu
beseitigen… oder um zu verhindern, dass Liara gerettet wird.

„Sperrfeuer!“ rief Shepard, als die Geth und Söldner das
Feuer eröffneten.

Deckung. Schüsse. Granaten.

Asera bewegte sich instinktiv zur linken Flanke – lautlos,
schnell.

Dann – ein Schatten hinter ihr.

Ein schwer gepanzerter Kroganer stürmte aus
einer Seitenöffnung direkt auf sie zu. Mehr als zwei Meter Masse, stampfend wie
ein Panzer, brüllend wie ein Tier.

Ashley: „Lieutenant, hinter Ihnen!“

Zu spät.

Der Kroganer schlug zu – doch Asera wich nicht aus.

Stattdessen packte sie seinen gepanzerten Arm direkt im
Schwung, zog ihn mit brutaler Präzision nach vorn, drehte sich seitlich und –

krachte ihn über ihre Schulter auf den Steinboden.

Ein dumpfer Aufprall.

Der Boden bebte leicht.

Die Luft war kurz still.

Der Kroganer grunzte, versuchte sich aufzurichten –

– doch Asera hatte ihn bereits mit einem Knie im Rücken
fixiert, einen gepanzerten Unterarm an seiner Kehle.

Er röchelte. Keuchte. Und bewegte sich nicht mehr.

Wrex starrte hinüber, halb beeindruckt.

„Nicht schlecht für ’ne Leichteinheit.“

Asera stand ruhig auf.

„Er war zu langsam.“

Ashley murmelte: „Ich sag ja… sie ist nicht normal.“


Ort: Tieferes Grabungslevel – Proteanisches
Artefaktbereich

Nach weiteren Gefechten und zerstörten Drohnen erreichten
sie die innere Kammer.

Dort, in einem Energiefeld gefangen: Liara T’Soni.

Asari, jung, ruhig – und doch strahlte sie eine tiefe
Konzentration aus.

„Bitte! Ich bin keine Feindin!“ rief sie durch das Feld.
„Ich wurde hier eingeschlossen, als die Söldner kamen.“

Shepard trat vor. „Wir holen Sie hier raus.“

Tali und Garrus arbeiteten am System.

Asera trat näher, sah Liara ruhig an.

Liara blickte zurück – und fror für einen Moment.

Ihre Augen wurden groß.

Nicht vor Angst.

Sondern, als hätte sie etwas gespürt.

Eine Ahnung.

Ein Echo.

Doch sie sagte nichts. Nur:

„Sie sind… anders.“

Asera erwiderte:

„Das sagt man mir oft.“

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Ende Kapitel 8 – Die Asche der Vergangenheit

Liara war befreit. Doch die Ausgrabung begann zu beben – der
Vulkan, die Struktur, alles zerfiel.

Die Normandy flog eine riskante Bergung – und das Team floh
im letzten Moment.

Aber etwas war zurückgeblieben.

Ein Gefühl.

Ein Gedanke, der nicht Liara, nicht Shepard – sondern Asera
nachhing:

„Du bist nicht von hier.“

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Kapitel 9 – Fragmente der Wahrheit

Ort: Normandy – Besprechungsraum

Die Normandy glitt ruhig durch das Sternenlicht, Kurs
gesetzt auf das nächste Ziel. Im Besprechungsraum herrschte Stille – das
gedämpfte Licht des Galaxiekartentischs war die einzige Lichtquelle.

Shepard saß aufrecht, ruhig, bereit.

Liara T’Soni ihm gegenüber, ihre Hände gefaltet, der Blick
ernst.

„Ich kann Ihre Gedanken nicht direkt lesen“, begann sie
leise. „Aber ich kann einen mentalen Link herstellen. Vielleicht fange ich
Fragmente der Vision auf, die der Proteaner-Sender hinterlassen hat.“

Shepard nickte.

„Ich bin bereit.“

Liara schloss die Augen. Ihre Stimme wurde zu einem sanften
Flüstern:

„Entspannen Sie sich… umarmen Sie die Ewigkeit.“

Ihre Augen färbten sich schwarz.

Shepards Körper spannte sich.

Dann – flackernde Bilder.

Feuer. Zerfall.

Körper, Maschinen, Schreie ohne Klang.

Ein Gefühl tiefer, kosmischer Auslöschung.

Er keuchte, riss die Augen auf. Liara tat dasselbe, schwer
atmend.

„Ich… ich kann es nicht klar sehen“, flüsterte sie. „Nur
Fragmente. Eine systematische

Auslöschung. Das Ende der Proteaner“

Stille senkte sich über den Raum.

Kaidan sprach zuerst – leise, fast gegen seine Überzeugung:

„Wir reden hier über Maschinen… die ganze Spezies
vernichten?“

Garrus starrte in die Galaxiekarte.

„Kein Wunder, dass Saren das nicht allein durchziehen kann.“

Wrex schnaubte.

„Klingt nach Schamanen-Müll. Aber mit genug Feuerkraft –
möglich.“

Ashley: „Und wir sollen das mit einem Schiff und ein paar
Waffen aufhalten?“

Tali, leise:

„Wenn das stimmt… gibt es keine Flotte, die groß genug
wäre.“

Liara wandte sich dann Asera zu.

„Sie… Sie haben etwas gespürt, oder?“

Aseras Blick war ruhig.

Kein Zucken, kein Ausweichen.

Aber sie antwortete nicht.

Liara ließ sich davon nicht beirren.

„Etwas in Ihnen… hat auf den Impuls des Senders reagiert.
Wie ein Echo, aber viel tiefer. Nicht wie bei uns.“

Asera sah sie lange an.

Dann sagte sie leise:

„Nicht alles, was in mir ist… stammt von hier.“

Ein Satz, so einfach – und doch so schwer zu greifen.


Themenwechsel – Crewgespräch nach Therum

Wrex schnaubte in die Runde.

„Bevor wir uns wieder an irgendwelche Todesmaschinen ran
wagen – hat eigentlich jemand mitbekommen, wie unsere stille Kriegerin einen
vollgerüsteten Kroganer durch die Luft geworfen hat?“

Ashley grinste.

„Hab’s gespeichert. Der Typ war doch mindestens 350kg
schwer. Rena hat ihn genommen wie eine leere Feldration.“

Kaidan schüttelte leicht den Kopf.

„Das war kein normaler Wurf. Kein Biotik-Ausstoß, keine
Sprengkraft. Das war reiner,

kontrollierter Nahkampf.“

Garrus: „Ich habe in den Aufzeichnungen gesehen, dass sie
ihn nicht einfach nur ausgeschaltet hat. Sie hat seine Bewegungen
vorhergesehen, ihn kontrolliert zu Boden gebracht. Kein unnötiger Schaden. Nur
Effizienz.“

Tali fügte hinzu:

„Und sie hat ihn nicht getötet. Das ist ungewöhnlich – für
eine Soldatin, die so schnell agiert.“

Wrex brummte anerkennend.

„Vielleicht sollten wir sie vorschicken, wenn die Tür
abgeschlossen ist.“

Ein kurzes Lachen ging durch die Gruppe.

Dann Stille.

Alle sahen zu Asera.

Sie stand ruhig. Wie immer.

Sie sagte nichts.

Aber es war deutlich:

Sie war bereit.

Und alle wussten:

Solange sie bei ihnen war, war keine Tür zu schwer, kein
Feind zu groß.

Shepard schloss das Gespräch mit einem knappen Nicken.

„Solange sie bei uns ist, frag ich nicht nach
Gewichtsklassen.“

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Ende Kapitel 9 – Erste Bande

Sie begannen, einander zu verstehen.

Noch keine Offenbarungen, noch keine Fragen, die laut
gestellt wurden –

aber das Vertrauen wuchs.

Und irgendwo, im Dunkel des Universums, bereitete sich Saren
vor.

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Kapitel 10 – Eisige Schatten

Ort: Orbit von Noveria – SSV Normandy SR-1

Ein weißer Planet unter frostigem Dunst. Die Normandy senkte
sich in eine Umlaufbahn über dem eisverhangenen Komplex Port Hanshan.

Im Konferenzraum der Normandy blickte Shepard über die Crew,
dann gezielt zu Liara.

„Sie kommen mit. Wenn Benezia hier ist, werden Sie sie eher
spüren als jeder andere.“

Liara nickte ernst. „Ich bin bereit. Auch wenn… ich nicht
weiß, wie ich reagieren werde.“

Asera trat neben sie, ruhig wie immer.

„Dann finde es heraus, bevor sie es tut.“

Liara erwiderte den Blick, überrascht – aber gefasst.

„Ich… danke.“


Ort: Noveria – Port Hanshan, Sicherheitsbereich

Die eisige Luft kroch durch jeden Riss in der Panzerung.

Liara zog den Kragen ihrer Uniform hoch, fröstelte leicht.

Asera hingegen blieb vollkommen unbewegt – die Kälte schien
sie nicht zu berühren.

Liara bemerkte es.

„Frieren Sie nicht?“

Asera antwortete mit ruhiger Stimme:

„Ich habe andere Kälte erlebt.“

Die Gruppe bahnte sich ihren Weg durch die
Verwaltungsstruktur – und wurde bald auf direkte Spur von Matriarchin Benezia
geführt: In einem isolierten Labor unter dem Deckmantel der Rift Station,
wo gefährliche Experimente Rachni stattfanden.

Ein Aufzug brachte sie tief unter die Eisdecke – in eine
Forschungsstation, in der nichts mehr ruhig war.


Ort: Noveria – Rift-Station, Laborblock Theta

Das Labor war in Aufruhr.

Geth-Einheiten hatten sich durch die
Versiegelung gebohrt – begleitet von merkwürdigen Energieresonanzen.

„Bewegung! Rechte Seite!“ rief Ashley.

Die Geth stürmten hervor – drei, fünf, neun.

Shepard eröffnete das Feuer. Garrus deckte die Flanke. Liara
wirkte eine kinetische Singularität –

doch es war Asera, die in die vorderste Reihe trat.

Mit bloßen Händen zerschlug sie die erste Geth-Einheit –
einen Volltreffer an der zentralen Verbindungseinheit, präzise wie ein
chirurgischer Schlag.

Zwei weitere Einheiten eröffneten das Feuer auf sie. Asera
wich blitzschnell aus, sprang zwischen zwei Deckungen hindurch – und zerstörte
sie mit einem synchronen Doppelschlag.


Der Energiestrahl

Plötzlich – ein Aufladen.

Ein schwerer Geth-Turm aktivierte sich im Flur vor ihnen.

Ein pulsierender Energiestrahl sammelte sich –
zielte direkt auf Asera.

„Rena! Zurück!“ rief Ashley – doch Asera bewegte sich nicht.

Der Strahl feuerte.

Ein gleißender Lichtbogen traf ihr Schild frontal –
zersplitterte es mit einem kreischenden Ton.

Liara schrie auf.

„Nein!“

Doch Asera stand noch.

Der Strahl hatte ihr Schild zerstört – aber ihr Körper
blieb unversehrt.

Rauch stieg auf. Ihre Uniform war leicht verbrannt – aber
darunter war keine Wunde.

Sie bewegte sich weiter, ohne sichtbare Einschränkung.

Garrus flüsterte ungläubig:

„Das hätte… jeden von uns zerrissen.“

Liara sah sie an, ihre Stimme leise:

„Wie ist das möglich…?“

Asera antwortete nicht.

Sie drehte sich nur zum Turm – und mit einem einzigen Stoß
durchbrach sie die gepanzerte Hülle, zerschmetterte den Hauptkern – und ließ
die Geth-Energiequelle kollabieren.


Ort: Noveria – Sicherheitsraum, Minuten später

Die Geth waren beseitigt. Die Türen zum innersten Labor
wurden vorbereitet.

Shepard sammelte das Team.

„Benezia wartet da drin. Keine Fehler. Keine Verluste.“

Liara atmete tief durch.

Asera trat kurz neben sie.

„Deine Mutter ist nicht das, an was du dich erinnerst. Aber
du bist auch nicht mehr die, die du warst.“

Liara nickte – unsicher, aber gestärkt.

„Dann gehen wir.“

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Ende Kapitel 10 – Frost und Feuer

Die Tür öffnete sich.

Was sie dahinter erwartete, war nicht nur Benezia – sondern
ein weiterer Blick in den Abgrund, den die Reaper hinterlassen hatten.

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Kapitel 11 – Stimme aus der Tiefe

Ort: Noveria – Rift-Station, Hauptlabor

Die Tür öffnete sich mit einem heiseren Zischen.

Was sie dahinter fanden, war kein Labor mehr – sondern ein
Tempel aus Technologie, Eis und fanatischer Entschlossenheit.

Matriarchin Benezia wartete bereits.

Neben ihr zwei Asari-Kriegerinnen in Kampfrüstung – schwer
bewaffnet und mit kalter Entschlossenheit in den Augen.

Hinter ihnen: mehrere Geth-Einheiten, an die Systeme
der Station gekoppelt.

Benezias Blick war ruhig, fast liebevoll – doch in ihren
Worten lag keine Wärme.

„Willkommen, Shepard. Und Liara… meine Tochter.“

Liara trat einen Schritt nach vorn, zitternd.

„Was ist mit dir passiert…? Du hast dich verändert.“

Benezia: „Ich diene jetzt einer höheren Ordnung. Dem Willen
des Unvermeidlichen.“

Shepard trat vor. „Die Reaper.“

Benezia lächelte. „Bald werdet ihr erkennen,

dass Widerstand nur eine Verzögerung ist.“

Dann hob sie die Hand.

Die beiden Asari-Kriegerinnen und die Geth bewegten sich
gleichzeitig.

Der Kampf begann.


Nahkampf – Asera vs. Asari-Kommando

Wrex eröffnete das Feuer auf die Geth. Garrus ging in
Deckung. Liara schleuderte eine Singularität gegen die Wand.

Asera blieb ruhig – und als eine der Asari-Kriegerinnen auf
sie zusprang, reagierte sie.

Ein Biotikschub – schnell, präzise. Die Asari war schneller
als ein Mensch, geschult in tödlichen Nahkampf.

Aber sie war nicht schneller als Asera.

Asera blockte den ersten Schlag mit dem Unterarm, wich der
nächsten Attacke seitlich aus –

packte dann das Bein der Kriegerin und schleuderte sie in
einem perfekten Halbkreis gegen eine Konsole.

Sie blieb regungslos liegen.

Die zweite Asari stürmte heran – Biotik um sie wirbelnd –
doch Asera bewegte sich, bevor der Angriff sie traf, duckte sich unter dem
Impuls hinweg und konterte mit einem präzisen, nicht tödlichen Stoß an den
Halsansatz.

Ein kurzer Aufschrei – dann Stille.

Die Asari sank zu Boden. Bewusstlos, nicht gebrochen.


Shepard gegen Benezia

Während die Geth zurückgedrängt wurden, stellte sich Shepard
Benezia.

Sie kämpfte mit mächtigen Biotik-Wellen, zwang die Gruppe
immer wieder in Deckung.

Doch Liara stellte sich ihr schließlich in den Weg –
zögernd, dann entschlossen.

„Mutter – hör auf! Du bist nicht mehr du selbst!“

Benezia zitterte – nur für einen Moment.

„Es ist… schwer… seine Stimme in meinem Kopf… so laut…“

Die Biotik flackerte, ihre Kontrolle brach.

Sie sackte auf die Knie.

„Liara… ich… ich wollte dich warnen. Die Reaper kommen.
Saren ist nur ein Werkzeug.“

Ein letztes, schweres Atmen – dann brach Benezia zusammen.

Liara kniete bei ihr, schweigend.

Niemand sagte ein Wort.


Ort: Tieferes Forschungslabor – Versiegelter Sektor

Ihr Körper lag reglos auf dem Boden eines dunklen
Kontrollraums.

Doch dann – eine Stimme.

Nicht hörbar mit den Ohren.

Ein Flüstern… im Geist.

„Dies ist nicht mein Wille.“

Shepard und das Team fanden sich in einer Kammer wieder –
darin ein gewaltiger Glastank.

Darin:

Die Rachni-Königin.

Verängstigt. Gefangen.

Aber lebendig.

Ihre Worte kamen durch die tote Benezia – wie ein Echo durch
eine zerbrochene Hülle.

„Sie… nahm meine Kinder. Sie können nicht singen.“

Liara war fassungslos.

„Die Königin benutzt… ihren Körper, um zu sprechen.“

Asera trat näher.

Sie sah nicht angewidert aus – eher wachsam.

„Es ist kein Zwang. Es ist ein Ruf. Sie will nicht kämpfen.“

Wrex knurrte.

„Das ist eine Rachni. Diese Viecher haben uns beinahe
ausgelöscht.“

Shepard sah ihn ruhig an.

„Sie ist allein. Isoliert. Nicht wie damals.“

Wrex funkelte. „Wenn Sie sie freilassen und sie liegen
falsch“

Asera trat zu Wrex.

„Und wenn wir sie töten, obwohl sie anders ist, sind wir
nicht besser als Saren.“

Wrex verzog das Gesicht. Dann – nach einem langen Moment –
brummte er.

„Macht, was ihr für richtig haltet. Aber wenn sie uns verrät
– bring ich sie um.“

Shepard nickte.

Er aktivierte das Panel – und ließ die Rachni-Königin frei.

Sie verschwand in der Tiefe.

Ohne Hass. Ohne Drohung.

Nur mit einem letzten Gedanken:

„Ich danke euch. Meine Kinder werden anders sein.“

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Ende Kapitel 11 – Die Stimme der Entscheidung

Zurück auf der Normandy war die Stille beinahe bedrückend.

Sie hatten nicht nur eine Matriarchin verloren –

sondern eine Wahl getroffen, die größer war als der Krieg
gegen Saren.

Und Asera?

Sie stand am Fenster.

Nicht wegen der Rachni.

Sondern weil sie spürte:

Etwas Erwachtes hatte ihren Blick gestreift.

Und es sah nicht weg.

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Kapitel 12 – Unerklärlich und unausweichlich

Ort: Normandy – Crewdeck, nach der Mission auf Noveria

Die Atmosphäre an Bord war ruhig – zu ruhig.

Niemand sprach laut, doch jeder dachte dasselbe: Was war da
unten passiert?

In der Messe saßen Shepard, Garrus, Wrex, Tali, Ashley,
Liara und Kaidan.

Das Thema war unausweichlich.

Asera.

Und der Moment, in dem sie einen Geth-Energiestrahl frontal
abbekommen hatte – ohne auch nur einen Kratzer.

Ashley schob ihre Tasse zur Seite, sah die anderen an.

„Also… tun wir jetzt einfach so, als wär das normal?“

Garrus lehnte sich zurück.

„Ich habe die Sensorenaufzeichnung geprüft. Der Strahl war
auf volle Leistung. Hätte durch ein Mako-Fahrzeug gebrannt wie durch Butter.“

Wrex brummte. „Hab gesehen, wie so ein Ding ’nen ganzen
Tomkah geschmolzen hat. Und sie… steht einfach da, als wär’s ’ne warme Dusche.“

Tali sprach zögernd:

„Das war keine Panzerung. Und es war kein Energieschild, der
sie geschützt hat. Ihr Schild war vorher gebrochen.“

Kaidan fügte hinzu:

„Und sie hat nicht mal gezuckt. Kein Schmerz, kein Rückstoß.
Nur… eine Art Blick. Fast

enttäuscht.“

Liara blickte auf ihre Hände.

„Ich war direkt daneben. Ich habe keine Biotik gespürt.
Keine kinetische Umleitung. Keine versteckte Technik.“

Ashley verschränkte die Arme.

„Also entweder ist sie ein wandelndes Geheimprojekt der
Allianz… oder…“

Garrus: „Oder sie ist etwas, das wir nicht verstehen.“

Wrex grinste.

„Solange sie auf unserer Seite ist, frag ich nicht nach.
Aber wenn sie irgendwann nicht mehr bei uns ist… dann will ich
nicht auf der anderen Seite stehen.“

Tali: „Denkt ihr, sie weiß, wie viel sie eigentlich
aushält?“

Liara sah zu Shepard.

„Commander… Sie haben ihr vertraut. Sie haben nichts gesagt.
Warum?“

Shepard antwortete ruhig.

„Weil ich sie beobachtet habe. Sie schützt. Sie wählt ihre
Kämpfe. Und wenn sie töten wollte… hätte sie es längst getan.“

Ein Moment Schweigen.

Dann öffnete sich die Tür.

Asera trat ein – ruhig wie immer.

Alle Blicke richteten sich auf sie.

Sie blieb stehen.

Sah in die Runde.

„Ich weiß, dass ihr Fragen habt“, sagte sie leise.

„Aber heute… ist nicht der Tag, an dem ich euch antworte.“

Sie wandte sich zum Fenster.

„Doch er wird kommen.“

Sie sagte es nicht als Drohung. Nicht als Warnung.

Sondern als Versprechen.

Und für einen Moment…

blieb niemand zurück, der daran zweifelte.

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Ende Kapitel 12 – Der Moment davor

Vertrauen ist nicht blind.

Aber manchmal erkennt man es nicht an Worten – sondern
daran, wer am Ende zwischen dir und dem tödlichen Strahl steht.

Und Asera?

Sie stand da.

Ohne Schild. Ohne Angst. Ohne Wunde.

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Kapitel 13 – Unter fremder Kontrolle

Ort: Feros – Kolonie Zhu’s Hope

Die Normandy landete bei grauem Himmel und verzweifelten
Stimmen.

Zhu’s Hope – eine einst blühende Kolonie – war ein Schatten
ihrer selbst. Die Bewohner wirkten leer, wortkarg, mechanisch.

Shepard sah sich um.

„Etwas stimmt hier nicht. Keine offensichtliche Gewalt, aber
auch kein freier Wille.“

Liara spürte es sofort.

„Da ist eine… Präsenz. Nicht wie bei Biotik. Tiefer. Wie
Wurzeln, die sich durch den Verstand ziehen.“

Wrex hob das Gewehr. „Dann lasst uns die Wurzel finden – und
rausreißen.“

Asera blieb am Rand, ihre Augen schmal.

Sie fühlte es auch.

Etwas unter der Oberfläche.

Etwas, das versuchte, in sie einzudringen – aber keinen Halt
fand.


Ort: Untergrund – Zugang zur unteren Forschungsstation

Als sie tiefer in die Anlage eindrangen, wurden die Hinweise
offensichtlicher: Berichte über Pflanzen, Sporen, mentale Kontrolle.

Und dann – die Kopien.

Asari-Klone, identisch, leer, mit Waffen und einer
Stimme, die aus einem fremden Verstand zu sprechen schien.

Shepard zögerte.

Liara keuchte.

Doch Asera trat vor.

„Sie sind nicht echt. Ihre Aura… ist leer. Aber das Original
ist hier.“

Sie sah sich um – nicht mit den Augen, sondern mit einem
inneren Sinn.

„Gefangen. Aber lebendig.“


Ort: Thorianer-Kern

Der Raum war riesig.

Feucht. Lebendig. Pulsierend.

Der Thorianer erhob sich wie ein urzeitliches
Gewächs – ein uraltes, kollektives Bewusstsein, das sich durch Gedanken und
Körper nährte.

„Ihr gehört mir“, sprach er durch Dutzende Stimmen.

„Ich sehe… eure Erinnerungen… eure Ängste…“

Doch bei Asera hielt er inne.

Sein Einfluss… prallte ab.

Kein Zugriff.

Keine Furcht.

Keine Öffnung.

Sie trat vor.

„Du kontrollierst, was du greifen kannst. Aber ich bin nicht
aus dieser Welt.“

Der Thorianer antwortete nicht mehr.

Stattdessen schleuderte er Klone, Ranken, Sporen – alles,
was er hatte.

Asera stürmte nach vorn, ihr Körper reine Entschlossenheit.

Sie sprang auf eine der zentralen Hauptwurzeln, riss sie mit
einem einzigen Schlag aus der Wand

– und warf sich dann in den Kern, wo sie einen leuchtenden
Fortsatz mit bloßen Händen zerschmetterte.

Ein letzter Schrei – dann Stille.

Der Thorianer war tot.


Ort: Forschungskammer – kurz nach dem Kampf

Zwischen zerbrochenen Ranken – eine einzelne echte Asari.

Zerschunden, aber lebendig.

Sie sprach mit brüchiger Stimme:

„Mein Name ist Shiala… Ich diente einst Matriarchin Benezia.
Doch der Thorianer… hat mich benutzt.“

Liara half ihr auf.

Shepard trat näher.

Shiala blickte ihm direkt in die Augen.

„Ich habe… etwas, das Ihnen helfen kann, Commander. Der
Thorianer zwang mich, eine

Verbindung mit dem Wissen der Proteaner zu teilen. Ich kann
Ihnen zeigen, was diese Vision bedeutet.“

Sie legte ihre Hände auf seine Stirn.

Shepard zuckte leicht – dann fluteten die Bilder zurück.

Feuer. Maschinen.

Aber diesmal… klarer.

Eine Warnung.

Ein Zyklus.

Eine Lösung, irgendwo versteckt.

Asera beobachtete es.

Die Wahrheit kommt näher.

Und sie ist hässlich.

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Ende Kapitel 13 – Was die Wurzeln verbergen

Zhu’s Hope war frei.

Doch niemand feierte.

Sie hatten gesehen, was mentale Kontrolle anrichten kann.

Und einer von ihnen – Asera – hatte bewiesen,
dass sie unberührbar war.

Nicht, weil sie unbesiegbar war.

Sondern weil ihre Seele zu fremd war, um sich fangen zu
lassen.

__

Kapitel 14 – Zwischen den Ebenen

Ort: Normandy – Crewmesse, einige Stunden nach der
Mission auf Feros

Die Luft war erfüllt von angespannter Ruhe.

Zhu’s Hope war gerettet, der Thorianer tot – doch das Echo
dieses Wesens saß der Crew noch in den Knochen.

Ashley saß am Tisch, die Füße auf einem leeren Stuhl.

„Okay, Leute… wir müssen jetzt drüber reden.“

Garrus warf ihr einen Seitenblick zu.

„Über was? Dass ein riesiges pflanzenbasiertes Monster
versucht hat, uns über eine halbtote Asari zu manipulieren?“

Ashley schüttelte den Kopf.

„Nein. Ich rede von ihr.“

Alle wussten, wer gemeint war.

Tali hob langsam den Kopf.

„Sie ist gesprungen.“

Wrex brummte.

„Nicht einfach nur gesprungen. Sie ist aus dem Stand auf
eine Plattform zehn Meter über uns gesprungen – dann weit weiter,
direkt in den Kernbereich des Thorianers.“

Kaidan sah auf sein Universalwerkzeug.

„22,6 Meter. Vertikal. Ohne biomechanische Verstärkung.
Keine Jetpacks. Kein Schubfeld.“

Garrus: „Das ist keine normale Muskelkraft. Das ist keine
bekannte Spezies, nicht mal unter den Hochleistungsmodifizierten.“

Tali murmelte: „Und selbst wenn es genetisch wäre – sie ist
nicht schwer. Sie zerstört beim Aufkommen keine Plattformen. Sie
wirkt… perfekt ausbalanciert.“

Ashley: „Wie kann jemand, der Geth mit bloßen Händen
zerlegt, einen Energiestrahl wegsteckt, und dann noch fliegt, so ruhig
bleiben?“

Wrex grinste.

„Weil sie weiß, dass sie niemand aufhalten kann.“


Ort: Normandy – Maschinenraum

Liara stand an der Konsole, als Asera eintrat.

Die Asari drehte sich um, ihre Stimme ruhig – aber
durchdrungen von unausgesprochenen Fragen.

„Du… bist nicht aus dieser Galaxis.“

Asera blieb stehen.

Kein Widerspruch. Kein Bestätigen.

Liara trat näher.

„Der Thorianer konnte dich nicht erreichen. Nicht einmal
spüren. Als wärst du… jenseits seiner Reichweite.“

Asera antwortete ruhig:

„Weil ich nicht dazugehöre.“

Liara blickte sie an – weich, aber bestimmt.

„Du bist stärker als alles, was ich je gesehen habe. Aber
das ist nicht das Beeindruckende. Es ist, wie du dich zurückhältst.

Asera senkte leicht den Blick.

„Ich habe gelernt, was passiert, wenn ich es nicht tue.“

Stille.

Liara flüsterte:

„Es ist schwer, nicht zu fragen. Aber ich habe verstanden,
dass du antworten wirst, wenn du bereit bist.“

Asera sah sie an.

Und in diesem Blick lag zum ersten Mal etwas wie
Dankbarkeit.

Ein leiser Funke von Vertrauen.


Ort: Normandy – Kapitänsquartier, später

Shepard stand mit Anderson in einer verschlüsselten
Verbindung.

„Commander“, sagte Anderson ernst, „wir haben Daten aus
Feros empfangen. Und einen Sprunganalysebericht…“

Shepard hob eine Braue.

„Ich nehme an, es geht um Asera.“

Anderson nickte.

„22 Meter aus dem Stand. Unverletzt. Und dann zerstört sie
den zentralen Nerv eines uralten Organismus mit einem einzigen Angriff. Kein
registrierter Allianz-Agent kann das. Nicht mal im N7-Programm.“

Shepard lehnte sich zurück.

„Ich weiß, Sir.“

„Sie wissen es? Und Sie… sagen nichts?“

Shepard:

„Sie hat Zhu’s Hope gerettet. Sie hat niemanden getötet, den
sie nicht musste. Sie ist keine Bedrohung – es sei denn, man macht sie dazu.

Anderson schwieg.

Dann:

„Dann behalten Sie sie im Auge.“

Shepard schloss die Verbindung – und flüsterte vor sich hin:

„Das tue ich schon… nur nicht so, wie ihr denkt.“

__

Ende Kapitel 14 – Die Höhe der Wahrheit

Die Normandy schwebte weiter durch den interstellaren Raum.

Doch im Inneren der Crew formierte sich ein neues
Bewusstsein:

Ihre stärkste Waffe war nicht das Schiff.

Nicht die Spectre-Autorität.

Sondern jemand, die alles sein konnte – und sich
entschied, nichts zu fordern.

Asera war ein Rätsel.

Aber sie war ihr Rätsel.

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Kapitel 15 – Virmire: Der Preis des Sieges

Ort: Virmire – Küste nahe Rakata-Basis

Die Normandy rauschte durch das aufgewühlte Wetter eines
feucht-heißen Dschungelplaneten.

Das Ziel war klar: eine Geth-verseuchte Basis an der Küste,
Berichten zufolge mit massiver Verteidigung und einer aktiven
Kommunikationssperre.

Doch etwas war anders.

Ein Notruf hatte einen Namen genannt, den Shepard nur aus
alten STG-Dossiers kannte:

Captain Kirrahe.

Spezialaufklärungstrupp, Salarianischer Aufklärungstrupp – STG.


Ort: Virmire – STG-Außenposten

Die Normandy landete nahe einer improvisierten
salarianischen Stellung. Das gesamte Team ging gemeinsam von Bord – Shepard,
Ashley, Kaidan, Garrus, Tali, Wrex, Liara und Asera.

Die Anspannung war greifbar.

Captain Kirrahe trat ihnen entgegen – militärisch, wachsam,
aber sichtbar erleichtert.

„Commander Shepard. STG begrüßt Sie. Wir halten diese
Stellung, seit wir entdeckt haben, was dort unten vor sich geht.“

Shepard nickte. „Was genau haben Sie gefunden?“

Kirrahe aktivierte ein Holo-Display.

„Die Basis beherbergt nicht nur Geth – sondern ein Projekt,
bei dem Saren Kroganer modifiziert. Eine neue Zuchtanlage…
Genophage-resistent.“

Wrex trat vor, abrupt.

„Wie bitte?“

Kirrahe ignorierte die Spannung.

„Saren hat begonnen, neue Kroganer zu züchten.
Ohne Begrenzung. Ohne Sterblichkeitsrate. Effektiv: eine Armee.“

Wrex ballte die Fäuste.

„Dann funktioniert es? Er kann mein Volk heilen?“

Kirrahe: „Wenn man es als Heilung bezeichnet,
ein Werkzeug Sarens zu werden.“

Die Spannung stieg. Wrex trat näher an Shepard heran.


Ort: Virmire – Landezone, kurz darauf

Das gesamte Team war versammelt. Der Wind wehte durch den
Dschungel.

Wrex stand vor Shepard – angespannt, aufgebracht.

„Du willst das Labor zerstören, Shepard. Das Einzige, was
mein Volk retten könnte.“

Ashley hob warnend das Gewehr.

„Wrex, komm runter.“

Wrex zog nicht – noch nicht.

„Du verstehst nicht. Wir sterben seit Jahrhunderten. Und
jetzt… jetzt gibt es eine Chance.“

Kaidan trat an Shepard heran, flüsternd:

„Er lässt sich nicht beruhigen. Wenn das schiefgeht…“

Wrex hob seine Schrotflinte.

Dann:

Asera trat dazwischen.

Sie stellte sich direkt vor Wrex – ruhig, aufrecht, die Arme
an der Seite.

Ihr Blick war weder drohend noch unterwürfig. Nur…
unverrückbar.

„Wenn du das Labor nutzt“, sagte sie leise, „dann nicht, um
zu leben – sondern um für einen anderen zu sterben.“

Wrex funkelte sie an.

„Was weißt du schon über uns?“

Asera trat näher.

„Ich weiß, was es heißt, keine Wahl zu haben. Ich weiß, was
es heißt, zu glauben, es sei Rettung.“

Dann, ruhiger:

„Aber du hast eine Wahl. Jetzt. Hier. Mit uns.“

Wrex atmete schwer.

Ein Moment.

Dann nochmal.

Er schloss langsam die Augen, ließ das Gewehr sinken.

„Verdammt“, murmelte er. „Ich hasse es, wenn du recht hast.“

Er drehte sich um. „Mach’s kaputt. Aber wenn wir je wirklich
eine Lösung finden – ich will, dass du dann an uns denkst.“

Asera nickte.

„Ich denke schon längst an euch.“


Ort: Virmire – Vorbereitungsphase

Captain Kirrahe überreichte Shepard den Einsatzplan.

Zwei Trupps:

Kirrahe und STG greifen an der Nordseite an –
Ablenkungsmanöver.

Shepard und sein Team schlagen sich durch zur
Zuchtanlage.

„Hold the line“, sagte Kirrahe leise.

Die Salarianer wiederholten es.

„Hold the line.“

__

Ende Kapitel 15 – Brüder und Entscheidungen

Sie waren bereit.

Nicht für einen Sieg ohne Opfer – sondern für eine
Entscheidung, die niemand zurücknehmen konnte.

Und Asera?

Sie hatte einen Krieger vor dem Fall bewahrt.

Nicht mit Macht.

Sondern mit Erinnerung.

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Kapitel 16 – Opfer und Vermächtnis

Ort: Virmire – Küste südlich der Zuchtanlage

Das Team hatte sich aufgeteilt.

Ashley unterstützte Captain Kirrahe und das
STG-Team beim Vorstoß auf der Nordseite.

Kaidan übernahm das Sprengkommando – das Ziel
schwer bewacht von Geth, nah am zentralen Reaktor.

Shepard, Asera, Liara, Garrus, Tali und Wrex schlugen
sich durch die Hauptverteidigung.

Sirenen heulten.

Saren wusste, dass sie da waren.


Ort: Innerer Komplex – Konfrontation mit Saren

Sie trafen auf ihn in einer dunklen, von Nebel durchzogenen
Kammer.

Saren Arterius.

Er wirkte verändert – kantiger, unnatürlicher.

„Ihr seid zu spät, Shepard“, knurrte er. „Ihr versteht es
nicht. Die Reaper kommen. Und ich rette uns – nicht ihr.“

Shepard trat vor. „Sie kontrollieren gar nichts. Sie haben
sich verkauft.“

Saren hob die Waffe.

Asera trat einen Schritt vor – bereit.

Saren zögerte.

„Du… ich kann dich nicht erfassen. Was bist du?“

Asera antwortete nur:

„Nicht deins.“

Bevor der Kampf ausbrechen konnte, meldete sich Kaidan über
Funk.

„Commander! Die Ladungen sind gelegt! Wir haben fünf
Minuten! Doch wir werden unter schwerem Beschuss gehalten – ich komme hier
nicht raus!“

Fast gleichzeitig meldete sich Ashley.

„Kirrahes Team ist durch, aber wir sind abgeschnitten!
Shepard – ich halte die Stellung! Sagen Sie mir, wo ich hin soll!“

Shepard schwieg einen Moment.


Ort: Entscheidungspunkt

Der Blick ging zu Kaidan – loyal, verantwortlich, verletzt.

Dann zu Ashley – mutig, mit STG tief im Feindgebiet.

Die Normandy war im Anflug.

Aber nur ein Evakuierungspunkt war erreichbar.

Shepard:

„Kaidan, halte durch. Wir holen dich.“


Ort: Komplex – Kaidans Position

Shepard, Garrus, Liara, Tali und Wrex kämpften sich durch
den Sturm.

Asera wandte sich um – spürte es.

Ashley war zu weit entfernt.

Aber sie lebte.

Asera sah zum Himmel. Die Normandy senkte sich Richtung
Evakuierungsplattform.

Keine Zeit.

Sie atmete einmal ein –

und sprang.

Ein einzelner, massiver Sprung.

Über die brennenden Mauern hinweg.

Über Trümmer, Rauch, Flammen.

Der Boden unter ihr zerbarst beim Absprung – Stein
splitterte. Die Luft bebte.

Asera flog.


Ort: Nordplattform – Ashley unter Beschuss

Ashley war eingekesselt – zwei STG-Soldaten am Boden, Geth
näherten sich.

Sie deckte sich hinter einem Generator, das Sturmgewehr
glühte.

„Ich weiß, was das heißt, Shepard… es war mir eine Ehre“,
murmelte sie ins Com.

Dann – ein Schatten in der Luft.

Ein Knall.

Ein Aufprall wie ein Meteorit.

Asera landete.

Die Plattform bebte. Zwei Geth wurden von der Druckwelle
fortgeschleudert.

Ashley riss die Augen auf.

„Du bist gesprungen?!

„Keine Zeit“, sagte Asera ruhig, griff sie – und schleuderte
sich erneut in die Höhe.

In diesem Moment senkte sich die Normandy.

Joker brüllte:

„Was zur Hölle?!“

Asera flog mit Ashley direkt auf die Laderampe zu.

Shepard und die anderen standen gerade an Bord –

und in einem Sturm aus Regen, Rauch und Licht landete

Asera mit Ashley direkt vor ihren Füßen.


Ort: Normandy – wenige Sekunden später

„Start sofort!“ rief Shepard.

„Ladungen gehen gleich hoch!“

Die Normandy schoss in den Himmel.

Hinter ihnen explodierte die Anlage.

Ein Feuerball verschlang alles, was noch dort war.

Später – In der Messe

Kaidan saß an der Wand, bandagiert, schweigend.

Ashley ihm gegenüber, blass – aber am Leben.

Garrus trank still. Wrex sagte kein Wort.

Tali starrte Asera an, dann zu Shepard.

„Was… war das? Diese Sprungkraft… das war kein Biotik. Keine
Technik.“

Shepard:

„Das war Asera.“

Ashley murmelte:

„Sie hat mich einfach gepackt und ist losgesprungen… wie ein
verdammter Jäger.“

Kaidan nickte langsam.

„Und du hast mich nicht zurückgelassen. Danke, Commander.“

Asera sagte nichts.

Sie saß in der Ecke.

Still.

Schweigend.

Der Blick ins All gerichtet.

__

Ende Kapitel 16 – Wenn der Himmel zerbricht

Ein Team war zurückgekehrt.

Ein Feind entkommen.

Ein Opfer vermieden.

Doch der Preis war kein Blut.

Der Preis war die Wahrheit:

Was ist Asera wirklich?

Und wie lange kann sie sich noch zurückhalten,

bevor niemand sie mehr aufhalten kann?

__

Kapitel 17 – Die Schatten der Ordnung

Ort: Citadel – Ratskammer, zwei Tage nach Virmire

Die Halle war kälter als sonst.

Nicht wegen der Temperatur – sondern wegen der Stille.

Der Rat hatte sie erwartet. Shepard, Kaidan, Ashley, Liara,
Garrus, Wrex, Tali…

Doch diesmal war Asera nicht bei ihnen.

Die Normandy war nach Virmire zur Citadel zurückgerufen
worden.

Sie wurde deaktiviert.

Asera – verhaftet.

Und Shepard wusste: Das war nicht wegen Virmire.

Nicht wegen Saren.

Sondern wegen dem Sprung.

Wegen dem Strahl.

Wegen dem, was alle gesehen – aber niemand verstanden hatte.

Botschafter Udina sprach zuerst.

Die Stimme hart, die Worte kontrolliert.

„Wir haben Ihnen alles geliefert, was Sie verlangt haben:
Beweise für Sarens Allianz mit den Reapern. Ein Zeugnis des Angriffs auf
Virmire. Daten aus Feros, Noveria, Therum. Die Wahrheit.“

Er sah hoch zu den drei Ratsmitgliedern.

Der salarianische Ratsherr sprach leise:

„Und doch… kein einziger optischer Nachweis eines Reapers.
Kein struktureller Beweis. Keine Flotte. Nur ein Name.“

Der turianische Ratsherr ergänzte:

„Und ein Spectre, der handelt, als hätte er freie Hand –
ohne Kontrolle.“

Die Asari-Rätin war zuletzt dran.

„Und eine Soldatin, die… den Gesetzen der Physik trotzt. Die
keinen vollständigen Eintrag in den militärischen Datenbanken besitzt. Und doch
an Ihrer Seite kämpft.“

Shepard antwortete, ruhig aber fest.

„Lieutenant Commander Asa Rena hat auf Eden Prime Leben
gerettet, Geth ausgeschaltet, den Thorianer eliminiert und Ashley Williams auf
Virmire das Leben gerettet. Wenn Sie sie festhalten, verlieren Sie den einzigen
Vorteil, den wir haben.“

Der Salarianer schüttelte den Kopf.

„Was wir haben, ist eine Waffe – ohne Ursprung, ohne
Protokoll.“

„Sie ist kein Experiment“, entgegnete Shepard. „Sie ist
loyal.“

Die Asari nickte kaum merklich.

„Dann wird sie das beweisen. In Gewahrsam.“


Ort: Citadel – Spezieller Hochsicherheitsbereich

Zelle 07-Delta.

Schallgedämpft. Kein Ausgang. Kein Kontakt.

Asera saß ruhig auf einer Bank, die Hände auf
den Oberschenkeln.

Keine Handschellen.

Nicht, weil sie frei war –

sondern weil es sinnlos gewesen wäre.

Zwei Spectre-Wächter standen draußen. Einer flüsterte:

„Sie hat sich nicht gewehrt. Ist einfach mitgegangen.“

Der andere:

„Vielleicht, weil sie weiß, was passiert, wenn sie es nicht
tut.“


Ort: Normandy – Andockring, später

Shepard lehnte am Geländer.

Neben ihm: Liara.

„Sie werden sie nicht verstehen“, sagte sie leise.

„Nicht so wie wir.“

„Das ist es ja“, erwiderte Shepard.

„Ich verstehe sie auch nicht.“

„Aber du vertraust ihr.“

Shepard sah hinüber zur geschlossenen Ratskammer.

„Wenn ich ihr nicht vertraue – wem dann?

__

Ende Kapitel 17 – Das Gewicht von Angst

Die Galaxie hatte einen Namen gehört:

Reaper.

Doch was sie sah, war jemand, der stärker war als sie es
verstehen konnte.

Und als Antwort?

Sie schloss sie ein.

Denn manchmal ist das, was man nicht versteht,

beängstigender als der Feind, den man sieht.

__

Kapitel 18 – Jenseits der Ordnung

Ort: Citadel – Präsidium, Aussichtslounge, spätnachts

Das Licht über den Türmen der Citadel war gedämpft, ruhig –
eine trügerische Stille.

Shepard stand am Geländer, allein.

Bis Captain Anderson sich näherte.

„Die Ratskammer bleibt stumm. Sie blockieren alles – und mit
Asa Rena in Gewahrsam haben sie ihren Vorwand.“

Shepard verschränkte die Arme.

„Wir haben alles getan, was sie wollten. Und jetzt halten
sie uns auf, weil sie Angst haben.“

Anderson nickte.

„Dann wird es Zeit, dass wir aufhören zu fragen – und
anfangen zu handeln.“

Ein Blick. Keine Worte mehr nötig.


Ort: C-Sicherheit – Datenzentrum

Captain Anderson bewegte sich wie ein Geist durch das
unterirdische Sicherheitsnetzwerk.

Eine alte STG-Karte, ein gestohlener Zugangscode, ein kurzer
Stromausfall.

Inmitten der rot blinkenden Serverleuchten stand das Herz
der Citadel-Kommandokette.

Anderson hackte sich durch drei Zugriffsebenen – dann:

„SSV Normandy: Status – gesperrt“

„Nicht mehr.“

Reaktivierung eingeleitet.


Ort: Citadel – Zelle 07-Delta

Im Inneren saß Asera noch immer regungslos.

Die Sensorlichter der Zelle zuckten.

Dann: absolute Dunkelheit.

Ein Knall.

Metall spannte sich. Beton splitterte.

Dann – Stille.


Ort: Präsidium – Andockring der Normandy, Minuten später

Shepard und das Team bewegten sich schnell durch
Wartungsschächte.

Ashley vorn, Kaidan und Garrus im Rücken. Liara deckte sie
mit Biotik, Tali öffnete Systeme,

Wrex trat Türen ein.

Ein Alarm heulte auf.

Unbekannte Sicherheitsprotokolle griffen – nicht
standardisiert.

„Sie wissen, dass wir kommen“, rief Tali.

„Beeilung“, knurrte Wrex.

Der letzte Korridor öffnete sich.

Die Normandy.

Und am Ende der Rampe –

stand Asera.

Ihre Uniform war leicht zerrissen.

Ihre Hände staubig.

Ihr Blick ruhig.

„Die Citadel hat jetzt eine Wand weniger“, sagte sie nur.

Ashley starrte sie an.

„Wie bist du…“

Asera hob eine Braue.

„Ich wollte nicht warten.“

Wrex lachte trocken.

„Göttin, ich liebe diese Frau.“


Ort: Normandy – Brücke

Joker sprang in den Pilotensitz.

„Commander – Systeme sind online, Antrieb steht. Wir können
los!“

Shepard trat vor.

„Dann los. Ziel: Massenportal. Wir fliegen nach Ilos.“

Joker grinste.

„Ich wusste, dass wir das nicht durch die Vordertür machen
würden.“

__

Ende Kapitel 18 – Keine Erlaubnis mehr

Die Normandy glitt lautlos davon.

Hinter ihr:

eine verriegelte Station.

ein stummer Rat.

eine neue Spur.

Und auf dem Schiff:

die Crew, die bereit war, alles zu riskieren.

__

Kapitel 19 – Das Erwachen der Vergessenen

Ort: Ilos – Orbit, unbekannte Position im Terminus-Raum

Die Normandy schwebte über einem Planeten, der fast
vollständig vom Radar verborgen war.

Ilos.

Ein uralter, längst vergessener Ort – in Wahrheit ein Grab
für ein ganzes Volk.

Joker meldete:

„Atmosphäre stabil. Vegetation und Struktur laut Scans
extrem alt. Zivilisationsreste vorhanden – vollständig überwuchert.“

Shepard nickte.

„Bereit machen zum Abstieg. Wir fahren mit dem Mako. Das
Röhre ist unser Ziel.“


Ort: Ilos – Oberfläche, Eingangszone

Der Mako rollte über wurzelbedeckten Stein, durch dichte
Nebel und Ranken, die sich wie lebendige Finger über alte Metallplatten zogen.

Ruinen ragten aus dem Boden wie zerbrochene Rippen.

Liara war sichtlich bewegt.

„Das sind… Proteaner-Bauten. Echt. Unberührt.“

Wrex knurrte.

„Hoffentlich stürzt uns nicht das ganze Ding ein.“

Tali tippte auf ihr Universalwerkzeug.

„Ich registriere aktive Energie. Tief unter der Oberfläche.
Wie ein Reaktor – oder ein

Schildgenerator.“


Ort: Ilos – Innerer Komplex, Proteaner-Konsole

Sie erreichten einen uralten Verbindungsknoten.

Stille. Kein Geth, kein Kampf. Nur das Ticken der Zeit.

Dann – ein Flimmern.

Ein Hologramm erwachte.

Vigil.

Die letzte intakte KI der Proteaner.

„Willkommen. Ihr seid spät.“

Shepard trat näher.

„Du bist… Proteaner-Technologie?“

Vigil nickte.

„Ich bin ein Überrest. Eine Stimme. Ich bewahre Wissen, das
längst verloren ist.“

Die Crew lauschte, während Vigil erklärte:

– Die Reaper haben in Zyklen ausgelöscht.

– Die Proteaner starben, weil sie den Zyklus nicht kannten.

– Nur wenige überlebten – und programmierten die Röhre.

Liara flüsterte:

„Die Röhre… ist ein Massenportal.“

Vigil:

„Korrekt. Es führt in die Citadel – direkt in ihren Kern.
Und Saren wird es nutzen, um Sovereign Zutritt zu gewähren.“

Shepard: „Dann bleiben uns nur Minuten.“


Ort: Ilos – Röhren-Sektor

Die Crew raste mit dem Mako durch den Tunnel.

Asera stand hinten im Mako, die Hände an den Griffen, den
Blick voraus.

Sie sagte nichts.

Sie spürte es.

Etwas näherte sich.

Etwas war wach.

Dann: Die Röhre.

Ein gewaltiger, kreisförmiger Mechanismus. Energie blitzte.

„Joker – wir sind da!“, rief Shepard ins Com.

„Springt!“, rief Joker.

Der Mako beschleunigte.

Energie explodierte um ihn herum.

Ein einzelner Lichtblitz – dann: Stille.


Ort: Citadel – Innerer Ring, sekundäre Wartungsebene

Der Mako materialisierte sich aus dem Nichts.

Hart. Knirschend. Rauchend.

Doch sie waren da.

Mitten auf der Citadel.

Mitten im Zentrum der galaktischen Ordnung.

Und alles stand vor dem Fall.

__

Ende Kapitel 19 – Kein Zurück mehr

Ilos hatte gesprochen.

Vigil hatte gewarnt.

Jetzt war es kein Wettlauf mehr.

Es war ein letzter Versuch, das zu retten, was blieb.

Und Asera?

Sie stieg als Letzte aus dem Mako.

Ihre Augen waren weit offen.

Nicht vor Angst.

Sondern, weil sie wusste:

Der Feind war schon da. Und er wartete nicht.

__

Kapitel 20 – Herz der Dunkelheit

Ort: Citadel – Wartungsebenen, direkt nach dem
Röhren-Sprung

Der Mako kam hart auf, hydraulische Bremsen zischten.

Die Plattform unter ihren Füßen war feucht vom Kühlnebel –
der Himmel über ihnen

pechschwarz, durchzogen von flackerndem Licht.

Shepard sprang zuerst vom Fahrzeug, sein Blick sofort
prüfend.

Hinter ihm landeten Kaidan, Ashley, Garrus, Tali, Wrex,
Liara – und zuletzt Asera, deren Augen in die Schatten über ihnen
wanderten.

Sie sagte nur:

„Er ist hier.“

Niemand fragte „wer“.

Alle wussten es.


Ort: Citadel – Aufstieg zum Ratssektor

Der Weg führte durch Notzugänge, Notlicht, Rauch.

Automatisierte Systeme versagten – die Geth hatten die
Hauptleitungen zerschlagen.

Tali rief:

„Zugang zur Primärplattform blockiert! Wir müssen über das
Kontrollgitter!“

Garrus: „Wir haben keine Zeit für Umwege!“

Wrex: „Dann schaffen wir uns einen Weg.“

Asera trat vor.

Ohne zu zögern riss sie eine verbeulte Tür aus der
Wandverankerung und warf sie wie eine Blechdose zur Seite.

Der Gang dahinter war schwarz – aber offen.

„Keine Umwege. Nur nach vorne.“


Ort: Citadel – Aufstieg durch das Kontrollgitter

Geth griffen an.

Schwärme, koordiniert.

Scharfschützen, Drohnen, gepanzerte Einheiten.

Shepard leitete das Team durch jeden Abschnitt, gab klare
Befehle.

Asera war stets vorn – wie eine lebendige Ramme.

Sie zertrümmerte Deckung, zerschlug Geth in Nahkampfwellen,
zerstörte ihre Angriffsformation, bevor sie sich überhaupt formieren konnten.

Doch die Angriffe wurden dichter.


Ort: Sektion Theta – Vor dem Ratssektor

Ein riesiger Hangar öffnete sich.

Licht flackerte, Energie entlud sich.

Saren war nicht mehr da – doch seine Einheiten
versuchten, alles zu versiegeln.

Shepard sah die Lage – und erkannte den Punkt, an dem sie
zurückbleiben mussten.

Er wandte sich an Asera.

„Wir müssen weiter – der Rat ist oben auf der Destiny
Ascension. Ich brauche jemanden, der den Korridor sichert.“

Asera nickte.

Keine Widerrede.

„Ich halte die Linie.“

Liara sah sie an – fast so, als wollte sie widersprechen.

Doch Asera drehte sich bereits um – ihr Rücken dem Team
zugewandt.

Garrus: „Viel Glück.“

Wrex: „Lass dir nicht den Rücken zerschießen.“

Dann ging das Team weiter – und Asera blieb.


Ort: Sektion Theta – Verteidigungslinie

Sie stand allein.

Und die Geth kamen.

Dutzende.

Dann Hunderte.

Ein Schildgenerator kollabierte.

Eine Flanke brach.

Doch Asera bewegte sich wie eine Kraft, nicht wie eine
Person.

Sie zerschlug, warf, vernichtete.

Kein Schritt war unnötig.

Keine Angst – nur Entschlossenheit.


Ort: Orbit – Destiny Ascension

Oben im All tobte die Schlacht.

Die Destiny Ascension mit dem Rat an Bord rief
verzweifelt um Hilfe.

„Dies ist die Destiny Ascension! Wir haben den Rat an
Bord! Wir brauchen sofortige

Evakuierung – oder wir sind verloren!“

Udina erschien auf Shepards Com.

„Commander – ignorieren Sie das. Konzentrieren Sie sich auf
das Ziel!“

Shepard sah zur Holo-Tafel.

Dann gab er den Befehl:

„Joker – bringen Sie die Normandy in Position. Schützen
Sie die Ascension.“


Ort: Raum über der Citadel

Die Normandy drehte scharf ab, jagte durch feindliche
Linien, stellte sich zwischen Geth Kreuzer und die Ascension.

Ein halbes Dutzend Allianz-Schiffe ging verloren – aber die Ascension
überlebte.

Der Rat – gerettet.

__

Ende Kapitel 20 – Die Entscheidung

Unten verteidigte Asera den Korridor.

Oben rettete Shepard die Führung der Galaxis.

Und mittendrin?

Eine Welt, die brannte.

Das Ende kam näher.

Aber es war nicht heute.

__

Kapitel 21 – Letzter Widerstand

Ort: Citadel – Aufstieg zur Ratskammer, Minuten nach der
Trennung

Shepard und sein gesamtes Einsatzteam kämpften sich durch
die letzten Verteidigungslinien.

Garrus, Tali, Ashley, Wrex, Liara und Kaidan –
jeder einzelne war an seiner Seite.

Keiner blieb zurück.

Das Ziel war klar:

Saren.


Ort: Herz der Ratskammer

Die große Kammer war teilweise eingestürzt, Energie
flackerte durch die Risse im Boden.

Zentriert auf der Plattform: Saren.

Oder das, was aus ihm geworden war.

Mechanisch verstärkt. Verzerrt.

Eine Mischung aus Willen und Werkzeug.

„Ihr seid gekommen“, sprach er.

„Zu spät. Es ist bereits geschehen.“

Shepard trat vor, das Gewehr erhoben.

„Nein. Noch können wir es stoppen. Noch haben wir eine
Wahl.“

Saren hob den Arm – Energie zündete.

Der Kampf begann.


Ort: Ratskammer – Gefecht

Kugeln, Plasma, Biotik – der Raum bebte.

Liara schleuderte Singularitäten gegen Saren,
während Tali seine Drohnen hackte.

Wrex stürmte mit brutaler Gewalt voran, Ashley
deckte ihn mit Präzisionsfeuer.

Kaidan war die taktische Unterstützung, seine
Barrieren retteten Leben.

Garrus zerschoss die feindliche Deckung mit
chirurgischer Präzision.

Und Shepard – führte.

Unbeirrbar.

Entschlossen.

Saren fiel.

Körper gebrochen.

Aber nicht besiegt.

Denn Sovereign hatte ihn nicht verlassen.


Ort: Orbit – Schlacht über der Citadel

Die Normandy kämpfte an vorderster Front.

Joker führte das Schiff durch das Chaos, wich
Geth-Kreuzern aus, lenkte durch Explosionen.

„Zielerfassung auf Sovereign!“ rief er.

„Konzentrieren das gesamte Feuer – jetzt!“

Ein Blitz.

Ein Dutzend Torpedos.

Dann – eine Lücke im Schild.

Die Normandy stürzte sich hinein.

Ein direkter Treffer auf den Kontrollkern.

Sovereign zuckte –

und brach auseinander.

Die Reaper-Invasion wurde gestoppt.

Das Tor blieb geschlossen.


Ort: Ratskammer – Nach dem Fall

Saren lag am Boden.

Stumm.

Für immer.

Liara kniete neben Shepard.

„Ist es… vorbei?“

Shepard sah nach oben – Rauch, Trümmer, Licht.

Dann: Funkkontakt.

Joker:

„Die Sovereign ist zerstört. Der Himmel ist wieder unser,
Commander.“


Ort: Citadel – Hauptlobby, Stunden später

Die Ratsmitglieder lebten – wegen Shepards Entscheidung.

Das Team – Shepard, Garrus, Tali, Wrex, Ashley, Kaidan,
Liara – stand abseits.

Dann betrat Asera die Halle.

Sie war bedeckt von Ruß, ihre Rüstung beschädigt – aber sie
stand aufrecht.

Niemand fragte, wie viele Geth sie erledigt hatte.

Sie trat zu Shepard.

„Ist es vorbei?“

Shepard nickte.

„Für jetzt.“

Asera:

„Dann war es das wert.“

__

Ende Kapitel 21 – Überreste der Ordnung

Die Reaper waren nicht besiegt.

Aber der erste Schlag war abgewehrt.

Und die, die ihn geführt hatten, waren bereit für den
nächsten.

Denn der Krieg hatte erst begonnen.

__

Kapitel 22 – Lautloser Abschied

Ort: Citadel – Präsidiumsflügel, wenige Tage nach
Sovereigns Fall

Der Wiederaufbau hatte begonnen.

Die Flotten zogen sich zurück, Notfallteams wurden
koordiniert, Berichte verfasst.

Doch zwischen den offiziellen Protokollen und den stillen
Gesprächen wurde eine Entscheidung getroffen:

Der Rat stellte die Untersuchung gegen Lieutenant
Commander Asa Rena offiziell ein.

Keine weiteren Befragungen.

Keine Gewahrsam.

Begründung:

„Unbekannte Einordnung – aber loyal. Effektiv.
Vertrauenswürdig.“

Shepard hielt das offizielle Pad in der Hand,
trat aus dem Ratssaal – ein seltenes Lächeln auf den Lippen.

Er sprach in das Com.

„Joker, sagen Sie Rena, sie soll sich auf der Normandy
bereithalten. Ich hab gute Nachrichten für sie.“

Joker meldete sich – zögernd.

„Commander… äh… das wird schwierig.“

Shepard blieb stehen.

„Was?“

„Ich hab gerade nochmal alle Zugänge überprüft. Rena ist nicht
an Bord. Keine Spur. Kein Transfer. Kein Ausgang über das Hauptdock.“


Ort: Normandy – Kommandoraum

Alle waren versammelt.

Kaidan, Garrus, Tali, Ashley, Wrex, Liara – selbst Joker
hatte sich aus dem Cockpit

dazugeschaltet.

„Sie kann doch nicht einfach verschwinden“, murmelte Ashley.

Tali: „Die internen Sensoren haben keine Bewegung
registriert. Sie war… plötzlich einfach nicht mehr da.“

Wrex: „Glaube nicht, dass sie gegangen ist. Sie
war einfach… fertig.“

Liara sagte leise: „Oder sie wusste, dass es Zeit war.“

Dann – ein leises Summen.

Die Universalwerkzeuge aller Anwesenden blinkten
auf.

Ein einmaliger Zugriff.

Kein Sender, keine Quelle.

Ein kurzer Text.

Nichts weiter.


Nachricht auf allen Displays:

Ich komme zurück, sobald ihr mich braucht.

– Rena


Ort: Normandy – Brücke, einige Stunden später

Shepard stand allein.

Blick aus dem Fenster.

Joker trat näher, flüsterte:

„Irgendeine Ahnung, wo sie hin ist?“

Shepard antwortete nicht sofort.

Dann:

„Nein. Aber ich glaube… sie kommt zurück.“

Ein letzter Blick hinaus in die Sterne.

Vielleicht war sie nie für lange gedacht.

Vielleicht war sie nur da, solange die Welt sie brauchte.