#03 Aseras Verbindung Teil 1
Kapitel 59: Der Ruf des Universums
Der Morgen dämmerte in kühlem Licht.
Kein Wind.
Kein Vogelruf.
Nur das leise Summen eines unfassbaren Energiefeldes,
dass den Kubus durchdrang.
Er stand mitten auf dem Trainingsplateau –
massiv, glänzend, schwebend.
Vados wartete bereits davor,
neben ihr stand Champa,
die Arme verschränkt,
das Gesicht mürrisch wie immer.
Nach und nach trafen sie ein.
Zehn Kämpfer.
Zehn Namen.
Zehn Schicksale.
Botamo – mit verschlafenem Blick,
Magetta – still, dampfend, mit schweren
Schritten,
Frost – mit seinem allzu selbstsicheren Lächeln,
Pilina und Saonel – schweigend,
kampfbereit,
Cabba – aufrecht, fokussiert,
Caulifla – ungeduldig, energiegeladen,
Kale – ruhig, gesammelt,
Hit – wie ein Schatten,
und zuletzt:
Asera.
Sie trat ohne Worte zur Gruppe.
Die Augen ruhig,
die Haltung fest.
Kein Zögern.
Nicht mehr.
Zwei neue Gestalten traten neben Vados.
Vados erhob kurz ihren Stab.
Ihre Stimme war klar, höflich, formal.
„Bevor wir aufbrechen, erlaubt mir,
euch zwei Persönlichkeiten unseres Universums vorzustellen.“
Sie trat leicht zur Seite.
„Dies ist der Kaioshin Fuwa –
Gott der Schöpfung unseres sechsten Universums.“
Ein kleines, rundliches Wesen trat hervor,
mit hoher Stirn, weißem Haar und einem etwas übertriebenen
Lächeln.
„Willkommen, meine jungen Krieger!“ sagte Fuwa.
Seine Stimme überschlug sich fast.
„Ich freue mich, euch vertreten zu dürfen – hohoho!
Mögen eure Schläge präzise und eure Herzen rein sein!“
Die Gruppe schwieg.
Vados fuhr unbeirrt fort.
„Und dies ist sein persönlicher Begleiter und Diener.“
Der zweite trat hervor –
ein dünnes, blasses Wesen mit einem stoischen
Gesichtsausdruck.
Keine Worte.
Nur ein kurzes, steifes Nicken.
Asera betrachtete beide.
Sie sagte nichts.
Aber sie beobachtete.
Die anderen rückten langsam näher zum Kubus.
Die letzten Blicke über das Plateau –
die Bäume, das Gras, die Felsen,
die ihr Zuhause geworden waren.
Dann hob Vados den Stab.
„Es ist so weit.“
Der Kubus begann zu leuchten.
Ein Feld aus Energie umhüllte die Kämpfer.
Der Weg zum Turnier der Kraft hatte begonnen.
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Kapitel 60: Zwischen den Welten
Der Kubus glitt lautlos durch den Raum zwischen
den Universen.
Keine Farben. Keine Sterne.
Nur waberndes Licht,
zwischen Realität und Nichtsein.
Drinnen war es still.
Die Kämpfer des sechsten Universums standen verteilt,
einige konzentriert,
andere gelöst –
und manche einfach… aufgeregt.
Caulifla trat zu Asera,
die wie immer etwas abseits stand.
„Hey. Hör mal…“
Sie verschränkte die Arme,
aber ihr Ton war ernst.
„Ich weiß, du bist irre stark.
Aber versuch dich beim Turnier nicht gleich voll
reinzulegen, ja?
Ein bisschen zurückhalten, damit wir auch mitspielen
können.“
Asera sah sie an.
Nicht abweisend.
Nur nüchtern.
„Es geht um alles“, sagte sie leise.
„Schon klar“, grinste Caulifla.
„Aber trotzdem… ich will Spaß dabei haben.
Und du machst’s sonst zu schnell kaputt.“
Asera sagte nichts mehr dazu.
Aber sie schwieg anders als früher.
Nicht kalt.
Nur… nachdenklich.
Etwas weiter hinten standen Pilina und Saonel,
leise im Gespräch.
Cabba trat zu ihnen,
dicht gefolgt von Kale,
und auch Asera näherte sich nun.
„Ihr haltet euch auch zurück?“ fragte Cabba.
Pilina nickte.
„Am Anfang, ja.
Unsere Körper… sie brauchen ein wenig Zeit,
um sich an die Verschmelzung zu gewöhnen.“
Asera wandte sich zu ihm.
„Verschmelzung?“
Saonel trat einen Schritt vor.
Sein Ton war ruhig, sachlich.
„Wir haben uns mit mehreren Kriegern aus unserem Volk
verbunden –
Namekianische Verschmelzung.
Nicht wie bei Fusions-Ohrringen oder Tanztechniken.
Dauerhaft.
Unumkehrbar.“
„Wir tragen das Wissen, die Kraft,
und die Verantwortung vieler Leben“, ergänzte Pilina.
Asera musterte beide.
Etwas in ihrem Blick wurde schwerer.
Nicht bewertend.
Aber… respektvoll.
„Ihr kämpft nicht allein.“
„Genau das“, sagte Saonel.
„Und wir wissen, was es bedeutet, das Gewicht anderer in
sich zu tragen.“
Asera schwieg.
Dann nickte sie –
und für einen Moment war da etwas Gemeinsames.
Etwas, das über Worte hinausging.
Der Kubus vibrierte.
Ein leichtes Grollen durchzog die Struktur.
Vados hob den Kopf.
„Wir erreichen gleich die Arena.“
Die Gespräche versiegten.
Blicke wurden ernster.
Haltungen gerader.
Ein letzter Moment der Stille,
bevor das Urteil der Universen begann.
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Kapitel 61: Das Feld der Entscheidung
Mit einem tiefen Grollen
glitt der Kubus aus dem Zwischenraum
und trat in die Leere Welt ein.
Plötzlich war alles da:
Licht.
Lautlosigkeit.
Unendlichkeit.
Inmitten dieser Weite:
die Arena.
Ein gewaltiger Ring aus Stein,
größer als jede Stadt,
schwebend im Nichts.
Im Zentrum:
ein gigantischer Turm,
der in gleichmäßige Segmente unterteilt war.
Schwarz, silbern leuchtend,
mit goldenen Linien, die pulsierend aufleuchteten.
„Der Turm dient als Zeitmesser“, erklärte Vados
ruhig.
„Mit jedem Segment, das zerfällt,
vergeht ein Stück der Kampfdauer.
Am Ende bleibt…
nur eines.“
Rund um die Arena erhob sich eine riesige, kreisförmige Tribüne
–
in Schwebe, makellos.
Dort saßen sie bereits:
Die Engel.
Die Götter der Zerstörung.
Die Kaioshin.
Acht Paare, acht Universen.
Manche beobachteten stumm.
Andere diskutierten leise.
Doch als Champa mit seinem Team eintraf,
wandten sich viele Blicke auf sie.
Darunter –
in der Arena –
verteilten sich die Kämpfer der acht Universen,
jeweils zehn.
Zehn Körper, zehn Kräfte,
zehn letzte Chancen.
Universum 6 stand direkt neben seinem
Spiegelbild –
Universum 7.
Asera trat an den Rand der ihr zugewiesenen
Plattform,
und dort…
sah sie ihn.
Freezer.
Sein Körper war schmal,
weiß mit violetten Platten.
Die Augen halb geschlossen,
ein kaum verhohlenes Grinsen auf den Lippen,
und einem Heiligenschein auf seinem dem Kopf
Vados hatte sie schon gewarnt das Freezer für einen
Tag aus dem Jenseits zurückkommen durfte
um für das Universum zu kämpfen.
Aseras Aura flackerte.
Nicht laut.
Nicht zerstörerisch.
Aber kurz –
ein Puls aus rotem Licht,
roh, messerscharf.
Einige der Kämpfer von Universum 7
wandten sofort die Köpfe.
Son Goku. Vegeta. 17. Gohan. Piccolo.
Sie sahen sie an –
nicht feindlich.
Aber aufmerksam.
Asera atmete einmal tief durch,
als wollte sie etwas in sich zurückdrängen,
was zu lange geschwiegen hatte.
Dann spürte sie es –
eine Hand in ihrer.
Kale war neben sie getreten.
Sie hatte nicht gezögert.
Nicht gefragt.
„Ich weiß…“, sagte Kale leise.
„…du wirst uns beschützen.“
Asera sah nicht zu ihr.
Aber sie drückte ihre Hand leicht.
Als Versprechen.
Und als Antwort.
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Kapitel 62: Die Stimme der Ordnung
Über der zentralen Tribüne,
hoch erhoben und vom Licht selbst umhüllt,
befand sich ein weiterer, kleinerer Ring.
Schwebend.
Unantastbar.
Dort thronte das,
was selbst die Götter fürchteten.
Zwei kleine Wesen,
fast kindlich in Gestalt,
aber in ihrer Präsenz unermesslich.
Die zwei Zeno –
Herrscher über alle Universen.
Zwillingsgleich.
Spiegelnde Macht in zwei Körpern.
Neben ihnen –
aufrecht, regungslos –
standen zwei große, gepanzerte Leibwächter,
deren Augen jeden Atemzug in der Arena erfassten.
Ein einziger Blick von ihnen
würde genügen, um ein Universum zum Schweigen zu bringen.
Vor die Menge trat nun ein Engel.
Sein Gang war lautlos,
sein Lächeln makellos,
seine Aura vollkommen.
Er war kein gewöhnlicher Begleiter eines Gottes.
Er war mehr.
Der Daishinkan.
Der Vater aller Engel.
Der Architekt der Ordnung.
Er trat in die Mitte des schwebenden Turms
und seine Stimme war klar –
nicht laut,
aber allgegenwärtig.
„Krieger der acht Universen“, begann er,
„eure Zeit hat begonnen.“
Niemand sprach.
Niemand rührte sich.
„Das Turnier der Kraft folgt einfachen Regeln.
Und dennoch entscheidet jede über Leben und Tod… eurer
Welten.“
Ein leises Raunen durchfuhr manche Reihen.
Aber niemand widersprach.
„Erstens: Töten ist strengstens untersagt.
Wer tötet, wird unverzüglich disqualifiziert.“
Ein Blick ging durch mehrere Teams.
Asera schloss für einen Moment die Augen.
„Zweitens: Fliegen ist untersagt,
es sei denn, es ist ein natürlicher Teil eures Körpers oder
eurer Spezies.“
Manche schnaubten,
andere verzogen keine Miene.
„Drittens: Wer aus der Arena fällt oder geschleudert wird,
gilt als besiegt und scheidet aus.“
Ein leises Summen ging durch den zentralen Turm –
ein Impuls, der den Kampfbereich aktivierte.
„Der Turm in der Mitte wird euch die Zeit anzeigen.
Wenn er fällt –
endet alles.
Sollten bis dahin mehrere Universen übrigbleiben,
gewinnt das Universum mit den meisten verbliebenen Kämpfern“
Daishinkan neigte leicht den Kopf.
„Ihr kämpft für euer Überleben.
Aber auch für das Recht, eure Wünsche zu erfüllen.
Denn der Sieger wird vom Zeno einen Wunsch erhalten,
egal welcher Art.“
Asera hörte genau hin.
Der Satz schien schwerer als der Rest.
Fast wie ein ferner Gedanke,
der plötzlich zu nahe kam.
Dann hob der Daishinkan die Hand.
Ein leiser Strahl stieg empor –
und der Turm begann zu leuchten.
Der Beginn war nah.
Und niemand konnte mehr zurück.
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Kapitel 63: Wenn der Gong fällt
Ein Laut zerriss die Leere.
Kein Klang,
sondern ein Gong aus purer Energie,
der durch Raum und Zeit schnitt.
Das Turnier hatte begonnen.
In einem einzigen Moment
brach Chaos aus.
Kämpfer aus fast allen Universen stürmten vor.
Wie entfesselte Ströme
prallten sie in die Mitte der Arena.
Schreie, Blitze, Druckwellen.
Einige hielten sich in Gruppen –
koordiniert, fokussiert.
Andere rasten allein in den Kampf,
hungrig nach Beweisen ihrer Stärke.
Die Kämpfer aus Universum 11
fielen sofort auf.
Diszipliniert.
Gleichmäßig in Bewegung.
Sie trugen alle eine Art einheitlicher Militäruniform,
in schwarz und rot.
Sieben von ihnen formierten sich sofort zu einer
strategischen Formation –
geplant, erprobt.
Zwei weitere entfernten sich,
zielten auf einzelne Gegnergruppen.
Und einer…
ein fast zwei Meter großes Wesen,
kahl, regungslos,
stand allein am Rand der Arena.
Die Augen geschlossen.
Kein Wort.
Kein Schritt.
Nur Stille.
Universum 7 hatte sich nicht in den Kampf
gestürzt.
Sieben ihrer Kämpfer
bildeten eine geschlossene Verteidigungsformation
in der Mitte des Rings.
Dicht, synchron.
Nicht aus Vorsicht –
sondern aus Erfahrung.
Etwas abseits von ihnen stand eine einzelne Gestalt.
Schmal.
Weiß mit violetten Platten.
Die Augen halb geschlossen.
Das Grinsen gleichgültig.
Freezer.
Er hatte sich noch nicht bewegt.
Doch es war klar –
er beobachtete.
Zwei schwarzhaarige Krieger
schossen plötzlich aus dieser Gruppe hervor.
Mit hoher Geschwindigkeit,
koordiniert, aber ohne zurückzublicken.
Asera’s Augen verengten sich.
Die Aura. Die Bewegung. Der Blick.
Zweifellos.
Das mussten sie sein.
Die beiden Saiyajin aus Universum 7.
Universum 6 stürmte los.
Caulifla vorn.
Cabba direkt an ihrer Seite.
Kale wie ein Schatten bei ihnen.
Hit bewegte sich mit der Ruhe eines Jägers,
Frost schien bereits einen Plan zu verfolgen,
die anderen verteilten sich.
Nur eine blieb zurück.
Asera.
Sie stand still,
am äußersten Rand ihrer Sektion.
Die Arme verschränkt.
Der Blick hart.
Nicht aus Arroganz.
Sondern aus Urteil.
Sie beobachtete.
Noch war es nicht Zeit,
sich zu zeigen.
Denn wer zuerst alles gibt –
hat nichts mehr,
wenn es zählt.
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Kapitel 64: Jagdinstinkt
Die Arena bebte.
Staub wirbelte auf,
Ki-Auren flackerten in grellen Farben,
der Lärm war unbeschreiblich.
Doch inmitten des Chaos
bildeten sich erste klare Linien.
Universum 9
hatte sein Ziel schnell gefunden.
Eine Gruppe von tierähnlichen Kämpfern –
gehüllt in Felle, mit scharfen Klauen und beweglichen
Schnauzen –
bewegte sich gezielt auf Universum 7 zu.
Kein Zufall.
Eine Jagd.
Drei wolfartige Kreaturen
brachen aus der Formation hervor.
Zähnefletschend,
die Bewegungen wild und instinktiv –
aber nicht unkoordiniert.
Sie stürzten sich auf die beiden schwarzhaarigen Krieger,
die sich zuvor aus der Formation gelöst hatten.
Doch was wie ein Überraschungsangriff begann,
verwandelte sich schnell in ein Fehler.
Die beiden Saiyajin
bewegten sich wie Spiegelbilder –
schnell, präzise, ohne ein Wort.
Ein Schlag.
Ein Tritt.
Ein Aufprall.
Zwei Kämpfer von Universum 9
wurden über den Rand der Arena geschleudert –
noch bevor sie realisieren konnten,
was sie getroffen hatte.
Ein lautes Zing!
markierte ihren Ausscheidungston.
Nahe dem Mittelpunkt des Rings
bewegte sich ein Kämpfer aus Universum 3.
Ein Maschinenwesen –
massiv, metallisch,
ausgestattet mit rotierenden Gliedmaßen
und langen, beweglichen Kettenarmen,
die an seinem Oberkörper verankert waren.
Er begann sich mit wachsender Geschwindigkeit
im Kreis zu drehen,
ein kreischendes, metallisches Surren erfüllte die Luft.
Seine Ketten peitschten umher,
zerschlugen Bodenplatten,
und rissen mehrere unaufmerksame Kämpfer von den Füßen.
Ein Kämpfer aus Universum 10
wurde getroffen,
verlor das Gleichgewicht
und wurde über den Rand geschleudert.
Ein weiterer Ausruf ertönte.
Asera stand noch immer am Rand.
Doch ihre Augen folgten allem.
Der Rhythmus.
Die Kräfteverhältnisse.
Die Panik.
Die Kontrolle.
Sie sah die beiden Saiyajin.
Stark. Zielstrebig.
Kalt.
Sie sah den Maschinenkrieger.
Gefährlich – aber berechenbar.
Und sie wusste:
Noch war das nur das Vorspiel.
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Kapitel 65: Kein Zorn, nur Pflicht
Die Arena tobte.
Explosionen, Lichtbögen, Ki-Salven.
Und mittendrin:
Cabba –
in Bewegung, fokussiert,
doch nicht brutal.
Asera hatte ihn im Blick.
Er kämpfte gegen einen der beiden schwarzhaarigen Krieger
aus Universum 7.
Ein klarer Saiyajin.
Die Bewegungen sprachen Bände.
Doch was Asera auffiel:
Cabba schlug nicht, um zu verletzen.
Er testete. Lernte.
Sein Gegner war überlegen –
aber hielt sich ebenso zurück.
Ein freundschaftlicher Schlagabtausch,
mitten im Schlachtfeld.
Und Cabba…
lächelte.
Nicht vor Übermut,
sondern aus Freude.
Ehrlich. Offen.
Er hatte Spaß.
Asera beobachtete ihn lange.
Still.
Aber etwas in ihr
wurde dadurch weicher.
Nicht weit entfernt
tobte noch immer das kreisende Chaos des Maschinenkämpfers
aus Universum 3.
Seine Kettenarme wirbelten durch die Luft,
schnell, präzise, unermüdlich.
Mehrere Kämpfer hatten sich zurückgezogen,
andere gingen ihm gezielt aus dem Weg.
Doch dann –
sein Bewegungssensor fand etwas.
Etwas Stillstehendes.
Unbeeindruckt.
Asera.
Er beschleunigte.
Die Ketten rissen mit metallischem Jaulen durch die Luft.
Er peitschte direkt auf sie zu.
Asera rührte sich nicht.
Erst im letzten Moment
hob sie langsam den rechten Arm.
Ihre Aura flackerte.
Ein einziger, markanter Puls –
rot-violett, wuchtig, konzentriert.
Die erste Kette traf.
Hart.
Doch der Aufschlag verpuffte,
als würde sie einen Sturm mit bloßer Präsenz aufhalten.
Dann kam die zweite –
aus der Drehung heraus,
mit weit mehr Kraft.
Sie traf sie an der Seite,
ihr gegenüberliegendes Bein
senkte sich,
und grub sich tief in die Arena.
Kein Laut.
Kein Zucken.
Nur ein Griff.
Asera packte eine der Ketten.
Der Roboter zuckte.
Doch bevor er reagieren konnte,
steigerte sich ihre Aura erneut.
Wie eine Welle rollte sie aus.
Die Energie krümmte die Luft um sie.
Mit einem kräftigen Schwung
schleuderte sie den Metallkörper
aus seiner eigenen Rotation heraus –
direkt über den Rand der Arena.
Ein lauter Signalton.
Ein weiterer Kämpfer ausgeschieden.
Der Staub legte sich.
Asera stand wieder ruhig da.
Ihre Aura ebbte ab.
Dann – fast unhörbar –
sagte sie:
„Es tut mir leid,
dass ich das tun musste.“
Und wieder schwieg sie.
Kein Stolz.
Keine Wut.
Nur Pflicht.
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Kapitel 66: Der nächste Schritt
Noch hallte das Echo von Metall
und zerschlagener Mechanik in der Arena,
als die Aufmerksamkeit langsam weiterzog.
Nicht zu Asera –
sie war bereits wieder still,
am Rand,
die Augen wach.
Nein.
Etwas anderes bewegte sich.
Einer der beiden schwarzhaarigen Saiyajin
aus Universum 7
hatte sich erneut in Bewegung gesetzt.
Er trat nach vorn,
als der dritte Wolfskrieger aus Universum 9
seine Krallen fletschte
und blindlings angriff.
In einem Augenblick
wurde aus Schwarz –
Blau.
Sein Haar funkelte wie Kristall.
Seine Aura war rein,
wuchtig,
und unmissverständlich:
Super-Saiyajin Blue.
Ein präziser Schlag,
ein gezielter Tritt –
und der Wolfskämpfer
flog aus der Arena,
ohne je wirklich zu verstehen,
gegen wen er gekämpft hatte.
Der blaue Krieger
löste seine Verwandlung sofort.
Die Energie verschwand,
aber nicht sein Fokus.
Er landete direkt bei Caulifla und Kale,
die beide innegehalten hatten.
Caulifla starrte ihn an.
Kein Schock.
Kein Neid.
Nur… Faszination.
„Was war das?
Wie bist du so schnell geworden?
Und wieso sieht das so geil aus?!“
Der Saiyajin aus Universum 7 antwortete ruhig.
Kurz.
Und Caulifla nickte.
Sah ihn an.
Sah zu sich.
„Okay…
dann probier ich das jetzt auch!“
Sie spannte ihre Muskeln an,
ihre Aura flackerte,
das Ki schoss nach oben.
Der Boden zitterte unter ihren Füßen,
und ihr Körper blähte sich auf.
Breitere Schultern.
Größere Arme.
Ihre Kraft explodierte –
aber ihre Bewegungen wurden…
träge.
Sie griff an.
Der Saiyajin wich locker aus.
Noch einmal.
Noch ein Schritt.
Caulifla schnaufte.
„Verdammt…
das ist zu schwer.
Ich treff dich so nie.“
Sie stoppte.
Sah auf ihre Hände.
Zog die Kraft zurück.
Dann – einfach so.
Ein leises Knacken.
Ein Aufblitzen.
Ihre Aura zischte,
verengte sich,
wurde fokussiert.
Ihr Haar –
nun feiner,
leuchtete heller.
Goldener.
Leichter.
Sie stand da,
die Augen nun schärfer,
die Haltung stabil.
Caulifla hatte es geschafft.
Der zweifache Super-Saiyajin.
Asera hatte es gesehen.
Sie spürte es sofort.
Nicht nur die Veränderung.
Sondern das Wachstum.
Caulifla hatte es geschafft
nicht aus Zorn,
nicht aus Not.
Sondern aus Neugier.
Aus Feuer.
Aus Willen.
Und Asera?
Sie spürte etwas in sich.
Kein Neid.
Aber ein leises Staunen.
Denn Caulifla hatte sich verändert –
ohne Finsternis.
__
Kapitel 67: Stille
Dann geschah das Unvermeidliche.
Ein letzter Schrei.
Ein dumpfer Aufprall.
Ein leises Zing in der Luft.
Der letzte Kämpfer des neunten Universums
wurde über den Rand der Arena geschleudert.
Sein Körper verschwand im Licht –
Und er lag auf der Tribüne
und mit ihm
die letzte Hoffnung seines Universums.
Stille.
Die Kämpfe stockten.
Energie flackerte aus.
Schritte blieben stehen.
Jede Bewegung
verstummte.
Alle Blicke
wandten sich nach oben.
Zur Tribüne.
Zu den zwei kleinen Gestalten
auf dem Thron aus Licht.
Die Zeno.
Beide lächelten.
Kindlich.
Unfassbar ruhig.
Dann –
eine einzige Bewegung.
Ein kleiner Arm hob sich.
Ein Finger zeigte auf die Tribüne von Universum 9.
Und das Universum…
verschwand.
Ein leises, klares Auflösen.
Kein Lärm.
Kein Blitz.
Nur das Geräusch von Existenz,
die zu Licht zerfiel
und dann zu Nichts.
Die Kämpfer,
die Kaioshin,
der Gott der Zerstörung –
alle wurden ausgelöscht.
Nur der Engel von Universum 9
blieb stehen.
Unberührt.
Mit leicht gesenktem Kopf.
Niemand sprach.
Nicht Caulifla.
Nicht Hit.
Nicht Asera.
Selbst Frost verstummte.
Die Luft war kalt.
Und schwer.
Denn allen wurde klar:
Dies ist kein Spiel.
__
Kapitel 68: Ich will das nicht
Niemand rührte sich.
Die Arena,
eben noch ein tobendes Schlachtfeld,
war erstarrt.
Als hätte das Nichts,
das Universum 9 verschlungen hatte,
auch jede Bewegung geraubt.
Blicke waren leer.
Körper verkrampft.
Herzen still.
Doch dann –
eine Stimme.
Klar.
Neutral.
Ohne jedes Zittern.
„Die Zeit läuft.“
Der Daishinkan
hatte gesprochen.
Und mit seinen Worten
brach die Starre.
Ein erstes Zittern,
ein unsicherer Schritt,
dann kehrte das Leben zurück in die Arena.
Aber anders.
Weniger laut.
Weniger unbedacht.
Zwei Kämpfer aus Universum 10
rührten sich als Erste.
Groß. Breit gebaut.
In schweren Rüstungen.
Die Haltung: tief.
Der Stil: direkt.
Wie Sumoringer
stürmten sie auf Asera zu,
synchron, druckvoll,
ohne Zögern.
Doch Asera verwandelte sich nicht.
Sie stand nur da.
Die Augen auf ihre Gegner gerichtet.
Kein Ausdruck in ihrem Gesicht.
Kein Zorn.
Kein Flimmern.
Nur ein einziger Gedanke:
„Ich will das nicht.“
Die beiden trafen auf ihre Aura
wie auf eine Mauer.
Ein Aufheulen aus reiner Energie
schmetterte ihnen entgegen.
Der Boden unter Aseras Füßen vibrierte,
aber sie bewegte sich nicht.
Dann –
sie griff zu.
Mit einer fließenden Bewegung
packte sie beide Kämpfer.
Ihre Arme spannten sich.
Sie hob sie hoch.
Beide.
Gleichzeitig.
Und mit einer Stimme,
so schwer wie Stein,
so klar wie Glas,
sagte sie:
„Ich will das nicht.“
Dann –
ein einziger Schritt.
Eine Drehung.
Sie schleuderte beide
über die Schulter hinweg
aus dem Ring.
Zwei Signaltonfolgen.
Zwei Lichter.
Zwei Kämpfer weniger.
Asera stand wieder ruhig da.
Und niemand wagte,
ihr jetzt näher zu kommen.
__
Kapitel 69: Wenn das Herz bricht
Caulifla war ein Wirbel aus Gold.
Sie lachte,
stürmte nach vorn,
traf den Saiyajin aus Universum 7 frontal.
Ihre Fäuste explodierten in präzisen Kombinationen –
schnell, kraftvoll, voller Freude.
Der andere Saiyajin wich aus,
konterte vorsichtig.
Es war kein Kampf auf Leben und Tod.
Noch nicht.
Doch dann spürte es Asera.
Noch bevor es geschah.
Noch bevor jemand reagieren konnte.
Kale.
Ihre Aura flackerte –
nicht kontrolliert,
nicht gezielt.
Sie bebte.
Wuchs.
Zerriss.
Ein leiser Laut entkam ihr –
halb Schluchzen, halb Zorn.
Und dann
verwandelte sie sich.
Grün.
Leuchtend.
Unkontrolliert.
Der legendäre Super-Saiyajin
entfesselte sich wie ein Sturm.
Kale brüllte.
Die Erde bebte.
Splitter flogen aus der Arena.
Caulifla drehte sich sofort um.
„Kale!“
Doch es war zu spät.
Kale raste los.
Ihre Aura war wie eine Druckwelle.
Alles wich vor ihr zurück.
Alle…
bis auf einen.
Der Saiyajin –
er erkannte die Gefahr.
Verwandlung.
Super-Saiyajin Blue.
Er stellte sich ihr entgegen.
Versuchte zu blocken.
Aber der Aufprall war zu viel.
Er wurde zurückgeschleudert.
Mehrere Meter.
Der Boden barst unter ihm.
Er rollte, stoppte, knirschte.
Kale schrie.
„Ich muss Son Goku töten!“
Dann
flogen die Ki-Attacken.
Ungezielt.
Brüllend.
Zischend.
Ein Kämpfer aus Universum 2 –
ein weiterer aus Universum 10 –
wurden von der Explosion erfasst
und aus dem Ring geschleudert.
Schreie.
Chaos.
Panik.
Asera bewegte sich.
Ohne zu zögern.
Ohne Fragen.
Ein einziger Satz in ihrem Kopf:
„Ich lasse das nicht zu.“
Sie sprang.
Und noch im Flug
veränderte sich ihre Aura.
Super-Saiyajin 2.
Goldene Blitze umtanzten sie.
Ihre Haare leuchteten.
Die Luft um sie knisterte.
Sie landete.
Hart.
Zwischen Kale und dem Rest der Arena.
Kale brüllte.
Ein Faustschlag –
voller Hass, voller Kraft.
Asera hob die Hand.
Die Faust traf.
Die Zweite Faust traf auf Zweite Hand
Ein Donnern,
als prallte ein Komet auf ein Schild.
Und dann –
hielten sie sich.
Kale und Asera,
gefangen in einem Kräftemessen.
Energie riss durch die Luft.
Blitze.
Schockwellen.
Zwei Saiyajin.
Zwei Kräfte.
Zwei Herzen –
und eines davon kurz davor, zu zerreißen.
__
Kapitel 70: Die Frage
Kale brüllte.
Ein letzter verzweifelter Ausbruch –
doch dann geschah es.
Aseras Aura
flackerte nicht mehr nur –
sie flammte auf.
Rot und Violett,
zornig und ruhig zugleich.
Nicht chaotisch,
sondern gezielt,
wie ein Versprechen.
Kale zuckte.
Ihr Blick – verwildert –
verharrte auf der Aura.
Diese Aura…
Sie kannte sie.
Ihr Atem stockte.
Ihre Faust zitterte.
Sie starrte in Aseras Augen –
und dort war kein Urteil.
Keine Angst.
Nur dieser eine Satz.
„Es ist alles gut.
Ich hab dich.“
Und dann
brach es zusammen.
Die grüne Aura verschwand.
Kales Körper verlor die Spannung.
Ihre Knie gaben nach –
doch Asera hielt sie fest.
Mit beiden Händen umfasste sie Kales Handgelenke.
Ruhig. Fest.
Damit sie nicht fiel.
Nicht jetzt.
Nicht wieder.
Kale sank zu Boden.
Erschöpft.
Zitternd.
Aber nicht gebrochen.
Doch plötzlich –
Hände griffen unter Aseras Arme.
Starker Griff.
Ruckartig.
Sie wurde nach hinten gezogen –
nicht verletzt,
aber überrascht.
Sie wollte sich losreißen –
bereit, zuzuschlagen –
als sie die Stimme hörte:
„Wie ist das möglich…?“
Asera drehte den Kopf.
Der Griff hielt sie weiter fest.
Es war der zweite Saiyajin
aus Universum 7.
Derjenige,
der zuvor noch mit Cabba gekämpft hatte.
Doch jetzt –
waren seine Haare rot.
Seine Aura war anders.
Nicht explosiv.
Nicht wild.
Aber tief.
Dicht.
Göttlich.
Super-Saiyajin Gott.
„Wie ist es möglich,“
fragte er laut,
während um sie herum mehrere Kämpfer innehielten,
„dass du nur im zweifachen Super-Saiyajin
so ein Monster aufhalten kannst?“
Sein Blick brannte sich in sie.
Kein Spott.
Kein Zorn.
Nur –
Verstehenwollen.
„Und diese Aura…
sie ist nicht wie unsere.
Was… bist du?“
__
Kapitel 71: Der Moment der Wahrheit
Der rote Saiyajin hielt sie noch immer fest.
Sein Blick brannte –
nicht aus Hass,
sondern aus Fragen,
aus Zweifeln,
aus dem, was er nicht verstand.
Doch Asera spürte es.
Nicht die Fragen.
Nicht der Druck.
Sondern das eine Wort.
„Monster.“
Ihre Augen weiteten sich.
Nicht aus Angst.
Sondern aus Wut.
Langsam.
Unaufhaltsam.
Wie glühende Lava,
die den stillen Hang hinabrollt.
„Sie ist kein Monster.“
Die Worte kamen tief.
Knapp.
Geknurrt.
Und im selben Moment
peitschte etwas durch die Luft.
Klatsch.
Ein dumpfer Schlag
gegen die Wange des roten Saiyajin.
Nicht mit der Faust,
nicht mit Ki –
sondern mit Aseras Schweif.
Der braune, kräftige Saiyajin-Schweif,
der sich bisher wie ein Gürtel um ihre Taille gewickelt
hatte,
hatte sich im Zorn gelöst –
reflexhaft,
instinktiv.
Der Saiyajin ließ sie erschrocken los.
Er wich zurück.
Ein leiser Laut entkam ihm.
„Du hast einen…?“
Und dann
erstarrte die Arena.
Alle Kämpfer des Universum 7
blickten auf einmal in ihre Richtung.
Entsetzen.
Fassungslosigkeit.
Erkennen.
Ein kleiner Mann mit Glatze –
sein Blick aufgerissen –
stammelte:
„Das… das kann doch nicht sein…
Die Saiyajin aus dem 6. Universum haben doch keinen…“
Beerus stand auf.
Nicht langsam.
Nicht zögerlich.
Er sprang förmlich empor,
die Zähne gefletscht,
die Augen brennend.
„Das kann nicht sein!“
schrie er.
„Kein Saiyajin aus dem 6. Universum hat einen Affen-Schweif!“
Sein Blick fuhr direkt zu Champa.
„Du hast betrogen!
Das ist kein Kämpfer aus deinem Universum –
das ist eine Saiyajin aus dem 7. Universum!“
Champa blieb sitzen.
Lässig.
Kaum beeindruckt.
Er sah zu Asera,
dann zu Vados,
dann grinste er breit.
„Du hast mir was verheimlicht, Vados.“
Vados legte eine Hand vor den Mund.
Sanft.
Wie eine Dame auf einem Ball.
Ihr Lächeln war kaum zu deuten.
„Ich dachte…
ich müsste das nicht erwähnen.“
Ein kurzer Blick zu Asera.
„Sie ist schließlich ordnungsgemäß angemeldet.“
Die Stille war nun keine Stille mehr.
Es war Spannung.
Ein Flackern ging durch das Licht der Arena.
Die Zeno starrten –
neugierig,
nicht zornig.
__
Kapitel 72: Sie muss bleiben
Die Spannung flackerte
wie ein zu helles Licht.
Die Tribünen hielten den Atem an,
die Kämpfer standen reglos.
Nur das Echo von Beerus‘ Stimme
hing noch in der Luft.
Dann –
ein leises, fast müheloses Geräusch.
Ein Schritt.
Der Daishinkan trat nach vorn.
Er bewegte sich ruhig,
seine Haltung makellos,
sein Blick ungerührt –
doch jeder fühlte es:
Er sprach mit dem Gewicht der Ordnung selbst.
„Diese Kämpferin“,
sagte er klar,
ohne jeden Anflug von Unsicherheit,
„wurde ordnungsgemäß
vom sechsten Universum
als offizielle Teilnehmerin gemeldet.“
Ein kurzer Blick zu Asera,
dann zu den Göttern.
„Es liegt kein Regelverstoß vor.“
Ein Moment des Schweigens –
und dann…
„Sie MUSS bleiben!!“
Eine kindlich helle Stimme –
laut, voller Begeisterung.
Einer der Zeno hatte aufgestanden,
die kleinen Arme in die Luft gestreckt.
Sein Gesicht leuchtete.
„Der Schweif war COOL!“
rief der andere.
„Und diese Aura!
Und wie sie das Metall-Ding rausgeworfen hat!“
Beide nickten wild,
einer drehte sich fast im Kreis vor Freude.
„Sie ist super! Sie ist cool!
Sie muss bleiben!“
Beerus verzog das Gesicht,
aber er sagte nichts mehr.
Er ballte eine Faust,
sah zu Champa,
der ihn nur triumphierend angrinste.
„Tja“, murmelte Beerus.
„Scheint wohl… eindeutig zu sein.“
Asera stand noch immer ruhig da.
Ihr Schweif hatte sich wieder
um die Hüfte gelegt.
Kein Wort.
Kein Blick.
Doch tief in ihr wusste sie:
Die Maskerade war gefallen.
Und sie war trotzdem noch da.
__
Kapitel 73: Namen aus der Vergangenheit
Die Luft vibrierte noch
vom Echo der Zeno,
doch der Blick des roten Saiyajin –
nun wieder konzentriert –
lag fest auf Asera.
Er war einige Schritte zurückgewichen,
die Wange noch gerötet von ihrem Schlag.
Nicht beleidigt.
Nicht wütend.
Aber fassungslos.
Er hob langsam den Kopf.
Die Stimme kontrolliert,
aber die Spannung in jeder Silbe spürbar:
„Wer… bist du?“
Asera stand reglos,
ihr Blick glitt kurz zu Kale,
die erschöpft hinter ihr kniete,
dann wieder zu dem Mann mit dem roten Haar.
Sie atmete aus.
Langsam.
Dann, mit ruhiger Stimme:
„Asera.“
Ein einziges Wort.
Kein Titel.
Kein Herkunftsort.
Nur der Name.
Der Saiyajin sah sie weiter an.
Dann schien etwas in ihm zu schalten.
Ein alter Reflex.
Ein leises Beben in der Stimme:
„Ich bin Vegeta.
Und der andere Saiyajin,
den du kämpfen sahst,
ist Kakarott.“
Aseras Augen verengten sich.
Nicht feindlich.
Aber überrascht.
„Kakarott…“
Sie wiederholte es leise.
Dann ein Flüstern,
mehr zu sich selbst:
„Also hat er überlebt…“
Sie sah Vegeta an.
Etwas in ihrem Blick war schwer.
Dicht.
Nicht traurig –
aber tief.
„Als ich verbannt wurde,
hatte König Vegeta noch keinen Sohn.“
Vegeta erstarrte.
Sein Atem stoppte für einen Moment.
Die Worte hallten in ihm nach,
wie ein Echo aus einer Zeit,
die niemand überleben konnte.
„…Was…?“
Und dann –
der Zweifel wich dem Zorn.
Nicht gegen sie.
Sondern gegen das Unfassbare.
Sein Ki flammte auf.
Blaues Licht explodierte um ihn.
Super-Saiyajin Blue.
Ohne weiteres Zögern
stürmte Vegeta auf sie zu.
Asera verwandelte sich nicht.
Sie blieb im zweifachen Super-Saiyajin.
Aber ihre Aura flackerte –
rot-violett,
dicht und ruhig,
wie ein Sturm,
der seinen Rhythmus kennt.
Der Aufprall kam hart.
Vegeta schlug zu –
mit voller Kraft.
Asera blockte.
Der Boden unter ihr splitterte.
Aber sie bewegte sich kaum.
Der Kampf entbrannte –
schnell, brutal,
aber Vegeta spürte es sofort:
Sie war ihm ebenbürtig.
Trotz der niedrigeren Form.
Trotz allem.
Und was ihn noch mehr erschütterte –
war diese Aura.
Nicht göttlich.
Nicht rein.
Aber unnachgiebig.
Wie aus Wut geboren,
und doch…
nicht von Zorn zerfressen.
Vegeta knirschte mit den Zähnen.
„Was… bist du?“
Asera antwortete nicht.
Denn sie wusste es selbst noch nicht ganz.
__
Kapitel 74: Kein Erbarmen
Der Schlagabtausch mit Vegeta
tobte in Licht und Druckwellen.
Fäuste prallten auf Hände,
Aura auf Aura.
Doch Asera’s Blick zuckte plötzlich zur Seite.
Ein Schrei.
Nicht irgendeiner.
Cabba.
Ihr Kopf fuhr herum –
und sie sah es:
Freezer.
Jetzt in seiner goldenen Gestalt,
ein sadistisches Lächeln im Gesicht,
seinen Schweif fest um Cabba geschlungen
wie ein Seil um eine Beute.
Mit brutaler Präzision
schlug er zu.
Wieder und wieder.
Cabba hing wehrlos in der Luft,
wie ein Boxsack,
der nichts mehr zurückgab.
Asera zögerte keine Sekunde.
Vegeta’s nächste Attacke verfehlte sie –
sie war schon fort.
Ein brüllender Schrei
riss aus ihrer Kehle.
Nicht aus Zorn.
Aus Entsetzen.
Aus Schutz.
Ihre Aura entflammte im Flug.
Rot.
Violett.
Wild.
Die Wutform brach hervor
noch bevor sie den Boden erreichte.
Doch es war zu spät.
Freezer drehte sich –
grinsend –
und schleuderte Cabba
mit einem letzten Schub aus dem Ring.
Ein Zing in der Luft.
Ein Licht.
Ein Krieger weniger.
Asera landete.
Der Boden barst.
Sie stand nicht.
Sie stürzte.
Auf ihn.
Ihr Griff war schneller,
als Freezer je reagieren konnte.
Mit einer einzigen Bewegung
packte sie seinen Kopf.
Er riss die Augen auf –
doch zu spät.
Aseras Griff presste ihn gegen den Arenaboden,
sie schleifte ihn
im Vollsprint über die Steinplatten,
Zähne auf Stein,
goldene Aura zischte in Funken davon.
Dann riss sie ihn hoch –
wie ein lebloses Spielzeug –
und hämmerte ihre Faust auf ihn ein.
Einmal.
Noch einmal.
Wieder.
Keine Worte.
Kein Aufhören.
Nur Schläge.
Mit jeder Bewegung
zitterte der Boden.
Dann –
ihre Hand schloss sich um seinen Hals.
Freezer keuchte,
das Grinsen weggerissen,
Panik in den Augen.
Asera drehte sich,
setzte an –
und warf ihn nicht einfach hinaus.
Nein.
Sie schleuderte ihn an der Kante entlang,
sein Körper durchriss mehrere Meter der Arena,
überschlug sich,
und flog dann –
raus.
Ein Donnern,
ein Zing,
und Freezer war
eliminiert.
Stille.
Alle sahen zu ihr.
Die Aura flackerte um sie.
Unkontrolliert.
Heiß.
Wie Wut in ihrer reinsten Form.
Und niemand –
nicht einmal Vegeta –
bewegte sich.
__
Kapitel 75: Zu spät
Freezer’s Körper
traf den Boden jenseits der Arena
mit einem harten, dumpfen Schlag,
gefolgt vom unbarmherzigen Zing
des Ausscheidungstons.
Die Arena war still.
Nicht vor Ehrfurcht.
Sondern vor Schock.
Die Kämpfer aus Universum 7
starrten auf Asera.
Verblüfft.
Entsetzt.
Und… sprachlos.
Niemand hatte sich bewegt.
Nicht einmal Kakarott.
Vegeta, noch im Blue,
stand mit geballter Faust
und weiten Augen.
Und oben –
auf der Tribüne der Götter –
warf sich Beerus nach vorne.
Sein Gesicht verzogen,
nicht vor Zorn,
sondern vor einem einzigen Gedanken:
„Was für eine Kraft…
haben wir verloren?“
Er sah zu Asera.
Dann zu Vados.
Dann wieder zu Asera.
„Verdammt…
sie hätte zu UNS gehört…“
Ein Ruf unterbrach die Spannung:
„Asera!“
Von der Tribüne des sechsten Universums
klang Cabbas Stimme –
zögernd, schmerzhaft,
aber lebendig.
„Mir geht’s gut!“ rief er.
„Es tut mir leid, dass ich rausgeflogen bin…“
Asera stand noch immer.
Die Fäuste zitterten,
ihre Aura tobte –
aber als sie Cabbas Stimme hörte,
veränderte sich etwas.
Die Aura flackerte.
Dann brach sie langsam zusammen.
Die violett-rote Energie
wich einem tiefen Atemzug.
Ihr Körper spannte sich ab.
Und sie kehrte in ihre Grundform zurück.
Ein leiser Wind zog durch die Arena.
Wie ein Zeichen:
Diese Szene war vorbei.
Doch nicht alle sahen weg.
in einer anderen Ecke der Arena –
stand ein Krieger.
Groß.
Regungslos.
Mit Glatze.
Mit verschränkten Armen.
Jiren.
Er hatte bisher keinen Blick verschwendet.
Nicht für Chaos.
Nicht für Macht.
Nicht für Schmerz.
Aber jetzt
sah er Asera an.
Kurz.
Dann wieder nach vorn.
Unweit davon
kämpfte Hit.
Schnell.
Gezielt.
Doch mit jeder Sekunde wurde klar:
Jiren war anders.
Der Gott der Zerstörung von Universum 11
lehnte sich zurück,
die Stimme voll Stolz.
„Das ist der stärkste Krieger unseres Universums.“
Ein Grinsen.
„Jiren.
Der, der niemanden braucht…
und niemandem gleicht.“
Doch Asera hatte seinen Blick gespürt.
Nur kurz.
Aber deutlich.
Und sie wusste:
Das hier… war noch lange nicht vorbei.
__
Kapitel 76: Kein Platz für Zweifel
Hit stand allein
dem Mann gegenüber,
der selbst das Chaos der Arena
nicht beachtete.
Jiren.
Körper angespannt,
Arme verschränkt,
Blick wie aus Granit.
Asera wollte sich bewegen.
Wollte springen, helfen.
Aber noch bevor sie den ersten Schritt machen konnte –
bewegte Hit zwei Finger.
Ein kaum sichtbares Zeichen.
Doch eindeutig.
„Nicht.“
Asera blieb stehen.
Die Wut in ihr noch nicht ganz verschwunden.
Aber sie kannte diesen Blick.
Diese Stille.
Hit kämpfte nicht gern.
Doch wenn er kämpfte –
dann allein.
Der Kampf begann.
Jiren bewegte sich erst nicht.
Er wartete.
Berechnete.
Hit verschwand –
tauchte wieder auf,
hinter ihm,
dann vor ihm,
sein Zeitsprung war präzise,
scharf wie eine Klinge zwischen Momenten.
Doch Jiren wehrte ab.
Nicht mühsam.
Nicht überrascht.
Er erkannte.
Er las.
Ein Fauststoß –
Hit wich zurück,
doch ein zweiter kam nach.
Ein Knie,
ein Schlag –
Hit wurde zurückgedrückt.
Er war schnell.
Aber Jiren war schwer.
Wie ein Berg,
der trotz des Windes
nicht wankt.
In der Ferne –
Vegeta, noch im Blue,
hatte kaum Zeit,
die Szene zu verfolgen.
Ein weiterer Krieger des Universum 11
hatte sich auf ihn gestürzt.
Breit gebaut,
weißer Schnauzbart,
Körperhaltung wie ein erfahrener Veteran.
Toppo.
Er stürmte mit massiver Kraft auf Vegeta zu.
Keine Täuschung,
keine Tricks.
Nur rohe, disziplinierte Gewalt.
Vegeta konterte,
sein Ki loderte.
Doch Toppo war kein Amateur.
Er war Vize-Anführer.
Ein Gottesanwärter.
Und er ließ das Vegeta spüren.
Asera’s Augen sprangen zwischen den Kämpfen.
Jiren.
Toppo.
Hit.
Vegeta.
Sie atmete langsam aus.
Es begann.
Jetzt wirklich.
Kein Spiel mehr.
Kein Austesten.
Das Turnier war an seinem Wendepunkt angekommen.
__
Kapitel 77: Zwischen den Schlägen
Die Arena bebte noch immer.
Lichtblitze zuckten,
Schockwellen durchzogen den Stein.
Doch Asera
wandte sich ab von Hit und Jiren.
Sie hatte genug gesehen.
Genug gespürt.
Für jetzt.
Ihr Blick fand Caulifla und Kale,
etwas abseits des Hauptgeschehens.
Kale hockte noch immer am Boden,
schweißnass,
aber ihre Atmung wurde ruhiger.
Langsam.
Gleichmäßig.
Sie kam zurück zu sich selbst.
Caulifla stand schützend vor ihr –
nicht aus Angst,
sondern aus Instinkt.
Als Asera sich näherte,
sprang sie ihr entgegen.
„Ey, das war DER HAMMER!“
rief sie laut.
„Wie du Freezer da rausgeworfen hast –
mit’m Schlag, der fast die Arena gespalten hat!
Ich mein – hast du gesehen, wie sein Gesicht am Boden
geschliffen ist?!“
Asera antwortete nicht sofort.
Sie kniete sich stattdessen neben Kale
und legte eine Hand auf ihre Schulter.
Fest. Ruhig.
Kale sah zu ihr hoch.
Kein Zorn.
Keine Angst.
Nur Erschöpfung.
Und ein schwaches, beinahe schüchternes Nicken.
Caulifla grinste weiter.
„Und dann Jiren, huh?
Hit ist stark, klar – aber der da…
der ist kein Gegner.
Der ist ’n verdammter Brocken.“
Sie sah zu Asera.
„Aber dich will ich mal gegen den sehen.“
Asera schwieg noch.
Dann – fast leise – sagte sie:
„Wenn er Kale verletzt hätte…
wäre ich jetzt schon drüben.“
Caulifla lachte.
„Dann hoffen wir mal,
dass er klug genug ist, das nicht zu tun.“
Asera blieb bei den beiden.
Nicht weil sie musste.
Nicht weil sie kämpfen wollte.
Sondern weil sie wusste:
Das hier – das war ihr Platz.
Nicht als Waffe.
Sondern als Schild.
__
Kapitel 78: Der Weg zu Jiren
Es kam,
wie es kommen musste.
Hit war schnell.
Präzise.
Ein Schatten zwischen Momenten.
Doch Jiren
war mehr als ein Kämpfer.
Er war eine Wand.
Ein letzter Schlag,
eine Erschütterung –
und Hit wurde aus der Arena geschleudert.
Ein Zing.
Ein Licht.
Universum 6 verlor seinen erfahrensten
Einzelkämpfer.
Asera stand still,
die Muskeln angespannt.
Doch sie sah:
Hit hatte alles gegeben.
Und Jiren –
kaum mehr als einen Schritt gemacht.
Die Arena war still.
Nur für einen Moment.
Dann trat ein neuer Klang hervor.
Eine Stimme – laut, fokussiert,
doch mit diesem Hauch von… Begeisterung.
„Jiren!!“
Ein schwarzer Schatten
sprang nach vorn.
Kakarott.
Oder wie manche riefen:
Son Goku.
Er raste direkt auf Jiren zu,
ohne Taktik,
ohne Tarnung.
Doch zwei andere Krieger
stellten sich ihm in den Weg.
Der eine:
massiv, schnauzbärtig,
mit mächtiger Aura.
Toppo.
Der andere:
dünner, beweglicher,
mit scharfem Blick.
Dispo.
„Du kommst hier nicht durch, Son Goku!“
hallte es von der Tribüne.
Doch Goku blieb nicht stehen.
Er schlug.
Er wich aus.
Er konterte.
Dispo wurde abgeschüttelt,
Toppo nach hinten gedrängt –
nur kurz.
Aber es reichte.
Goku sprang.
Und Jiren sah zu ihm auf.
Keine Worte.
Nur dieser Ausdruck.
„Zeig mir, was du kannst.“
Und so begann der nächste Kampf.
Nicht aus Hass.
Nicht aus Pflicht.
Sondern aus Neugier.
Und ein ganzes Universum
beobachtete,
was nun geschah.
__
Kapitel 79: Die Kugel über dem Himmel
Die Arena vibrierte,
doch nicht vom Kampf –
sondern vom Zögern.
Denn während die Krieger der Universen
weiter in kleinen Gruppen rangen,
hatten sie alle eines verstanden:
Asera war nicht zu unterschätzen.
Und so blieb sie unbehelligt,
umgeben von Stein und Licht,
doch frei.
Frei, um zu sehen.
Son Goku,
nun in seiner Blue-Gestalt,
bewegte sich fließend,
aber mit wachsendem Druck.
Seine Schläge waren schnell,
seine Techniken sauber.
Aber Jiren –
stand wie immer.
Die Faust traf.
Der Fuß drehte.
Doch nichts brachte ihn aus dem Gleichgewicht.
Er blockte.
Er wich kaum aus.
Er brauchte es nicht.
Dann geschah es.
Goku sprang zurück.
Hoch.
Auf einen der zerborstenen Felsentürme,
die sich durch die Zerstörung in der Arena aufgetürmt
hatten.
Er stand oben,
die Aura loderte,
der Blick entschlossen.
Seine Hände gingen hoch.
Und langsam,
Stück für Stück,
wuchs etwas über seinem Kopf.
Eine Kugel.
Dicht.
Blau.
Lodernd.
Wie ein heraufziehender Stern.
Asera spürte es sofort.
Diese Technik war anders.
Keine simple Ki-Attacke.
Kein direkter Schuss.
Es war gesammelt.
Gelenkt.
Fokussiert.
Eine Bombe.
Nicht aus Wut,
sondern aus Kraft,
die gesammelt,
gebändigt,
und auf einen einzigen Punkt gezielt wurde.
Jiren sah zu ihm auf.
Kein Ausdruck.
Er wartete.
Die Arena hielt den Atem an.
Selbst Caulifla sagte nichts.
Kale lehnte sich leicht gegen Asera.
Und Asera…
blieb reglos.
Denn sie wusste:
Das war ein Wendepunkt.
__
Kapitel 80: Verschwunden
Son Goku
stand hoch auf dem Felsen,
die Arme ausgestreckt,
die Stirn vom Schweiß gezeichnet.
Er hatte sich zurückverwandelt,
um seine Kraft zu sammeln –
um alles zu geben.
Die Kugel über ihm
wuchs weiter.
Gewaltig.
Blau.
Verdichtet.
Unaufhaltsam.
Doch selbst in dieser Erhabenheit
war da nur ein Ziel:
Jiren.
Jiren stand da.
Unbewegt.
Unbeeindruckt.
Er hob kurz die Hand,
als wolle er den Angriff unterbrechen –
doch senkte sie wieder.
Er wartete.
Nicht aus Arroganz.
Nicht aus Respekt.
Sondern aus Überzeugung,
dass er auch das überstehen würde.
Dann flog die Energie.
Die Kugel –
riesig, kreisend, grollend –
senkte sich auf Jiren herab.
Ein Stern stürzte.
Energie floss zu ihr.
Nicht nur von Goku,
sondern auch von den Kämpfern seines Teams.
Ein leiser Strom.
Verbindung.
Hoffnung.
Son Goku schrie auf –
und verwandelte sich zurück in den Blue.
Er war nicht bereit aufzugeben.
Nicht jetzt.
Jiren hob eine Hand.
Er drückte gegen die Kugel.
Ein einzelner Mann
gegen eine Sonne aus Ki.
Und er ging los.
Schritt für Schritt
trug er sie zurück.
Seine Kraft
stand der gebündelten Energie
eines Universums entgegen.
Son Goku stemmte sich dagegen.
Er schrie,
gab alles,
doch der Abstand schloss sich.
Sekunde für Sekunde.
Dann –
eine Erschütterung.
Ein letztes Aufleuchten.
Jiren schob die Kugel zurück,
hob die zweite Hand –
und ein gewaltiger Impuls
zerschmetterte das Gleichgewicht.
Explosion.
Licht.
Wucht.
Schall, der das Nichts selbst
zu beben brachte.
Ein Donnerschlag,
der durch Raum und Zeit ging.
Asera hielt instinktiv Kale fest,
als der Boden unter ihnen vibrierte.
Selbst Caulifla wurde bleich.
Der Himmel über der Arena flackerte.
Und dann –
Stille.
Das Licht verblasste.
Die Arena war aufgerissen.
Verformt.
Verbeult.
Doch von Son Goku –
war nichts mehr zu sehen.
Caulifla starrte.
„Was…?“
Asera blieb still.
Aber etwas in ihr
sagte leise:
„Er lebt noch.“
__
Kapitel 81: Der Ruf des Erwachens
Die Arena war still.
Zu still.
Nach der gewaltigen Explosion
lag der Krater leer.
Kein Körper.
Kein Zeichen.
Nur Staub.
Und das Echo
von etwas, das zu viel war
für einen einzigen Krieger.
Fassungslosigkeit
machte sich breit.
Universum 7
stand unter Schock.
Einige schüttelten nur den Kopf.
Andere senkten die Blicke.
Ein Kämpfer kniete.
Tränen liefen.
Und dann –
ein Ruf.
Laut.
Fordernd.
Fast gierig.
„Jiren hat ihn getötet!
Das ist gegen die Regeln!“
Mehrere Universen,
die sich eine Chance ausmalten,
unterstützten die Stimme.
Doch da trat
der Daishinkan vor.
Wie immer gelassen.
Wie immer makellos.
Seine Stimme war ruhig.
Aber sie schnitt durch das Rufen wie ein Messer.
„Son Goku wurde nicht durch Jiren getötet.
Er wurde von seiner eigenen Attacke erfasst.
Es liegt kein Regelverstoß vor.“
Die Worte waren endgültig.
Doch sie nahmen niemandem den Schmerz.
Asera stand still.
Sie sah,
wie das Team des siebten Universums
die Luft anhielt,
nicht verstand.
Aber sie spürte es.
Etwas… war nicht vorbei.
Da war eine Wärme.
Eine dichte, vibrierende Energie.
Kein Zorn.
Keine Gewalt.
Etwas Höheres.
Fast wie bei Champa. Oder Vados.
Ihr Kopf drehte sich.
Die Augen verengten sich.
Sie blickte auf den Krater.
Ein Flimmern.
Dann Licht.
Nicht wie Ki.
Nicht wie Aura.
Weiß.
Klar.
Wie Wasser in der Luft.
Eine Silhouette trat hervor.
Langsam.
Stark.
Son Goku.
Sein Haar war noch schwarz –
doch an den Spitzen
schimmerte es silbern.
Seine Augen waren verändert.
Nicht aggressiv.
Nicht leer.
Konzentriert.
Um ihn:
eine weiße Aura.
Fließend.
Unfassbar ruhig.
Ein Raunen ging durch die Arena.
Despo reagierte sofort,
blitzschnell,
tauchte auf ihn zu.
Toppo sprang kurz darauf.
Koordiniert.
Doch Son Goku
bewegte sich.
Kaum sichtbar.
Keine Wucht.
Keine Aura-Explosion.
Nur eine fließende Bewegung.
Despo’s Faust –
glitt ins Leere.
Toppo’s Bein –
wurde sanft weggelenkt.
Beide wurden zurückgeschleudert,
nicht durch Kraft,
sondern durch Reinheit.
Asera starrte.
Ihr Herz pochte,
weil sie wusste:
Das war keine Verwandlung.
Das war
ein Zustand.
Und er war
jenseits von allem,
was sie bisher kannte.
__
Kapitel 82: Stille im Sturm
Der Schock war noch nicht verklungen,
als sich die nächste Grenze verschob.
Jiren stand reglos.
Die Arme noch immer verschränkt.
Die Augen ruhiger als je zuvor.
Despo wollte erneut angreifen,
doch Jiren hob leicht die Hand.
Ein kurzes, knochentrockenes Zeichen.
„Ich übernehme.“
Toppo nickte knapp.
Auch er trat zurück.
Sie wussten:
Dies war nicht ihr Kampf mehr.
Son Goku stand in weißer Aura.
Sein Körper bewegte sich mit solcher Ruhe,
dass er fast wie Wasser wirkte.
Kein Zucken.
Kein Laut.
Nur… Präsenz.
Dann –
plötzlich –
war er verschwunden.
Ein Knall.
Jiren drehte sich im Bruchteil einer Sekunde –
gerade noch rechtzeitig,
um Gokus Schlag mit dem Unterarm zu blocken.
Die Wucht ließ selbst ihn zurückgleiten.
Doch er stoppte sofort.
Ein Gegenschlag –
doch Goku war schon über ihm.
Ein Fußkick von oben,
sanft geführt –
aber von solcher Präzision,
dass die Luft zerschnitt.
Jiren wich aus,
rollte ab,
und drehte sich im Sprung zurück ins Zentrum.
Die Arena schwieg.
Kein anderer kämpfte.
Nicht einmal Frost wagte einen Kommentar.
Selbst Beerus hatte die Zähne
aufeinandergepresst.
Die Zeno hielten vor Spannung die Arme um ihre
Knie.
Asera stand still.
Kale an ihrer Seite.
Caulifla mit offenem Mund.
Goku drehte sich.
Landete.
Kein Flackern.
Kein schwerer Atem.
Jiren stürmte.
Die Fäuste wie Kanonen.
Ein Schlag –
ein zweiter –
Goku wich aus,
beugte sich,
konterte mit einem offenen Handstoß gegen Jirens
Brust.
Der Stoß traf.
Kein Schaden –
aber ein Zurückweichen.
Jiren schnaufte.
Zum ersten Mal.
Nicht aus Erschöpfung.
Sondern weil er erkannte:
Dieser Gegner war anders.
Nur Bewegung.
Reaktion.
Instinkt.
Dann explodierten beide.
Ein Tanz aus Fäusten,
Licht,
Sprüngen.
Schläge,
die Mauern zertrümmert hätten,
wurden blockiert,
umgelenkt,
absorbiert.
Jiren schlug zu –
mit der Kraft eines Kometen –
doch Goku ließ sich fallen,
rollte,
tauchte unter den Schwung,
griff nach Jirens Arm und schleuderte ihn seitlich über
sich.
Der Boden barst.
Jiren landete auf den Füßen,
die Hände gespreizt,
bereit für den nächsten Ansturm.
Die Welt schwieg.
Denn dies war kein Kampf.
Es war
Balance.