Anmerkung für sensible Leserinnen und Leser:
Die folgenden Kapitel schildern Aseras Kindheit, Verbannung und jahrelangen
Überlebenskampf auf einem tödlichen Planeten.
Es geht um emotionale Vernachlässigung, Einsamkeit, extreme physische Belastung und innere Zerrissenheit.
Die Geschichte dient dem Aufbau einer Figur, die nicht durch Macht entsteht –
sondern durch den Willen, trotz allem nicht aufzugeben.
Bitte lies mit der nötigen inneren Ruhe. Manche Wunden heilen erst beim Erzählen.
#01 Aseras Origin
Prolog: Das Kind der Elite
Auf dem rauen, glühenden Boden von Planet Vegeta, dort wo
der Himmel ewig rot schimmert
und Kampfgeschrei den Tagesrhythmus ersetzt, wurde ein
Mädchen geboren.
Ihr Name: Asera.
Sie war die Tochter zweier angesehener Saiyajin:
• Karven, ein kampferprobter
Elite-Krieger, kalt und direkt.
• Lira, eine Strategin mit scharfem
Verstand und eigenem Kommando.
Doch in dem Moment, als ihr erstes Schreien verklang und
voller erwartung der Scouter ihren Wert analysierte,
senkten sich die Stirnen beider Eltern.
Kampfkraft: 12.
„…sie ist schwach“, sagte Lira tonlos.
Karven schwieg. Dann wandte er sich ab.
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Kapitel 1: Das stille Kind
Asera wuchs abgeschirmt auf. Sie erhielt Ausbildung, aber
ohne Stolz, ohne Erwartungen.
Ihre Eltern versorgten sie – nicht aus Liebe, sondern aus
Pflicht.
Sie wussten: Wäre ihr Kraftlevel bekannt, wäre das eine
Blamage.
Denn ein schwaches Kind in der Blutlinie der Elite war eine
Beleidigung für das ganze
Kastensystem der Saiyajin.
Also log man.
• Ihre offiziellen Akten wurden angepasst.
• Ihr Training fand in verlassenen
Sektoren statt.
• Kontakt mit anderen Kindern? Verboten.
Doch Asera stellte keine Fragen. Sie spürte es: Irgendetwas
an ihr war falsch.
Und mit jedem verstohlenen Blick ihrer Mutter, mit jedem
genervten Seufzen ihres Vaters…
wuchs ein namenloses Gefühl in ihr. Kein Stolz. Kein Zorn.
Nur Leere.
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Kapitel 2: Die Wahrheit kommt ans Licht
Mit dreizehn wurde sie zur regulären Prüfung der Kadettinnen
vorgeladen.
Eine Kontrollinstanz der Armee hatte begonnen, alle
Blutlinien zu durchleuchten.
Die Fälschung ihrer Akten fiel sofort auf. Ihre wahre
Kampfkraft lag jetzt bei 56.
„Unzureichend. Und ein Betrugsfall“, urteilte der Offizier.
Die Strafe als Warnung für Andere: Verbannung nach Shardak.
Kein Training, kein Schiff, kein Rückkehrrecht. Nur eine
Kapsel, ein Ziel, ein
unausgesprochener Abschied.
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Kapitel 3: Shardak – Der Ort ohne Zukunft
Der Planet war karg, grau, trostlos.
Asera landete in der Dämmerung. Der Himmel war violett, die
Erde voller Risse.
Kein Empfangskomitee, keine Nachricht. Nur Stille.
Sie war allein.
Die erste Nacht verbrachte sie in einer Felshöhle.
Die ersten Wochen lebte sie von Restwärme ihrer Kapsel und
trockenen Pflanzen.
Einmal wurde sie von einem Raubtier angegriffen. Sie
überlebte – schwer verletzt, mehr durch Reflex als durch Stärke.
Sie versuchte zu trainieren. Jeden Tag.
Doch ihre Ki war dünn. Ihre Faust hatte keine Wucht.
Und ihre Wut… kam nicht.
Was sollte sie denn hassen?
Die Welt?
Ihre Eltern?
Sich selbst?
Sie wusste es nicht.
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Kapitel 4: Eine Entscheidung im Nebel
Einmal saß sie auf einem Felsen, den Blick in die graue
Ferne gerichtet.
Sie hielt eine kleine Krallenkette in der Hand – Trophäe
eines Wesens,
das sie beinahe getötet hätte.
„Ich sollte tot sein“, dachte sie.
Aber sie war es nicht.
Sie war hier.
Sie existierte noch.
Nicht als Kriegerin. Nicht als Hoffnung.
Nur als etwas, das noch nicht aufgegeben hatte.
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Kapitel 5: Kein Retter, kein Ziel
Der Wind auf Shardak trug Metallstaub. Er schnitt durch Haut
und Kleidung.
Tag für Tag wachte Asera in derselben Felshöhle auf, schlich
hinaus, suchte Wasser, jagte kleine Kreaturen, und trainierte. Immer allein.
Immer mit demselben Ergebnis: zu schwach.
Doch sie hörte nicht auf.
Sie ließ sich von Dornen zerreißen, von der Sonne
austrocknen, von Kälte lähmen.
Sie zählte keine Tage. Nur Wiederholungen.
• 100 Faustschläge am Morgen.
• 1.000 Schritte mit Steinen an den
Beinen.
• Ki-Ball in der Hand – bis zur Ohnmacht.
Manchmal wachte sie mit verbrannten Fingern auf, manchmal in
einem Krater,
den sie nicht erklären konnte.
Doch ihre Kraft stieg… langsam.
122.
150.
181.
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Kapitel 6: Stimmen in der Nacht
Manchmal, wenn sie am Rand des Schlafs war, hörte sie sie:
Die Stimme ihres Vaters.
„Du hast das Feuer nicht.“
Und die ihrer Mutter:
„Du bist nicht einmal eine Technikerin wert.“
Sie hasste diese Stimmen.
Und sie brachte sie mit in ihr Training.
Als sie wieder von einem Schuppenkäfer verwundet wurde, fraß
sie das Tier roh.
Als ein Sandwurm sie zu zerquetschen drohte, schrie sie so
laut, dass ihr Ki explodierte.
Sie begann zu kämpfen, als wäre jede Attacke ein Schlag
gegen ihre Vergangenheit.
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Kapitel 7: Das Ritual des Hasses
Asera begann, ihre eigene Sprache des Trainings zu erfinden:
• Sie lief rückwärts durch Schlammhänge.
• Schlug mit bloßen Fäusten gegen Fels,
bis Blut floss.
• Trug Kadaver auf den Schultern durch
steinige Schluchten.
Und jedes Mal, wenn sie fiel, murmelte sie:
„Wenn ihr mich verstoßt… dann sollt ihr mich fürchten, wenn
ich zurückkehre.“
Ihr Ki begann sich zu verändern. Es war nicht mehr schwach –
es war unrein, zäh,
widerspenstig.
Kein reines Saiyajin-Ki. Etwas anderes… wie
verdichtete Enttäuschung.
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Kapitel 8: Der Durchbruch
An einem Tag, als sie eine der abgelegenen Vulkanspalten
durchquerte, wurde sie von einem Gesteinsschlag verschüttet.
Stundenlang lag sie unter Felsen, mit gebrochenem Bein und
blutendem Kopf.
Sie dachte, es sei das Ende.
Doch dann kam es:
Wut.
Nicht Wut auf das Schicksal.
Nicht auf den Planeten.
Sondern auf sie selbst.
Dass sie noch immer gehofft hatte, dass jemand kommt.
Dass sie geglaubt hatte, eines Tages zurückkehren zu können.
Sie schrie. Und diesmal… war es anders.
Der Boden bebte. Die Felsen barsten.
Ihr Ki loderte auf wie Feuer – ungezügelt, flackernd, heiß.
Kampfkraft: 1.100. Und es stieg weiter.
Asera stand auf. Ihre Augen waren blutunterlaufen. Ihre
Muskeln zitterten.
Doch in ihr brannte etwas, das nie wieder verlöschen würde.
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Kapitel 9: Der neue Schwur
In der Nacht, als der Sturm über die Ebene zog, stand Asera
auf einem Felsen,
den Blick in die dunkle Ferne gerichtet.
Ihre Arme waren von Narben gezeichnet. Ihre Aura war
unstabil, flackernd, aggressiv.
„Ich will eure Anerkennung nicht mehr“, flüsterte sie.
„Ich will nur, dass ihr mich seht… und erkennt, was ihr
verloren habt.“
Sie ballte die Faust – ein Ki-Strahl schoss in den Himmel.
Kein Ziel. Nur ein Schrei.
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Kapitel 10: Der Aufstieg im Staub
Jahre vergehen.
Die Oberfläche von Shardak kennt sie wie ihren eigenen Atem.
Die Felsen, die Höhlen, die Raubtiere – alles hat sie
bekämpft. Alles hat sie überlebt.
Asera ist nicht mehr das schwache Kind.
Ihr Körper ist gestählt, ihre Ki-Präsenz drückt die Luft um
sie nieder.
Die Kampfkraft: über 32.000. Und noch immer steigend.
Aber niemand sieht es.
Niemand zählt es.
Es gibt keine Anerkennung. Kein Urteil.
Nur sie – und die tägliche Prüfung, ob sie noch lebt.
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Kapitel 11: Die Stimmen der Leere
Sie trägt inzwischen einen alten, funktionsgestörten
Scouter,
den sie aus einem verrosteten Wrack gezogen hat.
Er empfängt kaum etwas – Fragmente, Rauschen, selten klare
Kommunikation.
An jenem Tag, als sich der Himmel plötzlich rötlich färbt –
anders als sonst –
lauscht sie den verzerrten Signalen.
„…Plan… Veg… vernichtet…“
„…dieser Freezer… hat sie alle… ausgelöscht…“
„…verräterisches Gesindel… dachte, sie könnten sich erheben…
HAH!“
Asera erstarrt.
Der Scouter piept. Der Empfang wird klarer.
„…ganzer Planet… in einer einzigen Ladung… wunderschön…
einfach weg…“
Sie hebt den Blick.
Und sie sieht es.
In der Ferne, jenseits der Atmosphäre – ein Lichtblitz.
Ein Funken, dann ein gleißendes Glühen,
dann… ein schwarzer Punkt.
Planet Vegeta ist weg.
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Kapitel 12: Der Zorn der Stille
Sie fällt auf die Knie.
Nicht weil sie trauert –
sondern weil sie nicht weiß, was sie fühlen soll.
Sie wollte zurückkehren – und vielleicht verachtet, aber
gesehen werden.
Doch jetzt?
Es gibt niemanden mehr, der sie sehen kann.
Keine Eltern.
Kein Volk.
Nur Staub… und das ferne Lachen eines Tyrannen.
Etwas bricht in ihr. Kein Schrei. Kein Tränenfluss.
Nur Kälte.
Dann Hitze.
Dann… Wut.
Nicht wie früher. Keine Wut auf sich selbst.
Sondern reiner, brennender Hass auf jene, die ihr Volk
ausgelöscht haben.
Ohne Warnung.
Ohne Ehre.
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Kapitel 13: Trümmer im All
Stunden später steht sie auf einem Hochplateau und blickt in
den Himmel.
In der Atmosphäre ziehen leuchtende Splitter vorbei –
glühende, schimmernde Fragmente.
Einer davon ist ein Metallkörper. Eine Raumkapsel.
Voll intakt.
Nur wenig beschädigt.
Sie fliegt langsam, steuerlos, an der oberen Grenze des
Himmels.
Asera aktiviert ihren Scouter.
Lebenszeichen: Null.
Zielort: Unbekannt.
Sie steht still.
Dann flüstert sie:
„Es gibt hier nichts mehr.“
Ein letzter Blick auf die Trümmer des einst stolzen
Heimatplaneten.
Sie ballt die Faust.
„Wenn mein Volk ausgelöscht wurde,
werde ich es der Galaxie selbst einbrennen,
dass wir existiert haben.“
Sie stößt sich vom Felsplateau ab. Ihre Aura flackert rot,
voller Druck.
Sie fliegt der Kapsel entgegen –
mit dem brennenden Wunsch, eine neue Richtung zu finden.
__
Kapitel 14: In die Leere
Sie flog.
Weg von Shardak.
Weg von allem, was sie kannte.
Die Raumkapsel hatte kaum Energie, keine klare
Zielprogrammierung.
Aber Asera brauchte kein Ziel.
Nur Entfernung.
In ihrer Brust brannte eine Flamme, die ihr keine Ruhe ließ.
Freezer.
Dieser Name hallte in ihren Gedanken wie ein schmutziges
Echo.
Er hatte ihr Volk ausgelöscht – feige, kalt, mit einem
Lachen.
Asera hatte nichts mehr zu verlieren.
Keine Heimat. Keine Familie. Kein Name, den jemand noch
kannte.
Nur einen Körper, der noch nicht gestorben war.
Und einen Zorn, der stärker wurde als alles, was sie je
gekannt hatte.
__
Kapitel 15: Der Sog
Die Kapsel driftete viele Tage durch den interstellaren Raum
–
bis plötzlich der Scouter flackerte.
Ein Alarm.
Gravitationsfeld erkannt. Unstabil. Extrem.
„Zugkraft… 28-fache Vegeta-Schwerkraft…“
„…Atmosphäre: instabil. Lebensformen: aktiv. Warnung.“
Zu spät.
Die Kapsel geriet in den Bann eines dunklen, rot leuchtenden
Planeten –
kein Name,
keine Kartierung.
Seine Oberfläche glich einer geschmolzenen Wunde.
Feurige Risse durchzogen schwarze Gesteinsplatten.
Der Himmel: grünlich schimmernd, voller Stürme aus Licht.
Beim Aufprall zerschellte die Kapsel.
Asera wurde herausgeschleudert. Ihr Körper brach mehrfach,
ihr Ki kollabierte.
Doch sie überlebte.
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Kapitel 16: Der Planet
Sie wusste nicht, wie lange sie bewusstlos war.
Aber als sie erwachte, lag sie in einer Mischung aus
Schlamm,
Knochen und leuchtendem Plasma.
Ein monströses Wesen – ein Plasmabehemoth – schnüffelte an
ihrem leblosen Körper.
Ihre Augen rissen auf.
Ki explodierte.
Sie zerschmetterte das Biest – nur um sich danach keuchend
auf die Knie zu stützen.
Jeder Muskel wehrte sich. Jeder Knochen brannte.
Doch sie stand auf.
Denn sie war eine Saiyajin.
Und jede dieser Verletzungen, jede dieser Nahtoderfahrungen
bedeutete nur eines:
Zenkai (Stärke durch überleben).
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Kapitel 17: Das neue Ritual
Auf diesem Planeten lernte sie, was Schmerz wirklich war.
• Die Luft zerrte an ihrer Lunge wie
glühendes Glas.
• Die Gravitation drückte sie nachts in
den Boden, als wolle der Planet sie verschlingen.
• Die Fauna bestand aus Kreaturen, die
selbst beißendes Ki verschlangen – und zurückschlugen.
Asera gewöhnte sich an ein neues Leben:
Leben im Sturz, Training im Tod.
Sie stellte sich absichtlich den mächtigsten Biestern.
Sie ließ sich treffen.
Absichtlich.
Denn sie wusste:
Wenn ein Saiyajin dem Tod begegnet und überlebt – wird er
stärker.
Es war keine Taktik.
Es war Wahnsinn.
Aber es funktionierte.
Jeder Knochenbruch wurde ein Baustein.
Jede offene Wunde ein Versprechen.
Sie fiel. Stand auf. Fiel wieder.
Und jedes Mal war der Druck ihrer Aura brutaler,
schwerer, brennender.
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Kapitel 18: Der Wille gegen das Universum
Sie sprach nicht mehr.
Sie dachte nicht mehr wie früher.
Ihr Ziel war nicht mehr Ruhm. Nicht mehr Anerkennung.
Nur noch:
Freezer.
Sie schwor bei jedem Herzschlag:
„Du wirst mich spüren.
Nicht durch Worte.
Nicht durch Ehre.
Sondern durch Schmerz.
So wie ich jeden Tag spüre.“
Der Planet formte sie.
Nicht mit Technik. Nicht mit Lehre.
Sondern mit roher Gewalt, Entbehrung und Zenkai für
Zenkai.
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Kapitel 19: Kein Licht, nur Feuer
Jahre vergingen. Oder was sich auf diesem Planeten wie Jahre
anfühlte.
Asera lebte nicht – sie überdauerte.
Ihre Haut war vernarbt, ihr Blick leer, ihre Aura ein
einziges, bebendes Donnerfeld.
Die Gravitation hatte ihren Körper bis zum Äußersten
gestählt.
Sie ging nicht mehr – sie stieg durch Schwerkraft, die
andere zerdrücken würde.
Sie atmete Gift und wandelte es in Zorn.
Die Plasmabestien fielen vor ihr wie Schatten.
Selbst die Wesen, die Ki verschlangen, wagten es nicht mehr,
sich ihr zu nähern.
Doch mit der Zeit wurde selbst das zur Routine.
Der Planet hatte nichts mehr, das sie fürchtete.
Sie wurde das Monster, das ihn beherrschte.
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Kapitel 20: Der Tropfen
Ihr Scouter war alt, beschädigt – doch manchmal empfing er
noch Signale.
An diesem Tag fing er ein Funksignal auf. Verzerrt.
Bruchstückhaft.
Aber die Worte trafen wie ein Schlag ins Herz:
„…Kakarot hat ihn fast getötet…“
„…Freezer am Boden…“
„…er hat ihn verschont.“
Asera erstarrte.
Kakarot.
Das war doch ein Saiyajin Name…
Er hatte überlebt.
Er hatte Freezer gegenübergestanden.
Und er hatte ihn… nicht getötet?
Etwas riss in ihr.
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Kapitel 21: Der Aufstieg der Bestie
An diesem Tag regte sich etwas auf dem Planeten.
Die Plasmabestien zogen sich zurück.
Der Boden bebte.
Eine Uralte Bestie des Planeten war erwacht –
ein titanisches Wesen aus Plasma und Stein.
Ein Monstrum, das selbst der Schwerkraft spottete.
Ein Gott unter Raubtieren.
Ein Wesen, das nur dann erschien, wenn ein neuer Anwärter
für den Thron kam.
Asera stand ihm allein gegenüber.
Sie hatte keine Taktik.
Keine Strategie.
Nur Wut.
Rein.
Klar.
Brennend.
Der Kampf tobte.
Minuten. Stunden.
Die Bestie zerbrach Felsen mit einem Brüllen.
Sie zerschmetterte Aseras Rippen.
Brach ihren Arm.
Riss durch ihr Fleisch.
Doch sie kämpfte weiter.
Lautlos.
Grimmig.
Und dann – am Rand des Todes, im Krater ihres eigenen Blutes
– dachte sie an alles:
• An die verachtenden Blicke ihres Vaters.
• An das kalte Urteil ihrer Mutter.
• An die Verbannung.
• An Shardak.
• An Freezer.
• An Kakarot.
An den, der die Chance hatte, Gerechtigkeit zu bringen…
und versagte.
__
Kapitel 22: Supernova
Sie schrie.
Nicht mit Stimme – sondern mit Seele.
Ein Licht explodierte in ihr.
Nicht wie Ki.
Nicht wie normale Kraft.
Sondern wie ein Stern, der den Tod ablehnt.
Ihr Haar stand auf, gleißend hell.
Gold.
Ihre Augen leuchteten, leer vor Schmerz.
Die Luft zitterte.
Der Boden zerbrach.
Der Planet selbst schien zurückzuweichen.
Die Bestie stürmte erneut auf sie zu.
Doch Asera –
der erste Schrei seit Jahren auf den Lippen –
zerschmetterte sie mit einem einzigen Schlag.
Der Himmel öffnete sich.
Der Donner verklang.
Und dort stand sie –
allein –
im Licht ihres eigenen Zorns.
Ein Super-Saiyajin.
__
Kapitel 23: Zeitlos
Die Tage auf diesem Höllenplaneten verloren ihre Bedeutung.
Die Sonne stand nie still, der Himmel veränderte sich in
Farben, die kein Bewusstsein
erklären konnte.
Asera hatte kein Zeitgefühl mehr. Kein Maßstab für Tage,
Wochen, Jahre.
Nur eines blieb konstant:
Kampf.
Der Planet hörte nie auf, neue Monster zu gebären.
Unmögliche Wesen, aus Flammen, Kristall oder reiner Energie.
Und sie kamen… zu ihr. Immer wieder.
Als ob der Planet selbst sie prüfte. Oder hasste.
Sie schlief kaum.
Aß selten.
Trainierte nie – weil ihr ganzes Dasein Training geworden
war.
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Kapitel 24: Eine Stimme aus dem Nichts
Eines Tages, beim Zerschlagen eines Kreaturen-Schwarms,
knackte ihr Scouter plötzlich.
Ein uraltes, flackerndes Signal.
Verrauscht. Kaum verständlich. Doch ein Wort stach hervor:
„…Freezer… ist tot… Erde…“
Sie erstarrte.
Tot?
Wann? Von wem?
Keine Antwort.
Das Signal brach sofort wieder ab.
Und Asera stand da – umgeben von zerstörten Leibern – und
wusste nicht,
was sie fühlen sollte.
Genugtuung?
Erleichterung?
Nein.
Nur Leere.
Denn sie hatte ihn nicht getötet.
Es war ihr Recht gewesen.
Und jemand… hat es ihr genommen.
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Kapitel 25: Die Zerstörerin
Was danach kam, war kein Leben mehr.
Asera verwandelte sich.
Nicht in eine Heldin. Nicht in eine Hoffnung.
Sondern in den Fluch dieses Planeten.
Jedes Leben, das auftauchte – egal ob instinktgetrieben oder
denkend –
wurde vernichtet.
Sie jagte.
Sie roch das Ki in der Luft.
Und sie löschte es aus, bevor es wachsen konnte.
Manchmal schrie sie bei jedem Schlag.
Manchmal schwieg sie und starrte nur.
Und manchmal… lachte sie, bitter, hart und leer.
„Ihr wollt mich brechen?
Dieser Planet. Das Universum. Die Götter?
Dann kommt. Alle.“
Sie war zur Legende dieses Ortes geworden.
Ein wandelndes, goldenes Unwetter.
__
Kapitel 26: Die Ketten des Himmels
Manchmal stand sie an den höchsten Klippen.
Versuchte, ihren Ki-Flug zu intensivieren.
Aber es reichte nicht.
Die Gravitation des Planeten schien immer stärker zu werden.
Selbst mit ihrer Kraft konnte kein Wesen entkommen.
Sie war gefangen.
Ein Monster, gefesselt an den Boden, den sie hasste.
Und doch war er alles, was sie hatte.
Dieser Gedanke – diese Erkenntnis –
ließ den letzten Rest ihrer Geduld verglühen.
Der Planet war still geworden.
Fast zu still.
Nach all den Jahren des Schmerzes, des Blutes, der
brennenden Luft
und der zermalmenden Gravitation,
war nur noch eines geblieben:
Ein letzter Herzschlag.
Asera hatte alles getötet.
Jedes Tier, jede Kreatur, jede Plasmabestie.
Jede Prüfung, jede Tortur.
Alle Wunden wurden Kraft.
Jede Nahtoderfahrung ein neues Zenkai.
Doch dann – aus dem Kern des Planeten –
kam es.
Ein Wesen, das nicht geboren war,
sondern erwachte.
Der wahre Herr dieses Höllenplaneten.
Ein Monster aus brennendem Plasma und versteinertem Ki.
Höher als jede Klippe.
Schwerer als jeder Berg.
Asera stand still, nackt in Wut und Willen.
Ihr goldenes Haar zitterte, ihre Aura tobte.
Sie fühlte keinen Zweifel mehr.
Keine Hoffnung.
Nur den unausweichlichen Sinn dieses Augenblicks.
Sie schrie –
und stürmte.
__
Kapitel 27: Der letzte Kampf
Der Himmel selbst brach auf.
Blitze durchzuckten die Atmosphäre.
Der Boden spaltete sich.
Asera wurde geschlagen.
Weggeschleudert.
Verwundet.
Sie stand wieder auf.
Jede Faser ihres Körpers war zerrissen.
Blut tropfte aus ihrem Mund.
Ein Arm hing nutzlos.
Und sie lachte.
„Ist das alles?!
Nach all den Jahren willst du mich mit Angst brechen?
Du bist zu spät. Ich bin längst tot!“
Dann hob sie ihre Hand.
Der letzte Ki-Schwall.
Die letzte Entladung.
Das Wesen raste auf sie zu.
Aseras Blick verengte sich –
sie dachte an ihren Vater.
An ihre Mutter.
An Freezer.
An Kakarot.
An das alles –
und an nichts.
Und dann brach die Wand.
Ein gleißender Lichtblitz.
Gold wurde fast Weiß.
Die Erde zitterte.
Ihr Schrei riss durch den Kosmos.
Eine neue Stufe des Super Saiyajin.
Ein Moment.
Ein einziger.
Und die letzte Bestie wurde
vernichtet.
__
Kapitel 28: Der Planet stirbt
Zuerst war es nur ein Beben.
Dann das Krachen.
Dann das Zerreißen der Luft.
Lichtspalten durchzogen den Boden.
Gebirge stürzten ein.
Die Atmosphäre flackerte.
Asera taumelte.
„…Was…?“
Ein Blick auf den Himmel zeigte es ihr.
Die Ionenschicht kollabierte.
Der Magnetkern brach.
Das Gravitationsfeld kippte.
Der Planet starb.
Wegen ihr.
__
Kapitel 29: Engel
Sie stand allein auf einem schwebenden Fels,
das Haar noch immer zuckend in elektrischer Aura,
die Augen starr.
Dann…
eine Stimme.
Klar. Ruhig.
Unnatürlich friedlich.
„Du hast deinen Planeten getötet.“
Asera drehte sich blitzschnell.
Kampfhaltung. Ki geladen.
Doch die Frau vor ihr lächelte nur.
Ein Stab in der Hand.
Eine himmlische Präsenz.
Keine Aura. Kein Ki.
Etwas anderes.
„Wer… bist du?“ keuchte Asera.
„Mein Name ist Vados.
Ich bin ein Engel.
Ich reise zwischen Universen.
Und du… bist mir aufgefallen.“
„Was meinst du mit… ich habe den Planeten getötet?!“
Vados zeigte nach unten.
Die Oberfläche war aufgebrochen.
Lava stieg auf.
Ganze Platten kollabierten.
„Dieser Planet lebte.
Nicht wie du. Nicht wie ich.
Aber er lebte.
Er sah dich als Beute, hielt dich gefangen und versuchte
dich zu verschlingen.
Und nun…
ist dein Zorn zu groß für ihn geworden.
Du hast ihn gebrochen.“
Sie schwieg.
Ihr Herz pochte.
„Was willst du von mir?“
„Nichts.
Doch ich kann dir zeigen,
dass es mehr gibt
als Zorn, Überleben und Vergeltung.
Wenn du willst.“
Asera starrte.
Lange.
Dann –
der Boden unter ihr brach endgültig.
Doch Vados hob nur die Hand.
Und der Moment fror ein.
__
Kapitel 30: Der Atem danach
Der Himmel zerbrach.
Licht stürzte auf den Planeten.
Alles unter Asera fiel, brannte, zerbrach.
Doch sie stand noch.
Ihre Aura flackerte.
Der Sturm in ihr ebbte ab.
Blitze zogen sich zurück.
Die goldene Mähne senkte sich –
und ihr Haar wurde wieder schwarz.
Zum ersten Mal seit… sie wusste nicht mehr wie lange,
wurde es still in ihr.
Sie atmete.
Langsam.
Tief.
Kein Zorn mehr.
Nur…
Erschöpfung.
__
Kapitel 31: Das Angebot
Die Frau – Vados – war noch da.
Keine Bedrohung. Kein Druck.
Nur Präsenz.
„Du hast gekämpft, lange genug“, sagte sie ruhig.
Asera sagte nichts.
Sie konnte nicht.
Vados hob den Stab.
Ein schwaches, grünes Licht flackerte auf.
„Ich mache dir ein Angebot, Asera.
Ein neues Ziel.
Ein Ort, wo deine Kraft gebraucht wird.
Ein anderes Universum.“
Asera sah ihr in die Augen.
Keine Lügen. Keine Drohungen.
Nur eine Frage.
Sie nickte.
„Bring mich fort. Irgendwohin… wo nicht alles schreit.“
__
Kapitel 32: Ein neues Universum
In einem gleißenden Lichtstoß verließen sie den sterbenden
Planeten.
Asera spürte das Raum-Zeit-Kontinuum selbst vibrieren.
Doch es tat nicht weh.
Nicht wie alles zuvor.
Sie erwachte auf einem grünen Plateau.
Warme Luft.
Vögel.
Ruhe.
Am Horizont: eine Trainingsarena.
Energiebarrieren.
Felsen, Bäume – sorgfältig verteilt.
Und drei vertraut-unbekannte Ki-Signaturen.
Sie traten näher.
Junge Krieger.
Cabba – aufrecht, höflich, fokussiert.
Caulifla – wild, direkt, mit blitzenden Augen.
Kale – still, wachsam, aber spürbar kraftvoll.
Vados stand neben ihr.
„Cabba. Caulifla. Kale.
Das ist Asera.
Sie wird ab jetzt mit euch trainieren.“
Die drei sahen sie an –
und erstarrten.
Asera stand da, zerschunden, von Narben übersät,
der Kampanzug mehr Fetzen als Stoff.
Dreck in den Haaren. Die Augen getrübt.
Das Ki… alt, tief, gewalttätig.
Caulifla zog die Augenbraue hoch.
„Was ist mit der passiert?!“
Cabba trat einen Schritt zurück.
„Ist sie… verwundet? Oder… verstrahlt?“
Kale schwieg. Aber ihre Augen weiteten sich.
Vados neigte den Kopf.
„Oh… natürlich. Ich sollte mich darum kümmern.“
Sie hob ihren Stab.
Ein leises Flirren –
ein grüner Schein.
Aseras Wunden schlossen sich, als hätte es sie nie gegeben.
Ihre Müdigkeit wich.
Die Schmerzen verschwanden.
Ihre Augen wurden wieder klar.
Und mit einem Hauch Wind –
wechselte ihre Kleidung.
Ein frischer, maßgeschneiderter Kampfdress.
Schlicht, schwarz-grau mit roten Linien, saiyanisch, aber
elegant.
Asera stand gerade.
Zum ersten Mal.
Ohne Blut. Ohne Rauch.