#06 Asera: Sadala Chroniken Teil 2

Kapitel 51 – Die erste Flamme

Nächster Tag. Cabba stand in der Mitte der Arena, die Arme
hinter dem Rücken verschränkt, vor sich: Reka, Nalli und Junu – bereit,
aufmerksam, voller Energie.

Asera, Caulifla und Kale saßen weiter hinten auf der
Tribüne.

Beobachtend. Kommentarlos – zumindest noch.

„Also gut“, begann Cabba, sichtlich bemüht, die Rolle des
Lehrers ernst zu nehmen.

„Ich dachte mir, wir fangen gleich mit dem an, was ich
Caulifla damals beigebracht habe.“ Er sah in drei gespannte Gesichter.

„Es geht um den ersten Schritt zur Verwandlung – den
Super-Saiyajin.“

Reka, Nalli und Junu nickten gleichzeitig. Cabba hob einen
Finger.

Er ging ein paar Schritte näher. „Konzentriert euch auf
euren Rücken.

Oben, zwischen den Schulterblättern – nicht auf die Muskeln,

sondern auf die Energie, die dort ruht.“ Er machte
eine Geste mit der Hand,

als würde er ein Feuer mit den Fingerspitzen spüren.

„Dort ist etwas. Ein Brennpunkt. Wenn ihr euch darauf
fokussiert…

wenn ihr euch darauf einlasst… dann fühlt ihr ein
Kribbeln.

Wie Wärme, die sich auflädt. Wie Spannung in der Luft vor
einem Sturm.“

Die drei sahen sich kurz an. Dann schlossen sie die Augen.
Still.

Konzentration. Atmung. Zuerst nichts.

Dann: ein Hauch. Ein leises Flackern in der Luft.

Und plötzlich – ein Zing.

Ein Schockwelle aus Energie. Goldene Lichtblitze zuckten.

Cabba riss die Augen auf. „Was?!“ Denn dort – mitten auf dem
Sandplatz –

stand Junu. Umgeben von goldener Aura. Die Haare
aufgerichtet.

Die Augen türkis. Super-Saiyajin. Auf Anhieb.

Reka und Nalli starrten sie an. Junu selbst blinzelte.

„Ich… ich hab einfach nur gespürt, wo du gesagt hast. Und
dann… war es da.“

Caulifla sprang auf. „Das gibt’s doch nicht! Die hat’s
einfach so geschafft?!“

Kale lächelte. „Sie war still… aber klar.“

Asera sagte nichts. Aber ihr Blick lag auf Cabba.

Cabba ging langsam zu Junu. Die Aura flackerte noch, doch
sie blieb stabil.

Er legte ihr die Hand auf die Schulter. „Das war…
beeindruckend.“

Reka knirschte leicht mit den Zähnen. Nalli atmete durch.

„Okay“, sagte Reka. „Jetzt erst recht.“

Der erste Schritt war getan. Und die Flamme, die in Junu
brannte,

würde nur der Anfang sein.

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Kapitel 52 – Der erste Eindruck

Vados war angekündigt worden. Champa nicht. Und so standen
sie plötzlich da –

ein Gott der Zerstörung und seine Begleiterin. Am Rand der
Trainingsarena,

beobachtend, beurteilend.

Reka, Nalli und Junu sahen den Besucher neugierig an. Sie
kannten ihn nicht.

Sie wussten nicht, wer er war. Und sie
reagierten… nicht so, wie es einem Gott der Zerstörung gebührte. Ein leichtes
Nicken von Reka. Ein lockeres „Hallo“ von Nalli.

Junu verneigte sich höflich, aber ohne Bedeutung.

Champa verzog die Miene. Sein Blick wurde finster. Die Luft
vibrierte leicht –

ein Hauch von Kraft, unterschwellig, aber spürbar. Noch
sagte er nichts.

Aber jeder sah es. Doch bevor sich etwas zuspitzen konnte,

bewegte sich Asera. Entschlossen, ruhig, direkt. Sie trat
einen Schritt vor –

stellte sich zwischen Champa und die drei. Nicht feindlich.
Aber klar.

Champa hielt inne. Nur ein Hauch. Ein Reflex.

Denn auch er spürte es: Diese Frau war kein gewöhnliches
Wesen.

Und sie begegnete ihm mit Respekt – aber ohne
Unterwürfigkeit.

Asera verbeugte sich leicht. Ihre Stimme ruhig, deutlich:

„Verzeiht, Lord Champa. Die drei wissen nicht, wem sie
gegenüberstehen.

Aber ich versichere euch: Sie lernen schnell.

Und sie werden sich als würdig erweisen.“

Champa verschränkte die Arme. Sein Blick ruhte auf ihr. Dann
auf den drei Frauen.

Vados sagte nichts, doch ein Lächeln spielte in ihren
Augenwinkeln.

Jetzt traten Reka, Nalli und Junu vor. Deutlich demütiger.
Reka senkte den Blick.

„Verzeiht unser Verhalten, Lord Champa. Wir wussten nicht,
wer Ihr seid.“

Nalli folgte sofort: „Es war nicht aus Respektlosigkeit.
Nur… Unwissen.“

Junu verneigte sich tief. „Wir danken für Eure Anwesenheit.“

Champa sah sie lange an. Dann schnaubte er.

„Hmpf. Dann sorgt dafür, dass euer Training keine
Zeitverschwendung ist.“

Asera blieb ruhig. Ihr Blick kurz auf Vados – dann wieder
auf Champa.

„Sie werden es.“

Und in diesem Moment – so kurz und unscheinbar er auch war –

war klar geworden: Diese Familie hatte sich verändert. Sie
war gewachsen.

Und sie stand füreinander ein. Selbst vor einem Gott.

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Kapitel 53 – Die Wahrheit über Asera

Kaum waren Champa und Vados verschwunden, kehrte Stille ein.

Aber nicht die entspannte, gewohnte – sondern jene, die
Fragen hinterlässt.

Cabba stand noch immer etwas angespannt da. Dann atmete er
tief durch

und sah zu Reka, Nalli und Junu. „Ich glaube… es ist Zeit,
dass ihr versteht,

wer das eben wirklich war.“ Die drei sahen ihn
aufmerksam an.

„Champa ist der Gott der Zerstörung unseres
Universums“, begann er.

„Er hat die Autorität, ganze Planeten auszulöschen, nur weil
sie ihm nicht gefallen.

Er ist… nicht nur stark. Er ist absolut.“

Reka runzelte die Stirn.

„Und diese Art von Macht… existiert hier einfach?“

„Nicht nur hier“, sagte Cabba ruhig. „Es gibt mehrere
Universen.

Und jedes hat einen Gott wie ihn. Aber was noch wichtiger
ist…“

Er machte eine kleine Pause, sein Blick wanderte zu Asera.

„…er hat Respekt vor ihr.“

Nalli schluckte. Junu wirkte stiller als sonst.

Und Reka sah nun mit anderem Blick zu Asera –

als hätte sie sie zum ersten Mal wirklich wahrgenommen.

„Unsere Asera ist halt kein normaler Saiyajin“, warf
Caulifla ein – wie immer ohne Umweg. „Sie ist stärker als viele Götter.“

Stille. Drei erstaunte Blicke. Wirklich erstaunt.

Reka: „Das meinst du nicht ernst… oder?“

Nalli: „Das ist… doch nicht möglich.“

Junu sagte nichts – doch ihre Augen lagen fest auf Asera.

Asera wollte gerade etwas sagen, doch Caulifla ging bereits
zwei Schritte nach vorne

und streckte herausfordernd den Finger aus. „Dann zeig’s
ihnen.“

„Was?“ Asera blinzelte.

Die Form. Deine Wutform. Vor der sogar Götter
zurückweichen.“

„Caulifla…“, begann Asera warnend.

„Ach komm schon“, grinste Caulifla. „Wenn sie zu uns gehören,

dann sollten sie wissen, mit wem sie es zu tun haben.“

Kale trat nun ebenfalls näher, leise, aber mit Zustimmung in
der Stimme:

„Ich finde… sie sollten es sehen. Damit sie es verstehen.“

Asera sah die drei an. Dann Caulifla. Dann Kale.

Und sie atmete langsam aus. „Gut.“

Der Sand unter ihren Füßen begann zu zittern. Die Luft
verdichtete sich.

Die Atmosphäre – veränderte sich.

Ein erster Funke. Dann der nächste. Und dann… begann alles
zu leuchten.

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Kapitel 54 – Wenn selbst der Planet innehält

Sie standen bereit. Ein Halbkreis um die Arena. Nicht zu nah

aber auch nicht weit genug, um es nicht zu
fühlen.

Nur zwei blieben dicht bei ihr. Kale. Caulifla. Beide ruhig,

beide entschlossen – beide wussten, was gleich kommen würde.

Asera schloss die Augen. Ein tiefer Atemzug. Dann – öffnete
sie sie wieder.

Und mit einem Schlag änderte sich alles. Die Aura
schoss in die Höhe –

nicht Gold, nicht Blau – sondern ein gewaltiges, flammendes
Leuchten

aus Rot und Violett, wild und
gleichzeitig kontrolliert.

Die kontrollierte Wutform. Nicht entfesselt –

aber spürbar bis in den Kern des Planeten.

Die Luft krümmte sich, der Boden bebte. Nicht durch Druck –

sondern durch eine Gegenwart, die keine Schwäche
duldete.

Die Aura raste über Sadala, als hätte sie eine Seele –

schnell, erbarmungslos, mächtig.

Cabba trat automatisch einen Schritt zurück,

auch wenn er sie kannte. Reka, Nalli und Junu wichen nicht –

aber ihre Körper wollten fliehen. Reka hatte das Gefühl, ihr
Herz würde stehen bleiben. Nallis Knie zitterten. Junu rang um Haltung –

doch man sah es in ihren Augen: Es war, als würde ein Teil
von ihnen

sagen, dass das da nicht mehr Saiyajin war. Sondern
etwas… darüber hinaus.

Etwas, vor dem selbst ihr Instinkt warnte.

Und dennoch – wichen sie nicht vollständig zurück. Sie
wollten dazugehören.

Dann – ebenso plötzlich wie sie kam – verblasste die Aura.

Asera stand still. Kein Zucken. Kein Wort. Nur der Nachhall
in der Luft –

und der flimmernde Staub am Boden. Der Planet beruhigte
sich.

Wirklich. Als hätte er selbst die Luft angehalten

und erst jetzt wieder zu atmen begonnen.

Cabba trat näher, vorsichtig – die drei folgten langsamer.

Asera sah sie an. Nicht triumphierend. Nicht fordernd.

Nur mit einem einfachen Blick: So bin ich. Und ihr habt
es gesehen.

Doch bevor jemand etwas sagen konnte, wandte sich Kale
leicht zur Seite.

„Da ist… etwas.“

Alle drehten sich. Am Horizont – nur als dunkle Schatten
gegen das Licht sichtbar –

bewegte sich etwas auf sie zu. Langsam. Aber sicher.

Caulifla kniff die Augen zusammen. „Das… sind keine
Trainingsgäste.“

Asera trat einen Schritt nach vorn. Die Aura war
verschwunden –

aber ihre Präsenz nicht.

„Bleibt zusammen“, sagte sie ruhig. Denn wenn der Planet
still wird –

und neue Schatten nahen – dann ist es Zeit, wieder wachsam zu
sein.

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Kapitel 55 – Blut und Pflicht

Sie landeten mit Wucht. Sieben gepanzerte Saiyajin-Krieger,
präzise geordnet,

die Rüstung glänzend, das Auftreten militärisch.

In ihrer Mitte: ein Mann von aufrechter Haltung, scharfem
Blick

und einer Ausstrahlung, die selbst ohne Aura spürbar war.

Der König von Sadala. König Ralvek.

Cabba machte sofort einen Schritt nach vorn, erkannte ihn
augenblicklich.

Er stand still – respektvoll, aber wachsam.

Hinter ihm aber – bewegte sich jemand. Reka.

Sie trat unauffällig einen halben Schritt zurück, stellte
sich direkt hinter Cabba

und versuchte, sich dem Blick des Königs zu entziehen.

Doch Asera trat bereits vor. Ruhig. Souverän.

Der König sprach, ohne Einleitung – ohne Höflichkeiten.

„Lord Champa hat mir befohlen, mich nicht

in die Angelegenheiten seiner Kämpfer einzumischen.“

Seine Stimme war klar, kontrolliert – aber nicht kalt.

„Doch bei dem, was eben von diesem Ort ausgegangen ist…

muss ich zumindest ausschließen, dass von euch eine Gefahr
für mein Volk ausgeht.“

Er sah Asera direkt an. Prüfend. Nicht aggressiv – aber
wachsam.

Dann wanderte sein Blick über die Gruppe. Blieb an Cabba
hängen.

Oder besser gesagt: an Reka,

die sich halb hinter ihm verborgen hatte. Ein Hauch von
Verwunderung zuckte über sein Gesicht. Sein Blick wurde schärfer.

„Das Mädchen da“, sagte er plötzlich. „Zeig dich.“

Stille. Alle sahen zu Reka. Sie zögerte. Noch ein Atemzug
lang. Dann trat sie vor.

Langsam. Mit geradem Rücken – aber mit einer Stimme, die
viel mehr sagte als nur ihre Worte: „Ja, Vater.“

Der Schlag kam nicht körperlich. Aber er traf. Cabba riss
die Augen auf.

Caulifla drehte sich so schnell, als hätte jemand ihr einen
Schlag verpasst.

Kale hielt den Atem an. Nur Nalli und Junu sahen sich an –
nicht überrascht.

König Ralvek stand regungslos. Doch in seinen Augen lag nun
etwas,

das nicht mehr König war. Sondern Vater. Eine Mischung aus
Erkennen,

Zweifel und dem Hauch einer Schuld, die zu lange geschwiegen
hatte.

Und Asera? Sie stand da – wie immer – und sagte nichts.

Noch nicht. Denn manche Wahrheiten muss man nicht
aussprechen.

Man muss nur da sein, wenn sie fallen.

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Kapitel 56 – Drei Worte, eine Wahrheit

König Ralvek trat näher, die Soldaten hinter ihm reglos –
wie Statuen in voller Rüstung. Sein Blick ruhte auf Asera, nach wie vor mit
prüfender Schärfe.

Asera blieb ruhig. Ihre Stimme war gefasst, fest – aber
nicht konfrontativ:

„Die Kraft, die Ihr gespürt habt, ging von mir aus.

Aber ich bin keine Gefahr für euer Volk.“

Ein Moment verging, in dem selbst der Wind innehielt.

Dann nickte der König leicht – nicht überzeugt, aber bereit
zuzuhören.

Sein Blick wechselte zurück zu Reka. „Was tust du hier?“

Reka öffnete den Mund – doch bevor sie antworten konnte,

hob Asera die Hand. Ihr Blick ging zu Cabba. „Du solltest
das erklären.“

Cabba atmete tief ein. Dann trat er einen Schritt nach
vorne,

die drei Frauen ganz natürlich an seiner Seite. „Reka… ist
mit mir zusammen.“

Ein Moment der Stille. Der König hob leicht die Braue –

doch bevor er etwas sagen konnte, kam es wie aus einem Mund:

„Und wir auch.“ Nalli und Junu – im perfekten
Gleichklang.

Der Blick des Königs blieb starr. Nicht feindlich – aber
eingefroren zwischen Emotion und Etikette. Dann schloss er kurz die Augen, wie
jemand, der sein Urteil für einen anderen Moment aufhebt.

„Morgen. Alle. Im Palast.“

Ohne weiteres Wort drehte er sich um, gab ein stummes
Zeichen –

und die Soldaten erhoben sich mit einem lauten, kraftvollen
Zischen der Antriebe.

Doch nicht alle.

Einer blieb zurück. Ein junger Saiyajin-Soldat,
hochgewachsen, scharf geschnittene Züge, die Rüstung makellos, der Blick
giftig.

Er trat langsam zu Cabba. Der sah ihn verwundert an.

Ein Hauch von Wiedererkennung – aber ohne Namen.

„Also du…“, sagte der Soldat leise, „…hast jetzt
nicht nur drei Frauen…

sondern auch noch die Prinzessin.“ Er spuckte das letzte
Wort beinahe aus.

Cabba antwortete nicht sofort. Aber Asera trat langsam einen
Schritt näher.

Die Aura in der Luft änderte sich sofort – nicht aktiv,
nicht bedrohlich –

aber wie ein Schatten, der sich an der Wand abzeichnete.

Der Soldat schnaubte, warf einen letzten Blick auf Cabba –

und flog dann wortlos davon. Offensichtlich wütend. Und
gefährlich ruhig.

Caulifla flüsterte zu Kale: „Na, der hat heute
wohl keinen guten Tag.“

Kale murmelte: „Oder kein gutes Leben.“

Asera sah dem Soldaten nach. Dann blickte sie zu Cabba.

„Morgen wird anstrengend. Du solltest bereit sein – aber
bleib du selbst.“

Cabba nickte. Und Reka legte ihm die Hand an den Arm.

Denn morgen wartete der Palast – und mit ihm vielleicht mehr
als nur eine Audienz.

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Kapitel 57 – Eine letzte Warnung

Der Soldat entfernte sich schweigend. Zorn in der
Körperhaltung,

die Fäuste leicht geballt, der Blick starr nach vorn. Er hob
langsam ab –

verließ das Gelände mit einem kräftigen Schub und flog in
Richtung Hauptstadt.

Schnell. Gleichmäßig. Aber nicht schnell genug.

Asera stand noch immer an der Stelle, wo er sich von ihnen
entfernt hatte.

Sie hatte ihn beobachtet. Jede Regung. Jede Reaktion. Dann
sagte sie leise,

ohne sich umzudrehen: „Bin gleich wieder da.“

Und sie stieg auf. Langsam zunächst. Wie ein Schatten, der
sich vom Boden löst.

Dann – mit einem einzigen, gewaltigen Stoß beschleunigte
sie.

Die Luft krachte. Ein dumpfes Grollen ging über das Land.

Ein roter Schweif wie ein Komet schnitt durch den Himmel.

Der Soldat sah es nicht sofort – doch als er es tat, war es
zu spät,

um noch wegzukommen. Asera stand plötzlich vor ihm.

Mitten in seinem Flugweg. Er hielt erschrocken inne, ruderte
leicht zurück,

konnte aber dem Blick nicht ausweichen, der ihn nun
fixierte.

Aseras Stimme war ruhig. Ohne Schrei. Ohne Aura. Aber
messerscharf.

„Ich werde es kurz machen.“ Sie trat einen Hauch näher.

Nicht genug, um ihn zu bedrohen – aber genau genug,

um jeden Gedanken an Flucht zu ersticken.

„Du hast gehört, was ich gesagt habe. Und du hast gespürt,
was ich bin.“

Ihre Augen funkelten, nicht durch Wut – sondern durch etwas
Tieferes.

Entschlossenheit. Grenzen.

„Wenn du auch nur einen Gedanken daran
verschwendest,

meiner Familie zu schaden – wirst du erfahren,

was es bedeutet, gegen jemanden zu stehen,

der selbst vor Göttern nicht zurückweicht.“

Der Soldat schluckte hart. Ein Nerv zuckte unter seinem
Auge.

Er wollte etwas sagen – doch die Worte blieben im Hals
stecken.

Asera senkte leicht den Kopf, nicht als Geste der Schwäche,

sondern als Zeichen, dass sie fertig war.

„Denk darüber nach, bevor du dumm wirst.“

Dann flog sie zurück. Langsam. Ohne Eile. Aber mit der Ruhe
von jemandem,

der weiß, dass kein weiterer Satz nötig ist.

Der Soldat blieb stehen. Mitten in der Luft. Regungslos.

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Kapitel 58 – Vor dem Thron

Der Palast von Sadala war nicht prunkvoll – aber er war
eindrucksvoll.

Hohe Säulen, kühle Steinwände, eine klare Architektur, die
nicht auf Reichtum,

sondern auf Stärke gebaut war.

Cabba trat ein – zwischen Asera und Reka, mit Junu und Nalli
nur einen Schritt dahinter. Caulifla und Kale marschierten selbstbewusst
vorneweg,

während Asera wie immer ruhig das Tempo hielt.

Doch in Cabba arbeitete es. Nicht wegen der Größe des
Raumes.

Nicht wegen der Wachen, nicht einmal wegen der königlichen
Etikette.

Sondern wegen eines einfachen Gedankens, der ihn seit dem
gestrigen Moment nicht mehr losließ: Ich bin mit der Tochter des Königs
zusammen.

Und mit zwei anderen. Und der König weiß es jetzt.

Reka schien ruhig – aber Cabba bemerkte, wie sie seine Hand
suchte.

Und dann öffneten sich die Flügeltüren zum Thronsaal.

König Ralvek saß bereits auf seinem erhöhten
Platz.

Kein Gefolge, keine Zeremonie. Nur er, die Arme auf die
Lehnen gestützt,

den Blick fest nach vorn gerichtet. Er ließ sie eintreten,

ließ sie stehen bleiben – und sagte lange nichts.

Cabba trat leicht vor, bereit etwas zu sagen, aber der König
hob eine Hand.

„Später.“

Sein Blick wanderte über die Gruppe. Über Caulifla, über
Kale, über Junu,

über Nalli – und dann blieb er bei Asera stehen. Er hielt
inne.

Ein Hauch von Unsicherheit, der wie ein Windstoß durch den
Raum ging.

„Diese… Kraft, die gestern den Himmel von Sadala zerriss…“

Seine Stimme war ruhig, aber man hörte, wie schwer die Worte
ihm fielen.

„…stammt von dir?“

Asera neigte den Kopf. Nicht unterwürfig, nicht stolz – nur
sachlich.

„Ja.“

Stille. Der König lehnte sich zurück. Sein Blick blieb auf
ihr ruhen,

doch es war, als versuche er zu begreifen, wie man sowas einem
ganzen Volk erklären sollte. „Du bist stärker als jeder Saiyajin, der je unter
meiner Flagge gekämpft hat. Stärker als unsere Armee. Vielleicht stärker als…“

Er brach ab. Der Gedanke wurde nicht zu Ende geführt –

aber er hing im Raum wie ein Rauch, den niemand wegwischen
konnte.

Dann wandte er sich zu Cabba. „Und du.“

Cabba straffte sich. „Majestät…“

„Ich habe dich respektiert. Als Krieger. Als Repräsentant
Champas.

Aber jetzt erfahre ich, dass du mit meiner Tochter…“

Er sah kurz zu Reka, die seinen Blick erwiderte – ohne
Angst.

„…und zwei weiteren Kriegerinnen verbunden
bist.“

Cabba holte Luft. „Ich liebe sie alle. Und ich… würde mein
Leben für sie geben.“

Der König schwieg. Er wirkte nicht wütend. Aber man sah, wie
seine Gedanken rasten.

„Ich muss mir überlegen, wie ich meinem Volk erkläre, dass
die stärkste Energie,

die Sadala je gespürt hat, von einer Frau ausging – und
nicht von einem Krieger unserer Armee.“

Caulifla verschränkte sofort die Arme. „Na und? Ist das ein
Problem?“

Kale legte ihr die Hand auf den Arm. Sanft. Asera sagte
nichts.

Aber ihr Blick auf den König war deutlich: Dann überleg
es dir gut.

Denn ich bin nicht verschwunden.

Und der König wusste: Diese Versammlung war nur der Anfang.

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Kapitel 59 – Königsfamilie

Die Halle war gefüllt mit angespannter Ruhe, der König hatte
Cabba mit einem Blick durchbohrt, und selbst Reka stand nun nicht mehr ganz so
entspannt wie sonst.

Da öffnete sich erneut die Tür. Ein Soldat verneigte sich.

„Hoheit, euer Sohn Tarro ist eingetroffen.“

„Schick ihn rein“, befahl König Ralvek knapp.

Tarro trat mit gewohntem Selbstbewusstsein ein.

Locker, stolz, mit diesem typischen Grinsen, das nur solche
trugen,

die selten Konsequenzen fürchten mussten. Er ging ein paar
Schritte,

nickte seinem Vater knapp zu, sah Reka, dann Cabba –

und dann fiel sein Blick auf Asera.

Er erstarrte. Sein Gesicht gefror in einer Mischung aus
Wiedererkennen, Schock –

und dem verzweifelten Versuch, die letzten Sekunden
ungeschehen zu machen.

„Du bist doch… die aus der Bar…!“

Stille. Die Worte hatten sich aus ihm herausgestohlen,

als hätte sein Verstand sich selbst verraten.

Der König runzelte die Stirn.

„Was meinst du damit, Tarro? Welche Bar?“

Tarro schluckte. Asera jedoch hob ruhig die Hand,

bevor er sich noch weiter hineinritt.

„Ich klär das.“ Sie trat einen Schritt vor.

„Letzte Woche. Ich war mit Vegeta und Cabba in der Stadt.

Wir wollten etwas trinken.“ Ein kurzer Seitenblick zu
Caulifla und Kale.

„Ihr wart nicht dabei. Die drei hier…“ – sie deutete auf
Reka, Junu und Nalli –

„…haben Cabba gerade ordentlich auf Trab gehalten.“

Ein kurzes Lächeln blitzte bei Nalli auf. Cabba wirkte, als
wolle er in den Boden sinken.

Asera fuhr fort: „Ein junger Saiyajin kam zu mir. Hat’s ein
bisschen… übertrieben.“

Der König zog eine Braue hoch. „Übertrieben?“

Asera nickte. „Unangebrachter Spruch, zu nah gekommen,
typische Aufschneiderei.

Also hab ich ihn höflich, aber bestimmt… aus dem Lokal
befördert.“

Sie sah Tarro direkt an.

„Ich wusste nicht, dass das dein Sohn ist.“

Tarro stand wie angewurzelt. Sein Gesicht rot. Sein Stolz
zerschmettert.

Und alle Augen auf ihm.

Caulifla brach als Erste in Lachen aus.

„Oh… das ist göttlich! Der Prinz flirtet mit
Asera – und kriegt’s nicht mal mit!

Hat wohl geglaubt, sie sucht sich Spielzeug!“

Kale hielt sich ein Lächeln zurück, aber man sah das Funkeln
in ihren Augen.

Der König presste sich die Hand an die Stirn. Ein leises
Stöhnen.

„Tarro… du solltest dich wirklich nicht nur auf
Kraft verlassen,

wenn du Frauen beeindrucken willst.“

Reka drehte sich langsam zu ihrem Bruder.

„Du hast versucht, Asera… unsere Asera
abzuschleppen?“

Tarro hob beide Hände. „Ich wusste es doch nicht!

Sie… sah nicht aus wie… also… ich…“

„Schon gut“, unterbrach Asera ruhig. „Ich bin niemandem
böse.

Ich wollte es eigentlich gar nicht erwähnen. Bis er sich
selbst verraten hat.“

Der König atmete schwer durch.

„Ich brauche dringend einen Moment…

bin ich froh das deine Mutter gerade nicht da ist.“

Und während Tarro schwieg, Reka die Augen verdrehte

und Caulifla sich kaum noch einkriegte, wandte sich Asera
wieder zurück an Cabba.

„Ich glaube, du hattest in dieser Bar den
entspannteren Abend.“

Cabba sagte gar nichts. Er stand einfach nur da.

Mit drei Frauen an seiner Seite. Und dem zukünftigen
Schwager

noch immer sprachlos in der Mitte des Saals.

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Kapitel 60 – Die Entschuldigung des Prinzen

Die Audienz war beendet. Die Worte gesprochen, die Blicke
getauscht.

Langsam wandte sich die Gruppe dem Ausgang zu. Cabba, Reka,
Junu, Nalli.

Caulifla, Kale – und Asera voran, wie ein Schatten aus
ruhiger Kraft.

Da trat Tarro vor. Zögerlich. Nicht wie der selbstsichere
Prinz,

den man bei seiner Ankunft gesehen hatte – sondern jemand,

der mit sich selbst gerungen hatte. Sein Gang steif, der
Blick gesenkt,

die Stimme leise – aber echt.

Tarro (leise, ehrlich bemüht)

„Asera… ich wollte mich… entschuldigen. Für mein Verhalten
in der Bar.

Ich war respektlos. Ich hab nicht gewusst, wer du bist –

aber das spielt keine Rolle. Es war falsch. Und dumm.“

Asera blieb stehen. Drehte sich langsam zu ihm um. Ein
kurzer, prüfender Blick –

dann: ein leises Lächeln.

Asera (ruhig)

„Ein Saiyajin, der Fehler zugibt. Selten. Und mutig.“

Sie ging auf ihn zu. Langsam. Geräuschlos. Aber mit jener
Präsenz,

die die Luft verdichtet, selbst ohne Aura.

Tarro schluckte. Sein Rücken blieb gerade – doch man sah es
an den Händen:

leicht verkrampft.

Asera blieb direkt vor ihm stehen. Dann hob sie die Hand –

legte sie sanft unter sein Kinn und zwang seinen Blick nach
oben.

Seine Wangen explodierten in tiefem Rot.

Asera (mit spitzbübischem Grinsen)

„Keine Sorge. Ich bin nicht nachtragend. Aber du solltest
lernen,

den Unterschied zu erkennen zwischen einer Kriegerin… und
einer Naturgewalt.“

Sie ließ ihn los, wandte sich um – und ging weiter.

Asera (ohne sich umzusehen)

„Komm, wir gehen.“

Caulifla (während sie neben Kale mitgeht, laut
lachend)

„Sag mal – glaubst du, der Kerl hat gerade auf einen Kuss
gewartet?“

Tarro (völlig überrumpelt)

„Was!? Nein! Ich– Ich hab nur– Sie hat… einfach…“

König Ralvek (murmelt, fast zu sich selbst)

„Ich kann das niemandem erklären. Nicht mal mir selbst.“

Reka (außer Hörweite, zu den anderen)

„Mein Bruder ist so peinlich… Wenn wir das erzählen,
glaubt’s kein Mensch.“

Cabba (schmunzelnd)

„Dann wird’s wohl schnell zum Lieblingsgerücht auf Sadala.“

Asera (während sie das Tor durchschreiten)

„Wenn er Glück hat, schreiben sie ein Lied drüber.

Wenn nicht – schreibt Caulifla eines.“

Caulifla (grinst breit)

„Titel: ‚Wie der Prinz eine Wölfin streicheln wollte –

und mit verbrannten Pfoten nach Hause ging‘.

Kale (kichernd)

„…Das klingt tatsächlich wie du.“

Ein letzter Blick zurück. Ein geschlagener Prinz. Ein rot
werdender König.

Und Asera – die längst wusste: Nicht jeder Sieg wird durch
Kampf errungen.

Manche nur durch Haltung.

Abgang mit Stil.

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Kapitel 61 – Drei Funken, ein Schatten

Tage waren vergangen. Tage voller Schweiß, Rufen, geballter
Fäuste und erschöpfter Muskeln. Und vor allem: Geduld. Cabba hatte es sich zur
Aufgabe gemacht,

jeder der drei Frauen den Weg zum Super-Saiyajin zu zeigen.

Es war nicht leicht. Nalli hatte lange gebraucht, aber dann
– mit einem lauten Schrei,

der zwischen Zorn und Durchbruch schwankte – zuckte goldenes
Licht durch ihren Körper. Ein Knall, ein Schub. Und dann stand sie da – die
Haare leuchtend,

die Augen türkis, das Herz rasend. Nalli war nun
ein Super-Saiyajin.

Junu war bereits Tage zuvor diesen Schritt gegangen.
Unerwartet.

Spontan. Ein rohes, wildes Aufblitzen, das alle überrascht
hatte –

sie selbst eingeschlossen. Doch Reka

…schaffte es nicht.

Nicht, dass sie schwach gewesen wäre. Sie war schnell,
präzise,

hatte Ausdauer und Technik. Aber jedes Mal, wenn sie
versuchte,

ihren Zorn zu bündeln, ihn zu greifen, ihn in Kraft zu
wandeln –

war es, als würde etwas in ihr dagegenhalten.

Sie keuchte nach dem dritten Versuch des Tages, die Hände
auf den Knien,

der Blick zu Boden. Junu legte ihr eine Hand auf den Rücken,

Nalli bot ihr wortlos Wasser an. Cabba sagte nichts. Aber
seine Miene war ernst.

Asera beobachtete aus der Ferne. Caulifla saß neben ihr,

Kaustäbchen im Mundwinkel, Arme hinter dem Kopf verschränkt.

Caulifla (halb murmelnd)

„Sie versucht’s zu sehr.“

Asera (ruhig)

„Oder sie kämpft gegen etwas, das sie nicht versteht.“

Reka sah zu ihnen rüber, nur für einen Moment. Ihr Blick war
klar –

aber er flackerte. Und in diesem Flackern war keine
Schwäche. Nur…

Frust.

Die Sonne ging langsam unter, warf lange Schatten über die
Arena.

Und einer davon lag – ganz leise – auf Rekas Herz.

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Kapitel 62 – Was in dir wartet

Die Sonne war längst untergegangen. Der Trainingsplatz lag
verlassen,

nur vereinzelte Druckstellen im Boden erzählten noch von den
Kämpfen des Tages.

Reka saß am Rand der Arena, die Knie angezogen, den Blick in
den dunkler werdenden Himmel gerichtet. Ihr Gesicht war still – nicht traurig,

aber nicht mehr so stolz wie sonst.

Leise Schritte näherten sich. Sie sah nicht hin. Musste sie
nicht.

Asera.

Die Saiyajin setzte sich wortlos neben sie.

Nicht aufdringlich. Nicht belehrend. Einfach nur… da.

Ein langer Moment verging.

Dann:

Reka (leise)

„Was ist, wenn es einfach nicht in mir ist?“

Asera schwieg. Nicht, weil sie keine Antwort hatte – sondern
weil sie wusste,

dass Stille manchmal mehr sagt als jeder Rat.

Reka „Ich hab gesehen, wie Junu es geschafft hat.

Und Nalli. Ich war stolz. Wirklich.“

(pause)

„Aber ich frag mich… ob ich einfach anders bin.“

Asera (still)

„Du bist anders.“

Reka sah sie an.

Asera

„Aber nicht… weniger.“

Der Wind zog sacht über den Boden, spielte mit Rekas Haar.

Sie ließ den Kopf sinken, nicht vor Scham,

sondern weil sie spürte, dass ihre Fassade bröckelte.

Reka

„Ich war immer stark. Immer klug. Immer… kontrolliert.“

(schaut zur Seite)

„Vielleicht bin ich zu kontrolliert, um loszulassen.“

Asera (leise)

„Du hast dein Leben lang gelernt, zu funktionieren. Weil du
dachtest,

du musstest.“

(pause)

„Aber der Super-Saiyajin kommt nicht durch Pflicht. Sondern
durch etwas,

das bricht. Oder aufbricht.“

Reka sagte nichts. Aber ihre Augen wurden feucht.

Asera legte eine Hand auf ihre Schulter.

Asera

„Du wirst es schaffen. Nicht weil du musst. Sondern weil etwas
in dir wartet
,

das du selbst noch nicht kennst.“

Ein Atemzug. Ein Hauch von Ruhe. Und für einen Moment –

war Reka nicht die Prinzessin. Nicht die Kämpferin. Nicht
die, die hinter Cabba stand.

Sondern einfach nur ein Mädchen, das sich fragte, ob sie gut
genug ist.

Und Asera, die es längst wusste.

__

Kapitel 63 – Drei Tage, ein Jahr

Der Morgen war ruhig. Zu ruhig. Bis Vados erschien. Ein
leises Surren.

Ein Wind, der nicht vom Wetter kam. Dann stand sie vor dem
Haus –

mit ihrer typischen Gelassenheit und etwas,

das ganz eindeutig keine gute Nachricht war.

Vados (ruhig, fast beiläufig)

„Lord Champa und Lord Beerus haben sich erneut

auf ein Turnier geeinigt. In drei Tagen.“

Die Köpfe hoben sich. Caulifla grinste sofort. Cabba atmete
tief durch.

Kale wurde still. Reka, Junu und Nalli tauschten einen Blick

halb stolz, halb überrascht.

Vados

„Zehn Kämpfer pro Universum. Botamo und Magetta werden nicht
mehr teilnehmen –

ihre Schwachstellen sind zu bekannt geworden.

Und… Frost wurde von Lord Champa persönlich ausgeschlossen.“

Asera schloss die Augen. Nur kurz.

Asera (leise)

„Ich kann mir denken, warum.“

Caulifla drehte sich zu den drei Frauen um.

„Na dann – willkommen im Team.“

Doch Asera blieb still. Nur für einen Moment – dann trat sie
zu Vados,

führte sie ein Stück abseits vom Rest.

Asera (ernst, ruhig)

„Vados… Reka ist noch nicht so weit.“

(pause)

„Sie ist stark. Aber sie hat ihren Weg noch nicht gefunden.

Drei Tage… reichen nicht.“

Vados lächelte leicht, nicht spöttisch, sondern mit einem
Hauch von Erwartung.

Vados

„Dann… gehen wir doch dorthin, wo ein Tag genug ist für ein
ganzes Jahr.“

 Asera sah sie fragend an.

Asera

„Was meinst du?“

 Vados

„Den Raum von Geist und Zeit. Ein abgeschlossener Ort. Ein
Tag draußen entspricht einem Jahr drinnen. Keine Ablenkung. Nur du. Und deine
Kraft.“

Asera schwieg. Ein Jahr für Reka. Ein Ort ohne Ausflüchte.

Kein Weglaufen, kein Zögern.

Asera (sachlich)

„Ich kenne diesen Raum nicht. Aber… er könnte genau das
sein, was sie braucht.“

(pause)

„Komm bitte morgen noch einmal vorbei. Ich werde mit ihr
sprechen.“

Vados nickte. Dann verschwand sie so lautlos, wie sie
gekommen war.

Asera blickte zurück zu Reka. Sie lachte gerade über etwas,

was Junu ihr ins Ohr geflüstert hatte. Doch selbst aus der
Ferne

sah Asera es: Ein kleines Flackern. Ein Funke, der nur
darauf wartete,

endlich zu brennen.

__

Kapitel 64 – Ein Tag für euch, ein Jahr für uns

Der späte Nachmittag tauchte den Trainingsplatz in warmes
Licht.

Asera trat in die Mitte der Gruppe, ihre Haltung war ruhig,

aber man sah es in ihrem Blick: Etwas Wichtiges stand bevor.

Asera

„Ich muss mit euch allen sprechen. Es geht um Reka.“

Reka hob den Kopf, ein Hauch von Verwunderung in ihrem
Blick.

Junu und Nalli wirkten wachsam, Cabba trat etwas näher.

Asera

„Reka ist stark. Aber sie hat ihren Weg noch nicht gefunden.

Und mit dem Turnier, das in drei Tagen beginnt, bleibt uns
kaum Zeit.“

(pause)

„Doch es gibt einen Ort. Einen Raum, den Vados vorgeschlagen
hat.“

Stille. Dann: erwartungsvolle Blicke.

Asera

„Er heißt Raum von Geist und Zeit. Eine
abgeschlossene Dimension.

Leer. Still. Hart.“

(pause)

„Ein ganzer Tag draußen… bedeutet ein ganzes Jahr da
drinnen.“

Ein Raunen ging durch die Gruppe. Caulifla stieß Kale mit
dem Ellbogen an.

Cabba runzelte die Stirn. Junu flüsterte: „Ein ganzes
Jahr…?“

Asera fuhr fort.

Asera

„Ich werde sie begleiten. Ich werde sie trainieren. Wenn sie
bereit ist.“

Alle sahen zu Reka. Und Reka… antwortete ohne Zögern.

Reka

„Ich will es. Ich will stärker werden. Nicht nur
für das Turnier – für mich.“

Junu trat neben sie, legte einen Arm um ihre Schulter. Nalli
lächelte leise.

Cabba sagte nichts – aber sein Blick verriet alles.

Stolz. Respekt. Und Sorge.

Asera

„Vados wird morgen kommen. Dann gehen wir.“

Reka nickte. Dann senkte sie den Blick, leicht errötend.

Reka

„Aber… ich will die Nacht noch nutzen. Ein Jahr ist lang.
Ich will Junu, Nalli und… dich, Cabba… wenigstens für diese letzte Nacht noch
bei mir haben.“

Nalli grinste. „Das wirst du. Wir lassen dich nicht gehen,
ohne dass du lächelst.“

Asera trat zurück, überließ den dreien den Moment – doch als
sie Reka ansah,

sah sie es endlich. Nicht Frust. Nicht Druck. Sondern ein
Feuer. Ein Jahr Zeit.

Ein Tag in der Welt. Und eine Entscheidung, die den
Unterschied machen würde.

__

Kapitel 65 – Die Nacht davor

Der Himmel war klar, die Sterne zogen still über Sadala. Die
Häuser lagen ruhig,

das Licht gedämpft, nur das leise Zirpen in der Ferne
begleitete die Nacht.

Cabba stand noch bei Asera vor dem Haus. Kale und Caulifla
waren drinnen –

man hörte dumpfes Lachen, irgendwas mit Tee und einem zu
scharfen Keks.

Doch Cabba war ernst. Er stand still, die Arme locker
verschränkt,

der Blick auf die leicht beleuchtete Veranda gerichtet.

Cabba (leise)

„Ich wollte nur noch… sichergehen.“

(pause)

„Dass du gut auf Reka aufpasst.“

Asera sah ihn an. Ein sanftes Lächeln legte sich auf ihre
Züge.

Nicht verspielt. Nicht stolz. Nur… warm.

Asera (ruhig)

„Ich passe immer auf meine Familie auf. Egal was kommt.“

Ein Moment der Stille. Kein weiterer Austausch nötig. Denn
das, was zwischen ihnen stand, war kein Zweifel. Sondern Sorge. Die ehrliche,
tiefe Sorge,

jemanden für eine Weile zu verlieren – auch wenn man ihn in
sicheren Händen weiß.

Cabba nickte. Nicht mehr. Dann drehte er sich um und ging.

Er überquerte die kleine Wiese zwischen den beiden Häusern,

öffnete leise die Tür zum eigenen Heim und trat hinein.

Im Schlafzimmer war es still. Nur das leise Atmen dreier
Frauen

füllte die Luft mit einem friedlichen Rhythmus. Reka, Junu
und Nalli

lagen bereits im Bett. Nackt, ineinander verschlungen, Haut
an Haut,

ohne Scham, nur Nähe. Nur Vertrautheit.

Als Cabba eintrat, hob Reka leicht den Kopf.

Reka (leise)

„Alles gesagt?“

Cabba nickte. Sein Blick ruhte auf ihr. Dann auf den beiden
anderen.

Dann auf dem leeren Platz zwischen ihnen. Nalli streckte die
Hand nach ihm aus.

Junu klopfte mit einem Finger auf das Laken.

 Nalli (verschwörerisch)

„Du wolltest die Nacht doch noch nutzen, oder?“

Er lächelte, schloss leise die Tür – und trat in die Wärme,
die ihn erwartete.

Und in dieser Nacht gab es keine Kämpfe. Keine
Transformationen.

Keine Prüfungen. Nur Atem. Herzschläge. Verbundene Seelen,
die wussten,

dass der Morgen etwas Neues bringen würde. Etwas Großes.

Etwas, das Reka für immer verändern würde.

__

Kapitel 66 – Ein Jahr beginnt

Die Sonne war kaum über den Horizont gestiegen. Ein goldener
Schimmer lag auf den Häusern, das Gras glänzte noch vom Tau. Und dennoch – war
Vados bereits da.

Sie stand in der Mitte des Trainingsplatzes, leicht zur
Seite geneigt, den Stab locker in der Hand, das ewige Lächeln auf den Lippen,
das nie ganz verriet,

ob sie etwas amüsierte – oder prüfte.

Die Tür des Hauses öffnete sich. Reka, Nalli, Junu und Cabba
traten hinaus.

Reka hatte ihr Haar zusammengebunden, das Gesicht
entschlossen.

Cabba wirkte wach, aber nicht ausgeruht – und dennoch
bereit.

Vados drehte sich ihnen zu, und ohne ein weiteres Wort

reichte sie Asera einen kleinen Stoffbeutel.

Vados (ruhig)

„Magische Bohnen. Aus Universum 7. Eine reicht aus, um
selbst schwerste Wunden zu heilen. Nutzt sie mit Bedacht.“

Asera nahm den Beutel wortlos entgegen, verstaute ihn
sicher.

Die anderen traten näher. Caulifla war gerade aus dem Haus
gekommen,

Kale folgte ihr dicht. Nalli nahm Rekas Hand, Junu stellte
sich direkt neben Cabba.

Cabba (leise, aber mit Nachdruck)

„Komm wieder. Als die, die du sein willst.“

Junu

„Ein Jahr ist lang… auch wenn wir’s nur einen Tag lang
vermissen.“

Nalli (sanft)

„Aber wenn du uns vergisst, holen wir dich raus – mit
Gewalt.“

Reka lächelte. Es war ein echtes Lächeln.

Und doch lag darin ein Hauch von Abschied, den niemand ganz
ignorieren konnte.

Caulifla (grinst)

„Wenn du rauskommst und nicht mindestens als SSJ dastehst,

mach ich mit dir das Training persönlich. Ohne Bohnen.“

Kale (leise, aber klar)

„Pass auf dich auf.“

Asera trat neben Reka. Die anderen traten zurück. Vados hob
den Stab leicht –

ein leuchtender Ring öffnete sich in der Luft. Still,
stabil, weiß glimmend.

Asera (zu Reka, mit fester Stimme)

„Bist du bereit?“

Reka nickt.

„Bereiter werd ich nicht.“

Und so traten sie durch das Licht. Ein Schritt – ein leiser
Wind –

und die Welt außen wurde still.

Hinter ihnen schloss sich das Tor. Zurück blieb der Rest –

mit offenen Blicken, ruhigen Herzen und dem Wissen:

Ein Jahr würde vergehen.

Für eine einzige Chance, die alles verändern konnte.

__

Kapitel 67 – Weiße Stille

Als sich das Licht schloss, stand Reka mitten in einer
anderen Welt.

Weiß. Nichts als Weiß. Der Boden fest, der Horizont endlos,
die Luft still –

und dennoch war alles… schwerer. 

Ein einzelnes Gebäude stand da. Schlicht, funktional.

Darin ein Bett. Eine kleine Küche. Ein Badezimmer mit Wanne.

Keine Ablenkung. Keine Flucht.

Asera (still)

„Willkommen im Raum von Geist und Zeit.“

Reka trat ein paar Schritte. Man sah es sofort – die
Schwerkraft war anders.

Dichter. Als würde die Welt selbst jede Bewegung prüfen
wollen.

Asera vergeudete keine Zeit. Das Training begann noch am
selben Morgen.

Schattenkämpfe. Kraftkontrolle. Reaktionssprints. Kein
Geschrei. Kein Zorn.

Nur reine, methodische Härte.

Stunde um Stunde trieb Asera sie weiter. Und Reka hielt
durch. Immer. Aber…

…sie wirkte anders. Nicht schwächer. Nicht unkonzentriert.
Aber – verbissen.

Gegen Abend stoppte Asera. Sie stand ein paar Schritte
entfernt,

der Blick aufmerksam.

Asera (ruhig, aber direkt)

„Du kämpfst, als würdest du jemandem etwas beweisen müssen.“

Reka schwieg. Wischte sich den Schweiß aus dem Gesicht.

Doch Asera ließ nicht locker.

Asera

„Was ist es? Was liegt dir so schwer?“

Ein langer Moment. Dann, leise – fast gegen ihren eigenen
Stolz:

Reka

„Ich weiß, dass Cabba schon weiter ist. Er…

er hat den zweifachen Super-Saiyajin erreicht. Ich hab’s
gesehen. Gespürt.“

Asera trat näher. Langsam. Nichts Drängendes in ihrer
Haltung –

nur ein stilles Fragen.

Asera

„Glaubst du, du bist ihm nicht würdig?“

Rekas Blick wanderte zum Boden. Sie zuckte nicht.

Aber sie antwortete nicht sofort. Dann:

Reka

„Ich… weiß, dass er mich will. So wie ich bin. Aber ich
sehe, wie stark er geworden ist.

Wie weit Junu und Nalli sind. Und ich… steh da. Immer noch.“

Asera atmete ruhig. Dann legte sie die Hand auf Rekas
Schulter.

Nicht schwer. Nur spürbar.

Asera

„Stärke macht dich nicht würdig. Stärke ist, was entsteht,

wenn du dich selbst nicht aufgibst.“

(pause)

„Und Cabba… liebt dich. Nicht weil du stark bist. Sondern
weil du du bist.“

Reka schloss kurz die Augen. Ein Zittern ging durch ihre
Haltung.

Dann nickte sie. Nicht ganz überzeugt. Aber bereit, es zu
versuchen.

Asera trat zurück.

Asera

„Also gut. Morgen erhöhen wir den Druck.“

Ein Hauch von Lächeln. Aber kein Zweifel: Das war erst der
Anfang.

__

Kapitel 68 – Schmerz ist ein Lehrer

Der neue Tag begann nicht mit Aufwärmen. Nicht mit lockeren
Schlägen.

Nicht mit Worten. Sondern mit Druck.

Asera hatte kein Lächeln mehr im Gesicht. Keine aufbauenden
Worte.

Keine Hinweise. Nur Haltung. Präzision. Härte.

Asera

„Denk nicht. Spür. Reagier.“

Reka versuchte es. Doch jeder ihrer Gedanken wanderte zurück
zu Cabba.

Was er gerade tat. Ob er an sie dachte. Ob er sich Sorgen
machte.

Und genau das – erkannte Asera sofort.

Die Intensität stieg. Schnelligkeit. Kombinationen. Kraft.

Reka kam kaum noch hinterher. Ein Treffer an die Seite.

Ein Schlag gegen den Arm. Ein Tritt, der sie quer durch den
Raum schleuderte.

Asera (laut, ohne Gnade)

„Wenn du hier bist, dann sei hier! Nicht
in seinem Haus.

Nicht in seinen Armen. Nicht in deinem Kopf.“

Reka stand auf. Keuchend. Verwirrt. Verletzt.

Doch Asera erhöhte erneut das Tempo. Ihre Angriffe wurden
härter –

und zielten darauf ab, Reka an ihre Grenzen zu bringen. Nein

darüber hinaus.

Ein gezielter Schlag traf Reka in die Rippen. Ein Knacken.

Ein Schrei. Sie ging zu Boden. Ihre Aura flackerte. Die Welt
verschwamm.

Asera (leise, fast flüsternd)

„Jetzt… wird dein Körper entscheiden. Nicht du.“

Sie kniete sich neben sie. Nahm eine einzelne magische
Bohne
 aus dem Beutel.

Zögerte keinen Moment und legte sie Reka vorsichtig in den
Mund.

Die Wirkung war sofort spürbar. Der Atem kam zurück. Die
Muskeln zuckten.

Die Wunde begann zu heilen – aber der Schmerz…

der blieb als Erinnerung.

Reka öffnete die Augen. Tränen standen darin. Nicht nur
wegen der Schmerzen.

Reka (gepresst)

„Warum… hast du das… getan?“

Asera (sachlich, aber ruhig)

„Weil dein Körper mehr weiß als dein Verstand. Ein Saiyajin
wird stärker,

wenn er an den Rand des Todes gebracht wird.“

(pause)

„Das hier… war dein erster Schritt zum Zenkai.“

Reka zitterte. Nicht aus Schwäche. Sondern aus Erkenntnis.

Ein Funke blitzte in ihren Augen auf – neu. Roh. Ehrlich.

Asera

„Ab jetzt… hör auf, dich an anderen zu messen. Denn von hier
an

bist du dein eigener Maßstab.“

__

Kapitel 69 – In der Stille

Der Dampf hing schwer in der Luft. Das warme Wasser der
Wanne schluckte jedes Geräusch, ließ die Zeit stiller erscheinen, als sie
wirklich war.

Reka lehnte mit dem Rücken an der glatten Wannenwand, die
Arme locker auf dem Beckenrand. Ihr Körper war noch erschöpft, aber heil.

Aseras magische Bohne hatte die Wunden geschlossen – doch
etwas war geblieben.

Ein Schatten, tief im Inneren. Ein Nachhall dessen, was es
bedeutet hatte,

so nah an der Grenze zu sein. Asera saß ihr gegenüber.
Ruhig. Entspannt,

aber nicht abwesend.

Reka (leise, fast zögerlich)

„Cabba hat uns erzählt, was dir passiert ist… auf diesem
Planeten.

Aber nie alles. Nur Bruchstücke.“

(pause)

„Was… ist wirklich passiert?“

Asera hob den Blick. Nicht überrascht. Nicht ablehnend. Nur…
wach.

Asera (sanft)

„Du willst wissen, wie ich geworden bin, wie ich bin.“

Reka nickte.

Asera

„Schmerz. Zorn. Einsamkeit.“

(pause)

„Ich war… alleine. Kein Ausweg. Keine Stimme. Keine Gnade.“

Sie lehnte sich leicht zurück, blickte an die Decke.

Asera

„Der Planet war lebendig. Er hat geatmet. Gefühlt. Gehasst.“

(pause)

„Er hat mich gejagt. Mich gefressen. Immer wieder. Die
Kreaturen dort…

waren wie seine Zellen. Unendlich. Brutal.“

Reka schwieg. Sie hörte zu – richtig zu.

Asera

„Ich starb fast. Nicht einmal. Nicht zweimal. Unzählige
Male. Und jedes Mal…

kam ich zurück. Stärker.“

(pause)

„Zenkai… um Zenkai. Nicht durch Training. Nicht durch
Wollen.

Sondern durch Überleben.“

Reka senkte leicht den Blick. Ihr Atem war ruhig,

doch ihre Finger krallten sich in den Rand der Wanne.

Asera (weiter, leiser)

„Ich wurde nicht stärker, weil ich es wollte.

Sondern weil ich sonst nicht mehr gewesen wäre.“

Ein Moment Stille.

Dann:

Reka (flüstert)

„…und das alles, weil du zu schwach geboren wurdest?“

Asera (sachlich)

„Weil ich nicht das war, was man von mir erwartet hatte.“

(pause)

„Aber der Planet… hat mich neu gemacht. Hat mir meine
Schwäche genommen.

Indem er mir alles nahm.“

Reka sah sie an. Ihre Augen glänzten. Nicht vor Tränen.
Sondern vor einer Wahrheit,

die schwerer wog, als jedes Training.

Reka

„Und trotzdem… bist du nicht verbittert.“

Asera

(leise)

„Ich war es. Lange.“

(pause)

„Dann hab ich Cabba, Kale und Caulifla getroffen. Und ich
wusste wieder,

wer ich bin – und warum ich kämpfe.“

Reka nickte. Langsam. Still. Verstehend.

Das Wasser war noch warm. Doch in diesem Moment lag darin
etwas anderes:

Respekt. Verbundenheit. Und ein neuer Wille.

__

Kapitel 70 – Der Schrei ins Leben

Das Wasser tropfte noch leise von der Haut, als Reka zum
Handtuch griff.

Ihre Bewegungen waren langsam, fast bedächtig – nicht aus
Erschöpfung,

sondern aus Respekt vor dem, was sie eben gehört hatte.

Asera stand ruhig daneben, das Handtuch um die Schultern
gelegt,

den Blick auf die Wand gerichtet.

Reka (ohne Blickkontakt, aber ehrlich)

„Asera… Wie war es bei dir?

Als du… zum ersten Mal den Super-Saiyajin erreicht hast?“

Asera sagte nichts. Nicht sofort. Reka wollte sich schon
entschuldigen,

doch dann… begann sie zu sprechen. Langsam. Leise.

Und mit Worten, die noch niemand gehört hatte.

Asera

„Ich war… allein. Schon lange.“

(pause)

„Der Höllenplanet hatte mir alles genommen. Körper.
Verstand. Hoffnung.“

Sie ging langsam zur Wand, lehnte sich an, blickte in die
Ferne –

auch wenn dort nur weiße Leere war.

Asera

„Ich war schon Jahre dort. Gekämpft. Getötet. Gestorben…
innerlich.

Und irgendwann kam dieses… Ding. Ein Monster, größer als
jedes andere vorher.

Nicht klüger, nicht schneller – nur gnadenloser.“

Ihre Stimme wurde kühler. Nicht hart – nur… leer.

Asera

„Ich hatte keine Chance. Ich war bereits schwer verletzt.
Eine Rippe… ragte aus meiner Seite. Die Schulter durchbohrt. Ich lag in einem
Krater…

aus meinem eigenen Blut.“

(pause)

„Ich wusste, dass es zu Ende war.“

Reka hatte aufgehört, sich abzutrocknen. Sie stand da,

nur ein paar Schritte entfernt, regungslos.

Asera

„Dann… hörte ich Stimmen. Keine echten. Nur Erinnerungen.“

(pause)

„Von denen, die mich verstoßen hatten. Von meinem Vater. Von
meiner Mutter.

Von den Stimmen, die gesagt haben:

‚Sie ist nichts wert.‘ ‚Sie wird nicht überleben.‘ ‚Sie ist
zu schwach.‘“

Ein leises Beben ging durch ihre Stimme. Nur für einen
Moment.

Asera

„Und ich weiß nicht, woher es kam. Oder wie. Aber plötzlich
war da… ein Schrei.“

(pause)

„Nicht aus Wut. Nicht aus Hass. Sondern aus… einer puren,
rohen Verzweiflung.

Ich habe geschrien, nicht um zu töten – sondern um zu
leben.“

Sie sah Reka an. Ihre Augen waren nicht weich. Aber auch
nicht kalt.

Asera

„Und in diesem Moment… kam das Licht. Das goldene. Und die
Kraft.

Ich war plötzlich… mehr. Schneller. Stärker. Am Leben.“

Stille.

Reka trat langsam zu ihr. Ihre Augen glänzten – nicht aus
Mitleid,

nicht aus Angst. Sondern aus tiefer, ehrlicher Ehrfurcht.

Reka (leise)

„Du… bist nicht nur ein Vorbild, Asera. Du bist der Beweis,

dass selbst aus Schmerz etwas Unaufhaltbares werden kann.“

Sie trat noch näher. Legte vorsichtig eine Hand an Aseras
Arm.

Reka

„Ich werde diesen Ort nicht verlassen, bis ich weiß, wie
sich das anfühlt.“

Asera nickte nur. Kein Lächeln. Aber ein Hauch von Stolz in
ihrem Blick.

__

Kapitel 71 – Zwischen Leben und Licht

Zwei Wochen. Vierzehn Tage in dieser endlosen weißen Welt.

Und Reka war gefallen – immer wieder.

Zehn Mal hatte Asera ihr das Leben zurückgegeben.

Zehn Mal stand sie auf – mit mehr Kraft, mehr Wildheit,

mehr Entschlossenheit.

Und doch – kam es nicht. Der Durchbruch. Die
Verwandlung.

Das goldene Licht. Reka war längst stärker als ein normaler
Super-Saiyajin.

Ihr Körper hatte sich verändert, ihre Aura bebte, ihre
Geschwindigkeit war erschreckend. Doch… das Letzte fehlte.

Dann kam der elfte Fall. Ein Schlag. Ein Treffer, so hart,

dass selbst Asera für einen Moment den Atem anhielt.

Reka schleuderte durch den Raum, prallte auf den Boden,
blieb liegen.

Blut floss. Ihre Brust hob sich noch – aber schwach. Sehr
schwach.

Asera rannte zu ihr, kniete sich nieder, riss den Beutel mit
den Bohnen auf.

Doch bevor sie handeln konnte, hob Reka die Hand. Zitternd.
Blutig.

Reka (keuchend)

„Nicht… noch nicht.“

Aseras Augen weiteten sich.

Reka bat sie zu warten.

Blut lief aus ihrem Mundwinkel. Ihre Stimme war rau, kaum
mehr als ein Flüstern.

Reka

„Ich… will es… spüren… Wie du. Bis zum letzten… Herzschlag…“

Ihre Hand sank. Ihr Blick wurde leerer. Das Licht in ihren
Augen… verlosch.

Asera

„Nein.“

Reka lag da. Reglos. Kein Laut. Kein Zucken. Nur noch
schwacher Puls –

wenn überhaupt.

Asera zögerte. Ein halber Atemzug. Dann handelte sie.

Sie zerkaute die Bohne zwischen den Zähnen. Formte den
zähen, heilenden Brei.

Beugte sich über Reka, legte sanft ihre Lippen auf ihre.

Mund zu Mund.

Mit der Zunge schob sie die Bohne tief in Rekas Mund,

massierte gleichzeitig sanft ihren Hals – damit sie schluckte.

Ein Herzschlag. Zwei. Drei. Dann… ein Husten. Ein Ruck.

Reka bäumte sich auf, riss gierig die Luft ein, der Schmerz
kehrte zurück –

aber auch das Leben.

Asera hielt sie fest. Zitternd. Keuchend. Stark. Aber auch
bleich. Verletzt.

Asera (flatternd, aber ruhig)

„Du bist nicht allein, Reka. Ich war es. Aber du bist es
nicht.“

(pause)

„Ich bin für dich da… Ich beschütze dich.“

Reka lag in ihren Armen. Zu schwach für Worte. Aber am
Leben.

Und irgendwo, tief in ihr – begann es zu flackern.

Noch nicht das Licht der Verwandlung. Aber das Feuer,

das bald alles entzünden würde.

__

Kapitel 72 – Mehr als Gold

Das Wasser dampfte sanft, die Wanne war fast übervoll.

Reka lehnte mit geschlossenen Augen am Rand, der Kopf nur
halb aufrecht.

Ihre Muskeln schmerzten – aber nicht mehr aus Schwäche,

sondern von der Wucht dessen, was sie hinter sich hatte.

Asera saß ihr gegenüber. Nicht wachsam, nicht prüfend.

Einfach da. Gegenwärtig. Ruhig.

Asera

(sachlich)

„Ist dir aufgefallen, dass du jetzt schon stärker bist

als Nalli und Junu im Super-Saiyajin?“

Reka öffnete langsam ein Auge.

Ein Lächeln zuckte kurz über ihre Lippen – müde, aber
aufrichtig.

Reka

„Wie soll das möglich sein? Ich hab mich doch noch nicht mal
verwandelt…“

Asera schüttelte leicht den Kopf. Nicht spöttisch – sondern
erklärend.

Asera

„Die Verwandlung ist ein Trigger. Eine plötzliche
Explosion deiner inneren Kraft.

Aber sie ist nicht der einzige Weg.“

(pause)

„Wenn du oft genug fällst… oft genug aufstehst… dein Körper,
dein Ki, dein Wille –

sie wachsen trotzdem.“

Reka hob die Augenbrauen.

„Du meinst… man kann ohne Verwandlung so stark
werden?“

Asera

„Ich bin in meiner Grundform stärker als ein zweifacher
Super-Saiyajin.

Und mit meiner Aura… noch viel mehr.“

(pause)

„Weil ich es musste.“

Reka sah sie an. Die Worte klangen einfach – doch sie
wussten beide,

wie hoch der Preis dafür war.

Asera

„Kraft kommt nicht nur durch Licht. Manchmal wächst sie… im
Schatten.“

Reka blickte ins Wasser. Ihre Hände lagen auf der
Oberfläche, ruhig.

Reka

„Also… hab ich’s schon in mir. Ich muss es nur noch…
freilassen.“

Asera nickte langsam.

Asera

„Die Verwandlung wird kommen. Aber nicht durch Wollen.
Sondern durch Wahrheit.“

Ein Moment Stille. Dann lachten beide – leise, kurz, aber
ehrlich.

Und irgendwo, unter der Oberfläche, bebte etwas in Rekas
Innerstem.

Nicht Zorn. Nicht Angst.

Klarheit.

__

Kapitel 73 – Gold gegen Rot

Drei Monate. Neunzig Tage. Unzählige Stürze. Tote
Augenblicke.

Heilungen, Narben – und ein Wille, der nicht brach.

Rekas Körper war gezeichnet. Nicht entstellt – aber geformt.

Jede Linie, jede Narbe, ein Zeichen dessen, was sie hinter
sich hatte.

Und heute… war sie bereit, es noch einmal zu versuchen.

Reka (fest)

„So hat Cabba es mir erklärt. Der Schlüssel ist kein Befehl

sondern ein Gefühl.“

Asera stand ein paar Schritte entfernt. Sie sagte nichts.
Aber ihre Augen…

wurden ernst.

Dann – ein leises Zischen. Ein Ruck durch die Luft. Aseras
Aura zündete.

Erst schwach. Dann flackernd. Dann: rot-violett, tobend,
lebendig.

Die Wutform. Der Druck auf die Luft verdoppelte sich. Dann
verdreifachte er sich.

Reka keuchte. Ihr Atem wurde flach. Ihre Knie wollten
nachgeben –

nicht aus Erschöpfung, sondern aus purer Überwältigung.

Asera (ruhig, aber unerbittlich)

„Bleib stehen. Fühle. Spür, wer du bist.“

Die Aura tobte. Sie schlug gegen Rekas eigene Energie wie
eine Sturmflut.

Jede Faser in ihr wollte fliehen.

Doch Reka blieb. Ihre Augen weit, ihr Körper angespannt –

aber sie wich nicht zurück.

Reka (keuchend)

„Ich… ich kann das…“

Aseras Aura flammte noch stärker. Der Boden bebte. Licht
wurde verzerrt.

Schatten verschwanden. Und dann – kam es. Die Angst. Rein.
Ehrlich. Tief.

Doch in dieser Angst war kein Untergang – sondern ein Funke.

Ein Gedanke. Ein Schrei in ihrem Kopf. „Ich werde nicht
zerbrechen.

Ich bin nicht hier, um zu fliehen. Ich bin Reka! Und ich
werde… Kämpfen!

Ihre Aura – begann zu antworten. Zuerst nur flackernd.

Dann vibrierend. Ein Licht.

Gold.

Ein Widerstand formte sich.

Aseras Aura traf plötzlich auf eine Gegenkraft – rohes,
aufsteigendes Ki.

Ein Schrei. Nicht aus Schmerz. Nicht aus Angst. Aus Wut.

Rekas Aura explodierte – eine goldene Druckwelle

zerschlug einen Teil von Aseras Wutfeld.

Ihre Haare flackerten. Dann standen sie auf.

Gold. Ihre Augen: türkis. Ihr Blick: glühend. Ihr Ki:
unaufhaltsam.

Reka schrie – nicht mehr aus Hilflosigkeit, sondern als
Erklärung an das Universum:

„Ich bin da!“

Asera löste ihre Aura. Stille kehrte ein. Dann: ein Lächeln.

Asera (ruhig, stolz)

„Willkommen, Super-Saiyajin.“

Reka stand da. Die Aura bebte. Aber sie stand. Aufrecht.
Erfüllt.

Endlich ganz sie selbst.

__

Kapitel 74 – Acht Monate Gold

Das goldene Licht hatte sich gesetzt. Rekas Aura war nicht
mehr wild,

nicht mehr zornig – aber sie bebte noch immer. Nicht
unkontrolliert.

Sondern wach. Lebendig.

Asera trat zu ihr. Nicht langsam – nicht schnell. Ein
Schritt, der zeigte,

dass etwas abgeschlossen war. Und etwas Neues begann.

Asera (ruhig, aber bestimmt)

„Wir haben noch acht Monate.“

Reka blinzelte. Ihr Brustkorb hob sich schneller. Der
Schweiß rann ihr über die Stirn. Sie hatte den Super-Saiyajin gerade erst
erreicht – und spürte bereits,

wie viel Kraft es kostete, diese Form zu halten.

Asera (fest, ohne Gnadenmoment)

„Der Tag draußen, an dem Cabba auf dich wartet –

der ist erst in acht Monaten vorbei. Du willst stärker
werden.

Du willst deinen Platz. Dann wirst du diesen Zustand…

halten. Bis dahin.“

Reka starrte sie an. Ihr Atem stockte. Ihre Beine wankten
leicht.

Der goldene Glanz um sie herum flackerte.

Reka (ungläubig, heiser)

„Acht… Monate? In dieser Form? Ohne Pause?“

Asera sagte nichts. Sie sah sie nur an. Mit einem Blick,

der kein Urteil trug – aber absolute Überzeugung.

Und Reka… spürte es. Tief in sich. Das war keine Strafe.

Keine Tortur. Sondern Vertrauen. Reines, klares, forderndes
Vertrauen.

Asera (weicher, aber nicht weniger bestimmt)

„Du kannst das. Ich weiß es. Jetzt musst du es nur noch
selbst wissen.“

Rekas Blick wurde ruhiger. Noch immer gezeichnet. Noch immer
ungläubig.

Aber in ihren Augen – ein neues Leuchten. Nicht golden.
Sondern klar.

Ein „Ja“, das keine Worte brauchte.

Sie stellte sich aufrecht hin. Die Aura loderte erneut auf.

Sie kniff die Zähne zusammen – und hielt sie.

Acht Monate. Kein Tag zu wenig. Kein Moment verschenkt.

__

Kapitel 75 – Stärker als Gold

Vier weitere Monate waren vergangen. Und das Gold… war
geblieben.

Reka hatte den Super-Saiyajin nicht nur gehalten – sie hatte
in ihm gelebt.

Geschlafen, gegessen, gekämpft – geblutet, verheilt, und
wieder aufgestanden.

Die goldene Aura war nicht mehr flackernd. Nicht mehr roh.

Sie war Teil von ihr geworden. Natürlich. Beherrscht.

Doch der Preis war sichtbar. Asera beobachtete sie oft aus
der Ferne.

Manchmal, wenn Reka sich wusch, oder die Kleidung wechselte,

sah man sie: Narben. An Armen, Beinen, an der Seite,
am Rücken, an der Stirn –

ein Körper gezeichnet vom Überleben.

Und dennoch – Reka war nicht verbittert. Sie hatte gelernt,

nicht nur zu kämpfen, sondern zu bestehen.

Sie wusste nicht, dass sie längst etwas erreicht hatte,

was nur wenigen gelingt: Sie war in ihrem ersten
Super-Saiyajin-Zustand

bereits stärker als viele im zweiten. Asera hatte es
erkannt.

Aber sie hatte es nie ausgesprochen. Noch nicht. Es war noch
nicht an der Zeit,

ihr diese Wahrheit zu geben. Nicht bevor Reka sie sich
selbst

unüberhörbar holen würde.

An diesem Abend saßen sie gemeinsam draußen. Im weißen
Nichts,

nur der Boden, das Licht, und zwei dampfende Schalen Tee.

Reka schwieg. Die Aura war noch da – golden, ruhig,
gleichmäßig.

Sie hatte nicht einmal gezuckt, seit über vier Monaten.

Asera (leise, fast beiläufig)

„Wie fühlst du dich?“

Reka sah sie an. Ein müdes, aber entschlossenes Lächeln

zog über ihr Gesicht.

Reka

„…Stärker. Aber irgendwie auch… schwerer.

Als würde ich etwas mit mir tragen. Etwas, das nicht mehr
weggeht.“

Asera nickte. Sie verstand es. Besser als jeder andere.

Asera

„Du trägst dich selbst. Und alles, was du geworden bist.“

Ein Moment stiller Respekt. Kein Pathos. Nur Wahrheit.

Im goldenen Licht saß eine Kriegerin, gezeichnet von
Überleben –

und stärker als je zuvor. Und sie wusste noch nicht einmal,

wie weit sie schon gekommen war.

__

Kapitel 76 – Eine neue Königin

Die letzten Tage. Nach einem Jahr im Nichts. Ein Jahr voller
Schweiß, Blut, Schmerz –

und goldener Entschlossenheit. Reka war nicht mehr die, die
sie einst gewesen war.

Nicht einmal annähernd. Ihr Super-Saiyajin war nicht mehr
Form, er war Zustand.

Ein Teil von ihr. Und doch – gab sich Asera nicht zufrieden.

Sie forderte weiter. Stellte sich ihr in der Grundform

– doch mit aktivierter Aura. Nur so… konnte sie noch
mithalten.

Denn Reka… war jenseits dessen, was irgendjemand je für
möglich gehalten hätte.

In einem ihrer letzten Kämpfe krachte sie gegen Asera mit
einer Geschwindigkeit,

die selbst das Zeitgefühl des Raumes erschütterte. Ein
Treffer. Ein Schrei.

Doch es war nicht Schmerz. Es war… Durchbruch.

Rekas Aura zuckte. Ein goldenes Beben. Dann – ein zweiter
Strom brach hervor.

Doppelt. Gleißend. Unaufhaltbar. Ihre Haare wurden
noch wilder.

Ihre Aura dicker, schneller, lauter. Doch es war nicht die
rohe Wut,

nicht das brennende Chaos wie bei Asera. Es war etwas Neues.
Etwas Eigenes.

Eine Aura, geschärft durch unzählige Zenkai, durch Schmerz,
Wille

und Beständigkeit. Nicht so schwer wie Aseras. Aber
kraftvoll.

Klar. Ein Beben, das tief ging.

Reka (keuchend, aber wach)

„Das… war nicht gewollt. Es kam einfach.

Wie ein Strom, der keinen Damm mehr kennt.“

Asera (ruhig, anerkennend)

„Weil du bereit warst. Weil dein Körper es längst war. Deine
Aura hat nur gewartet,

dass du aufhörst, dich zu fragen, ob du es kannst.“

In diesem Moment spürte Asera es deutlich.

Reka war nun…

…stärker als Cabba. Stärker als Caulifla. Und fast – eine
ebenbürtige Rivalin für Kale.

Ein Jahr. Ein Raum. Eine Entscheidung. Und aus einem
Mädchen, das lernen wollte,

war eine Kämpferin geworden, die selbst

unter Göttern nicht übersehen werden würde.

Der Super-Saiyajin 2 – und eine Aura, die Geschichte
schreiben könnte.

__

Kapitel 77 – Die Rückkehr

Ein leises Knistern durchzog die Luft. Dann – das Tor
öffnete sich.

Ein Windhauch aus einer anderen Welt wehte hinaus in den
Morgen auf Sadala.

Klar. Still. Und dann…

traten sie hindurch.

Asera – ruhig, gefasst. Wie immer.

Reka – langsam, still, aber… verändert.

Ihre Kleidung war zerrissen, vom Kampf zerschlissen, mit
Blutspuren, die längst getrocknet waren. Ihre Haut – von Narben durchzogen.
Nicht entstellt.

Aber gezeichnet. Und in ihren Augen: Tiefe. Schärfe. Etwas,
das dort vorher nicht war.

Vor dem Tor warteten sie bereits: Vados, Cabba,
Kale, Caulifla, Junu, Nalli –

Doch auch andere waren da: Der König, der Prinz
Tarro
,

und eine Frau mit sanftem Blick und ernster Haltung – Mirella,
Rekas Mutter.

Zurück nach langer Abwesenheit.

In dem Moment, als Reka das Licht des Planeten berührte,
verharrte alles.

Kein Wort. Nur Blicke.

Cabba (leise)

„Reka…“

Kale (starrt sie an, fast ehrfürchtig)

„Sie sieht aus… wie Asera. Als wir sie das erste Mal gesehen
haben.“

Asera legte Reka eine Hand auf die Schulter. Leicht. Fast
nicht spürbar.

Aber sie wusste: Sie braucht diesen Halt – gerade jetzt.

Caulifla (leicht skeptisch, aber auch beeindruckt)

„Was habt ihr da drin gemacht? Gegen einen Planeten
gekämpft?“

Reka (schweigt. Ihre Stimme wäre nicht bereit.)

Mirella trat vor. Zögerlich. Fast wie jemand, der nicht
wusste, ob er willkommen war.

Dann:

Mirella (weich, vorsichtig)

„Meine Tochter… was ist mit dir geschehen…?“

Der König trat daneben. Er hatte schon viel gesehen. Doch
dieser Anblick –

ließ ihn stumm werden. Tarro senkte den Blick. Vielleicht
erinnerte er sich gerade daran, wie wenig er bisher eigentlich verstanden
hatte.

Asera (ruhig, sachlich)

„Ein Jahr Training. Für euch… war es nur ein Tag.“

(pause)

„Aber die Saiyajin – die zurückgekommen ist… ist nicht mehr
dieselbe.“

Vados lächelte dezent. Sie hatte es gespürt. Noch bevor das
Tor ganz offen war.

Cabba (unsicher, bewegt)

„Du bist… du bist wieder da.“

Reka hob endlich den Kopf. Ein Schatten fiel von ihrem
Gesicht.

Sie sagte nur:

„Ja.“

Und obwohl niemand wusste, was genau geschehen war – alle
fühlten es.

Etwas war anders. Etwas war gewachsen. Und
Reka…

war nicht mehr bloß ein Teil der Gruppe. Sie war…

eine von ihnen geworden. Und vielleicht mehr als das.

__

Kapitel 78 – Die neue Kraft

Noch bevor jemand etwas sagen konnte, hatte Asera einen
leichten Blick zu Vados geworfen. Ein Nicken. Kein Wort war nötig.

Vados trat zu Reka. Sanft. Mit einem Finger auf ihrer Stirn,
und einem kaum sichtbaren Licht in der Luft. Ein Atemzug. Die Narben begannen
zu verblassen.

Erst die alten. Dann die neuen. Dann – alle.

Asera (ruhig, aber fest)

„Die Narben waren der Weg. Nicht das Ziel.“

Reka sagte nichts. Doch in ihrem Blick – ein stiller Dank.

Dann drehte sich Asera zur Gruppe. Sie deutete zur Arena.

Cabba, Nalli, Junu – alle sahen sie an.

Asera

„Ihr drei. Gegen Reka. Jetzt.“

Cabba (blinzelnd)

„Was? Wir drei? Gegen… sie?“

Nalli (verunsichert)

„Sie ist sicher stärker geworden, ja… aber das ist doch
unfair.“

Junu (zu Reka schauend)

„Oder ist das genau der Punkt?“

Reka trat wortlos in die Arena. Ihre Haltung war ruhig. Kein
Triumph.

Kein Druck. Nur Entschlossenheit.

Asera legte die Arme hinter den Rücken. Ihr Blick ruhte auf
Cabba.

Asera

„Mach dich bereit. Sie hat sich verändert.“

Der Wind auf der Arena war still. Zu still.

Es war nicht das übliche Kribbeln vor einem
freundschaftlichen Sparring.

Es war… Spannung. Reka stand auf der einen Seite im
zweifachen Super-Saiyajin.

Locker. Aufrecht. Ihre Augen wach, ihr Ki zurückhaltend –
noch.

Gegenüber: Cabba auch im zweifachen
Super-Saiyajin. Seine Aura war stabil, fokussiert – er wusste, Reka war kein
Kind mehr. Nalli und Junu im Super-Saiyajin.

Bereit, entschlossen. Aber auch… vorsichtig.

Asera (am Rand, mit verschränkten Armen)

„Beginnt.“

Cabba war der Erste, der sich bewegte. Ein blitzschneller
Vorstoß, zwei Finger aufgeladen mit Ki – doch Reka wich aus, drehte sich um ihn
herum,

und trat ihm in den Rücken. Kein harter Schlag – aber
präzise. Störend.

Dann kam Junu – aus dem Himmel, ein Drehkick. Reka fing ihn
mit einem Arm,

zog sie in einer fließenden Bewegung zu Boden, legte sie
sanft, aber bestimmt ab –

und war im selben Moment wieder weg, als Nalli von der Seite
zustieß.

Es war kein Tanz. Es war Technik. Tempo. Instinkt. Reka
nutzte keine rohe Kraft.

Sie nutzte Raum. Winkel. Taktik.

Ein gezielter Aufwärtshaken riss Nalli das Gleichgewicht
weg, ein Tritt gegen Cabbas Knöchel stoppte seinen nächsten Angriff, und Junus
Ki-Salve flog ins Leere,

nur um im nächsten Moment einen Rückhandschlag gegen ihre
Seite zu spüren.

Ihre Gegner waren stark. Drei gegen eine. Doch es fühlte
sich an, als kämpften sie gegen etwas, das sie nicht mehr begreifen konnten.

Dann – flackerte Rekas Aura. Nicht in Gold. Nicht in Zorn.

Sondern: Violett mit rot züngelnden Wellen, die wie
brennende Adern um sie herum wogten. Sie war noch immer im zweifachen
Super-Saiyajin –

doch ihre Aura war anders. Dichter. Tiefer. Fast
einschüchternd.

Cabba (keuchend)

„…Unfassbar. Du bist… du bist nicht mehr dieselbe.“

Reka (ruhig)

„Ich bin, wer ich immer sein wollte.“

Ein letzter Angriff – vereint. Aber ohne Chance. Reka ließ
sie kommen –

und mit einem Wirbelschlag trieb sie alle drei auf den
Rücken.

Stille. Staub in der Luft. Die Sonne über Sadala. Und drei
erschöpfte Saiyajin auf dem Boden. Reka trat vor. Nicht überheblich. Nicht
dominant.

Mit weichen Schritten ging sie zu Junu,

die am nächsten lag, und kniete sich hin. Ein leiser Moment.

Ein sanftes Lächeln. Dann beugte sie sich vor – und küsste
sie.

Ein warmer, ehrlicher Kuss, nicht hastig, sondern
angekommen.

Sie stand wieder auf. Ging zu Nalli – die noch
mit offenem Mund keuchte,

und dennoch grinste. Auch ihr schenkte sie einen Kuss –

diesmal mit einem kurzen, leisen Lachen zwischen beiden.

Und dann – ging sie zu Cabba. Er wollte etwas sagen –
kam aber nicht dazu.

Reka warf sich leicht auf ihn, drückte ihn sanft in den
Boden – und küsste ihn.

Lang. Tief. Zärtlich. Ein Jahr lang hatte sie diesen Moment
gewollt.

Jetzt… gehörte er ihr.

Als sie sich wieder erhob, sah sie zu Asera. Die nickte nur.
Reka war zurück.

Und niemand würde je wieder an ihr zweifeln.

__

Kapitel 79 – Was ist aus ihr geworden

Die Sonne stand noch immer hoch über der Arena, doch der
Wind schien sich verändert zu haben. Rekas letzte Bewegung, die Küsse, die
schiere Dominanz,

hatten nicht nur ihre neue Familie zum Schweigen gebracht –

sondern auch jene, die alles nur aus der Ferne beobachtet
hatten.

Der König, Ralvek, hatte sich vom Rand erhoben. Seine
Augen folgten Reka –

nicht mehr wie ein Vater seiner Tochter, sondern wie ein
Herrscher einem Wesen,

dessen Kraft er nicht mehr einordnen konnte.

Tarro, sein Sohn, stand mit offenem Mund da. Er, der
glaubte, alles über Stärke zu wissen, sah plötzlich jemanden, den er nicht
einmal mehr herausfordern wollte.

Mirella, Rekas Mutter, sprach zuerst.

Mirella (fassungslos, leise)

„Was… was hast du mit meiner Tochter gemacht?“

Asera trat ruhig neben sie. Ihre Haltung war wie immer:
gerade,

ihre Stimme: gelassen.

„Ich habe sie nicht verändert. Ich habe ihr nur geholfen,
sie selbst zu werden.“

Mirella wollte etwas erwidern, doch da kam der König dazu.

Ralvek (mit ernster Stimme)

„Diese Kraft… das ist nicht mehr die Reka, die vor einem Tag
mit dir aufgebrochen ist.“

(pause)

„Diese Aura… sie allein könnte die Armee meines Palastes
bezwingen.

Ohne einen einzigen Schritt ins Innere zu setzen.“

Asera nickte langsam.

Asera

„Sie ist… fast so stark wie Kale. Wenn sie alles gibt.“

Kale reagierte nicht. Sie sah Reka an, und in ihren Augen:
kein Neid. Sondern Respekt.

Caulifla (klopfte Kale auf die Schulter, schnaubend)

„Tja, dann ist’s wohl offiziell. Ich wurde überholt.“

(sie trat vor, Arme verschränkt, dann grinst sie)

„Aber ganz ehrlich – ich hätte nicht gedacht, dass sie mal
mein Tempo schlägt.

Ich mein… das ist verdammt nochmal beeindruckend.“

Tarro drehte sich halb zu Cabba.

Tarro (mit gedämpfter Stimme)

„Wie hast du das bitte hinbekommen? Sie war… sie war wie ein
Sturm.

Ein hübscher, absolut unaufhaltbarer Sturm.“

Cabba (erschöpft, aber stolz)

„Ich hab gar nichts gemacht. Sie hat sich geformt, im Feuer
von Aseras Training.

Und sie ist härter geworden als jeder von uns.“

Reka kam langsam vom Ring herunter. Noch immer war sie ruhig

keine Pose, kein Stolz. Nur diese neue Präsenz, die niemand
mehr ignorieren konnte.

Mirella (leise, fast ehrfürchtig)

„Meine Tochter… was für ein Wesen bist du geworden?“

Reka (bleibt stehen, schaut zu ihr)

„Deine Tochter. Nur… endlich so, wie ich sein sollte.“

Der König nickte. Langsam. Schwer. Aber zustimmend.

Aseras Blick ging leicht zum Horizont. Dann wieder zu Reka.

Und in diesem Moment wusste sie: Sie war bereit.

__

Kapitel 80 – Mutterfragen

Die Arena war leer. Die Sonne stand nun tiefer. Reka stand
ruhig,

doch ihre Mutter hatte sich gefangen.

Mirella (still, mit sanfter Strenge)

„Reka. Ein Moment. Nur wir zwei.“

Reka nickte. Sie ging wortlos mit – hinunter vom Platz, am
Garten vorbei,

in einen Seitenpfad, wo niemand lauschte.

Ein paar Schritte lang war es still. Dann blieb Mirella
stehen.

Mirella (sieht sie fest an)

„Du bist… mit diesem Cabba zusammen.“

(pause)

„Und… mit zwei weiteren Frauen.“

Reka hob leicht den Blick. Kein Zögern. Aber Vorsicht.

Reka

„Ja. Mit Nalli und Junu.“

Mirella (musternd)

„Und du bist dir sicher, dass das das Leben ist, das du
willst?

Mit drei Saiyajin in einer Beziehung? Ich meine…
Cabba ist stark –

das sieht jede Saiyajinfrau.“

(pause)

„Aber… das heißt noch lange nicht, dass man sich teilen
muss.“

Reka trat einen Schritt näher. Ihre Stimme war ruhig, aber
voller Klarheit.

Reka

„Es fühlt sich nicht wie Teilen an. Wir sind… zusammen.
Und ja –

es ist kompliziert. Aber es fühlt sich richtig an. Er… sieht
uns alle. Und wir sehen ihn.“

Mirella sah ihre Tochter lange an. Dann lächelte sie. Fast
ein wenig wehmütig.

Mirella

„Du klingst wie ich, als ich deinen Vater das erste Mal
niedergeschlagen habe.“

Reka lachte. Kurz. Ehrlich. Zum ersten Mal seit… Monaten.

Dann wurde Mirellas Blick ernster.

Mirella

„Und diese… Kraft? Reka. Dein Vater hat es gesehen.

Du hättest seine Armee allein besiegen können. Was… was ist
da passiert?“

Reka (sieht sie lange an)

„Ein Jahr im Raum von Geist und Zeit. Mit Asera.

Und irgendwann… habe ich aufgehört, jemand anderes sein zu
wollen.“

(pause)

„Ich bin jetzt… ich.“

Mirella nickte langsam. Ihre Augen wurden weich. Sie griff
Reka kurz an der Schulter.

Mirella

„Dann ist es gut. Dass du sie getroffen hast.“

Zur selben Zeit, am Rand des Trainingsplatzes:

Caulifla (grinsend zu Asera)

„Übrigens… wusstest du eigentlich, dass die Königin schon gestern
Mittag
 da war?“

Asera (zieht eine Augenbraue hoch)

„Oh?“

Caulifla (versucht nicht zu lachen)

„Sie hat sich Cabba, Nalli und Junu geschnappt. Und glaub
mir –

der Typ hatte richtig Bammel. Ich glaub, er hat zum ersten
Mal gehofft,

dass er einen Monsterkampf statt ein Gespräch bekommt.“

Asera (grinst trocken)

„Ich kann’s verstehen. Die Schwiegermutter eine Königin ist
kein einfacher Gegner.“

Beide lachten. Kale stand daneben, lächelte leise. Die
Familie war zurück.

Stärker. Klarer. Und lebendiger als je zuvor.

__

Kapitel 81 – Worte zwischen Königinnen

Die Sonne war nun fast verschwunden, und ein sanftes Licht
tauchte den Himmel über Sadala in tiefe Orangetöne. Mirella hatte Reka noch
einmal kurz umarmt –

dann trat sie zu Asera. Ein Blick wie ein Flammenschwert –
nicht feindlich,

aber prüfend.

Mirella (ruhig, mit Haltung)

„Asera. Ich wollte mich verabschieden… aber vorher noch
etwas fragen.“

Asera neigte leicht den Kopf. Nicht unterwürfig – aber
offen.

Asera

„Natürlich.“

Mirella

„Wie konnte meine Tochter so stark werden? Was hast du mit
ihr gemacht?“

Ein kurzer Moment der Stille. Asera hob leicht das Kinn.
Nicht aus Trotz – aus Klarheit.

Asera

„Das… möchte ich lieber nicht erzählen.“

Mirellas Augen verengten sich leicht. Nicht bedrohlich –
aber wachsam.

Mirella

„Weil du nicht willst, dass andere diese Kraft erreichen?“

Asera schüttelte ruhig den Kopf. Ihre Stimme war fest, aber
ohne Härte.

Asera

„Nein. Das ist nicht der Grund. Es gibt Dinge, die man nicht
erklären sollte,

weil der Weg dahin… nicht für jeden zu ertragen ist.“

Mirella schwieg kurz.

Dann:

Mirella

„Mein Mann hat mir berichtet, welche Kraft du hast. Und dass
du es warst,

die vor kurzem halb Sadala erschüttert hat.“

(pause)

„Deine Aura hat die Soldaten erzittern lassen. Und du
verstehst sicher,

dass ich mich frage, was du wirklich willst.“

Asera trat ein Stück näher. Nicht bedrohlich – aber so,

dass jede Unsicherheit sofort weichen musste.

Asera

„Ich will beschützen. Meine Familie. Und deine Tochter
gehört jetzt dazu.

Wie Nalli. Wie Junu. Wie Cabba. Wie Caulifla. Wie Kale.“

(pause)

„Und ich will nichts vom Thron. Ich bin keine Königin.“

Mirella suchte in Aseras Augen nach einem Zweifel. Fand
keinen.

Asera (fast sanft)

„Aber du solltest dein Volk vorbereiten. Diese Kraft –
meine, und bald auch andere –

wird Sadala öfter erschüttern. Sorge dafür, dass niemand
Angst hat. Denn sie haben nichts zu befürchten. Nicht vor uns.“

Mirella musterte sie ein letztes Mal. Dann… nickte sie.
Nicht aus Überzeugung –

aber aus Respekt.

Mirella

„Ich werde mit dem König sprechen.“

(sie dreht sich um – dann noch einmal, mit einem schwachen
Lächeln)

„Und danke. Für Reka.“

Asera sah ihr nach, bis sie im Dunkel des Gartens
verschwand.

Dann drehte sie sich zurück zum Haus. Ihre Familie wartete.

Und sie wusste: Das war erst der Anfang.

__

Kapitel 82 – Das Wolfsrudel

Die Tafel war gedeckt. Sieben Stimmen. Ein Feuer knisterte.

Und über ihnen leuchtete Sadalas Nachthimmel.

Reka saß zwischen Nalli und Junu, neben ihr Cabba,

gegenüber Caulifla und Kale – und Asera am Kopf der Tafel,
wie immer mit dem besten Überblick.

Caulifla (schob sich einen Bissen in den Mund, dann
schmunzelnd)

„Also ich sag’s jetzt ganz offiziell – wir sind das
Wolfsrudel.

Asera hat’s selbst gesagt, als Cabba sich seinem Rudel
stellen musste!“

Asera (hebt trocken eine Braue)

„Ich hab das mal gesagt, weil er drei Frauen im Schlepptau
hatte –

nicht weil ihr wie Wölfe heult.“

Caulifla (grinst)

„Heulen vielleicht nicht… aber beißen tun wir schon.“

Asera (legt ruhig die Gabel ab, ihr Blick wird etwas
ernster)

„Morgen ist das Turnier. Also – keine Übertreibungen.

Ich will, dass alle fit sind.“

(der Blick geht zuerst zu Cabba, dann zur Seite – zu Reka)

„Auch wenn es für manche schon… länger her ist.“

 Reka

(wird leicht rot, während Junu leise grinst und Nalli mit
den Schultern zuckt)

Caulifla (lacht)

„Ist ja gut, Mama Wolf. Aber ich bin trotzdem
die Alpha-Wölfin, klar?“

Kale (nickt ernst)

„Aber Asera ist viel stärker. Also müsste sie die
Alpha-Wölfin sein…“

 Asera (winkt locker ab)

„Von mir aus… kann sie die Alpha-Wölfin sein.“

(grinst dann)

„Aber sie macht trotzdem, was ich ihr sage.“

Caulifla (stutzt kurz – dann prustet sie los)

„Tja… okay… da ist was dran.“

Cabba (schaut grinsend zwischen allen hin und her)

„Also ehrlich – Reka ist doch stärker als du.

Vielleicht ist sie die wahre Alpha-Wölfin.“

Reka (schaut ihn an, eine Augenbraue leicht
hochgezogen)

„Ich hab nicht vor, irgendwen zu führen.“

 Junu (legt einen Arm um Reka)

„Aber du würdest es können.“

Nalli (verschmitzt)

„Und du schaust in dem goldenen Leuchten sowieso aus wie
eine Königin.“

Caulifla (verschmilzt beinahe mit ihrem Sitzplatz)

„Wenn das so weitergeht, muss ich bald auf Platz drei
rutschen…“

Asera (hebt ihr Glas, ruhig)

„Egal, wer das Rudel anführt… morgen zeigen wir, was es
heißt, Familie zu sein.

Und worauf man sich in Universum 6 verlassen kann.“

Alle hoben die Gläser. Ein leises Klirren. Die Nacht war
ruhig.

Der Morgen würde laut werden. Aber in diesem Moment –

war das Wolfsrudel genau da, wo es sein sollte.

__

Kapitel 83 – Zwischen den Universen

Am Morgen war es still. Kein Vogelruf, kein Wind – nur das
leise Vibrieren,

als sich der transparente Kubus aus dem Nichts formte.

Vados stand bereit, neben ihr: Champa,
die Arme verschränkt, leicht grimmig wie immer – und der Kaioshin von
Universum 6, freundlich, aber wachsam.

Hit, Saonel und Pilina standen
schon im Kubus, bereit für das, was kommen würde.

Asera, Cabba, Reka, Nalli, Junu,
Caulifla und Kale traten heran.

Vados nickte – und der Transport begann. Der Raum um sie
wurde lichtdurchflutet,

Farben verschwammen, die Welt wurde glasig. Sie reisten –
nicht durch Raum,

sondern durch die Fäden dazwischen.

In der Schwebe, zwischen Universen, wurde es still. Doch
dann – ein Blick.

Asera sah Caulifla an. Ein auffälliges, breites
Lächeln spielte auf ihren Lippen.

Caulifla (schaut sie an, misstrauisch)

„Was ist? Was grinst du so?“

Asera (ruhig, fast feierlich)

„Du hast gestern ja doch Mama gesagt.“

Caulifla starrte sie an. Dann öffnete sie den Mund. Und
schloss ihn wieder.

Caulifla

„Ich hab gesagt Mama Wolf! Das zählt nicht!“

Asera (schließt die Augen, vollkommen zufrieden)

„Doch. Für mich zählt es.“

Caulifla (murmelt leise)

„…verdammt.“

Kale (kichert leise)

„Ich hab’s auch gehört.“

Junu (grinst zu Nalli)

„Ich glaub, Asera vergisst nie was.“

Nalli (schmunzelt)

„Vor allem nicht, wenn’s ums Herz geht.“

Cabba (leise)

„Ich sag nur: Wolfsrudel.“

Und dann – Ende der Reise. Der Kubus wurde langsamer, die
Lichter flackerten –

und das Feld erschien. Ein Kampffeld, groß wie eine Insel,
geschaffen im Raum zwischen den Universen. Fels, Erde, glatter Boden – wie aus
purem Willen geboren.

Am Rand: Die Kämpfer aus Universum 7 warteten bereits.

Asera trat hinaus. Ihre Augen noch leicht
geschlossen. Ihre Familie hinter ihr.

Die Luft war anders hier. Aber das Rudel war bereit.

__

Kapitel 84 – Die Arena erwacht

Ein leiser Ton durchzog den Raum – nicht Luft, nicht Stein –

sondern Existenz selbst vibrierte. Der Kubus aus Universum 6
schwebte ein,

durchsichtig wie Glas, doch erfüllt mit einer Macht,

die selbst den Raum zwischen den Universen durchdrang.

Er setzte sanft auf. Ein kaum hörbares Summen, dann war er
still.

Und Universum 6 betrat das Kampffeld.

Asera ging voran, schwarze Haare im leichten
Luftzug,

gefolgt von:

Cabba, fest, fokussiert

Reka, mit wachsamem Blick

Nalli und Junu, voller Vorfreude

Caulifla, locker wie immer,

Kale, still, aber mit warmem Blick zur Seite

Hinter ihnen:

Hit, schweigend

Saonel und Pilina, die beiden
Namekianer, ruhig, entschlossen

Vados, anmutig wie immer

– und Champa, der sich mit verschränkten Armen umsah,
als gehöre ihm der Boden

Sie traten auf das von Vados erschaffene Kampffeld. Riesig.
Offen.

Einzig begrenzt durch die Dunkelheit des Zwischenraums.

Auf der anderen Seite stand Universum 7 bereits.

Son Goku, mit gespanntem Lächeln

Vegeta, ernst, die Arme verschränkt

C18, kühl

C17, aufmerksam

Piccolo, ruhig wie immer

Krilin, mit entschlossener Haltung

Muten Roshi, mit scharfem Blick trotz seines Alters

Son Gohan, fokussiert

Trunks, mit der Haltung eines Kämpfers

Son Goten, neugierig, kampfbereit

Auf den Zuschauerplattformen:

– die zwei Kaioshin von Universum 7, daneben der
Diener Kibito

Kaioshin von Universum 6, neben seinem namenlosen
Diener

Und aus Universum 7:

Bulma, mit Scanner

Videl, ruhig

Chichi, mit kritischem Blick auf ihre Söhne

Noch kein Wort wurde gesprochen. Aber der Wind des Raumes
wehte –

und er trug Spannung mit sich. Dies war kein Turnier um
Leben und Tod.

Kein Kampf um Universen. Dies war ein Kampf zwischen zwei
Familien.

Zwei Welten. Zwei Kräfte, die sich messen wollten. Ohne
Zuschauer von Zeno.

Ohne den Daishinkan. Nur Saiyajin, Namekianer, Androiden –
und Wesen,

die sich gegenseitig respektierten.

__

Kapitel 85 – Wiedersehen mit Wirkung

Die erste Bewegung kam von Son Goku, der wie immer
der Erste war,

der auf die Neuankömmlinge zuging. Mit breitem Grinsen hob
er die Hand.

„Hey! Cabba! Asera! Und ihr anderen – schön euch zu
sehen!“

Neben ihm trat Vegeta vor. Sein Blick war
fokussiert,

doch dann… blieb er kurz stehen. Sein Blick fiel auf drei
Frauen

hinter Cabba – Nalli, Junu und… Reka.

Reka stand ruhig, doch ihre Haltung war eine andere als
damals.

Athletisch. Kraftvoll. Mit einer Ausstrahlung, die sogar ihn
für einen Moment stocken ließ. Sein Blick wurde schmal.

Vegeta (halb zu sich selbst)

„Moment mal… Das sind doch die drei, die damals aus deinem Zimmer
gekommen sind… als wir in dieser Bar waren.“

(sein Blick verengte sich weiter)

„Und… die da… die war damals noch… nicht so wie
jetzt.“

Cabba schluckte. Ein leichter Rotschimmer erschien auf
seinen Wangen.

Cabba (leicht verlegen, aber ehrlich)

„Äh… ja… das… stimmt. Sie… äh… sie hat sich ziemlich
verändert.

Und… äh… ja… es hat sich irgendwie… ergeben…

dass ich jetzt mit allen dreien… zusammen bin.“

(pause)

„Und, äh… Reka ist… die Prinzessin von Sadala.“

Vegeta starrte ihn einen Moment schweigend an. Dann…

schnaubte er leise.

Vegeta

„Tsk… Ich wusste, in diesem Trainingslager passiert Unsinn.“

Caulifla trat neben Cabba, lehnte sich mit einem
fiesen

Grinsen leicht zu Vegeta rüber.

Caulifla

„Unser Haremkönig hat halt Geschmack, was soll
man sagen?“

Goku (legt den Kopf schief, verwirrt)

„Haremkönig…? Ist das eine… neue Kampfstellung oder so?“

C18 (trocken, ohne aufzublicken)

„Ja. Eine sehr beliebte Kampfstellung. Kommt aber mit viel
Verantwortung…

und sehr wenig Schlaf.“

Krilin (verschluckt sich fast an seiner
Wasserflasche)

Goten (flüstert zu Trunks)

„Ich glaub, ich frag später nochmal nach…“

Reka, Junu und Nalli blieben
gelassen. Nalli zwinkerte sogar in Vegetas Richtung.

Reka (leise zu Cabba)

„Ich dachte, du wolltest es vorsichtig erklären…“

Cabba (flüstert zurück)

„Das war vorsichtig… mehr oder weniger…“

Asera trat zwischen beide Gruppen. Ihr Blick war
ruhig, aber sie lächelte.

Asera

„Wir können das später klären – aber ich würde sagen… wir
sind alle hier,

um uns miteinander zu messen – nicht
übereinander zu wundern.“

Vegeta (grummelt leise)

„Solange er das Training nicht vernachlässigt hat…“

Caulifla (legt den Arm um Kale)

„Keine Sorge. Wir haben ihm mehr beigebracht, als du
denkst.“

Vados und Whis beobachteten die
Szene mit einem feinen Lächeln.

Champa und Beerus gaben sich Mühe,
nicht voreilig zu streiten –

noch nicht. Die Begegnung hatte begonnen. Und das Turnier

würde bald zeigen, wer wirklich gewachsen war.

__

Kapitel 86 – Blicke, die sprechen

Die Stimmung war gelöst, doch es lag etwas in der Luft.
Nicht Spannung –

Neugier. Ein vorsichtiges Abtasten zwischen zwei Welten,

die sich längst kannten – und doch verändert hatten.

Son Goten trat einen Schritt vor. Sein Blick wanderte wieder
zu Reka,

dann zu Nalli… dann zu Junu… und wieder zurück zu Reka.

Goten (leise, aber hörbar)

„Drei Frauen… Und sie alle…?“

Chichi (hinter ihm, mit scharfem Ton)

„Junger Mann. Komm gar nicht erst auf dumme Gedanken.“

(sie verschränkt die Arme)

Goten (erschrocken)

„Hab ja gar nichts gesagt…“

(flüstert Trunks zu)

„…aber gedacht hab ich’s schon.“

Trunks (zieht eine Augenbraue hoch)

„Was meinst du, wie er das schafft? Cabba meine ich. Drei
gleichzeitig?“

Goten (grinst)

„Vielleicht… Training der ganz anderen Art?“

Trunks (halb ernst, halb bewundernd)

„Der Typ ist echt mutig.“

Vegeta hatte die beiden gehört. Er drehte sich langsam zu
ihnen um –

ein Blick, scharf wie eine Klinge. Trunks und Goten standen
sofort stramm.

Vegeta

„Vielleicht… solltet ihr euch lieber Gedanken über euren
Kampfstil machen

und nicht über Dinge, die euch weit überfordern.“

Trunks

„Ja, Vater.“

Goten

„Natürlich, Herr Vegeta!“

Inzwischen trat Reka selbst vor. Sie stellte sich ruhig
neben Cabba.

Ihre Haltung war gelassen, doch in ihren Augen lag etwas –
ein stilles Feuer.

Reka (zu Vegeta)

„Du warst damals auch in der Bar, oder?“

(sanft, aber selbstbewusst)

„Ich erinnere mich. Du hast mich keines Blickes gewürdigt.“

(sie lächelt leicht)

„Das wird diesmal schwerer.“

Vegeta musterte sie. Er sagte nichts. Aber ein Nicken – kaum
wahrnehmbar –

ging in ihre Richtung. Ein stilles Zeichen von Respekt.

In der Ferne reckte sich Meister Roshi. Seine Sonnenbrille
rutschte leicht ab.

Roshi

„Drei Frauen, sagst du? So jung und schon so weise…“

(ein Hieb von C18 trifft ihn seitlich am Kopf)

C18

„Noch ein Spruch, und du kämpfst im Turnier – gegen mich.“

Roshi (keucht, taumelnd)

„Ach, diese Generation ist zu stark für mein Herz…“

Asera atmete tief ein. Sie ließ den Blick schweifen – über
Gohan, über Piccolo,

über die Menschen, die zu dieser Welt gehörten. Und dann
wieder zurück

auf ihre. Cabba, stolz und verlegen zugleich.

Caulifla, mit dem unerschütterlichen Grinsen. Kale, still,
aber an ihrer Seite.

Reka, die nun wie eine Anführerin wirkte. Junu und Nalli,
verspielt, charmant –

aber nicht zu unterschätzen. Sie nickte langsam. Ja.

Es war gut, dass sie hier waren. Diese Welt durfte sehen,

was aus ihnen geworden war.

Asera

„Bereit?“

Die anderen nickten.

Goku

„Ich kann’s kaum erwarten. Ich will sehen, wie stark ihr
alle geworden seid!“

Vegeta

„Und ich will sehen, ob du sie im Griff hast, Cabba.“

Cabba (grinst zaghaft)

„Ich… versuch mein Bestes.“

Reka (hinter ihm, leise)

„Du solltest besser mehr als das versuchen.“

Vados hob die Hand. Ein Impuls. Ein gläserner Gong hallte
durch den Raum.

Die Arena schloss sich. Ein feiner Nebel senkte sich über
die Ränder.

Die Zuschauer verstummten. Nur der Wind der Leere bewegte
sich noch.

Whis

„Und damit… kann es beginnen.“

__

Kapitel 87 Goldene Tänzerin

Whis trat in die Mitte der Arena. Mit der ihm eigenen
Gelassenheit hob er den Stab,

ein leichter Klang breitete sich aus wie ein Windhauch, der
Raum und Zeit ordnet.

Whis

„Die Regeln sind einfach: — Kein Töten. — Wer aufgibt,
bewusstlos wird

oder die Arena verlässt, scheidet aus. — Nach einem Sieg
darf ein Kämpfer

ausgewechselt werden, um sich zu erholen. So bleibt es…
unterhaltsam.“

Er lächelte. „Lasst uns also beginnen.“

Reka hatte die Blicke gesehen. Sie hatte das Flüstern
gehört. Und sie hatte gelächelt.

Reka (leise zu Champa)

„Gib uns den Auftakt. Junu und Nalli sollen beginnen – gegen
die beiden,

die gerade so fasziniert waren.“

(sie blinzelte in Richtung Goten)

Champa (legt sich entspannt zurück)

„Klingt unterhaltsam. Warum nicht? Vados?“

Vados (sanft nickend)

„Erster Kampf: Trunks von Universum 7 gegen Junu aus
Universum 6.“

Der Gong erklang.

Trunks verwandelte sich sofort – seine Aura explodierte in
goldener Pracht.

Super-Saiyajin.

Junu (leicht überrascht, aber begeistert)

„Oh! Direkt mit voller Kraft? Dann will ich nicht unhöflich
sein.“

Sie ließ ihre Energie aufsteigen. Ihr Körper wurde von Licht
durchflutet –

golden, warm. Der Zopf leuchtete im Licht, ihre Augen
strahlten.

Super-Saiyajin – aber mit Eleganz.

Goten (außerhalb des Rings, staunend)

„Wow… Sie sieht blond ja fast noch besser aus…“

Chichi (dreht sich langsam zu ihm)

„Son Goten.“

(starrt ihn an)

Goten

„Ich… meine… äh… Kampfaura! Ja! Die ist stark!“

Trunks stürmte vor, doch Junu wich mühelos zurück. Ein
Wirbel aus Ki-Kugeln umkreiste sie, wie Tänzer auf einer Bühne. Sie bewegte
sich fließend –

kein harter Schlag, kein brutales Manöver. Nur Distanz. Und
Druck.

Trunks versuchte, näherzukommen – doch bei jedem Versuch
erwartete ihn ein Ki-Schwall, eine Explosion, eine rotierende Salve aus
vibrierender Energie.

Er sprang hoch – Junu schickte eine Spirale hinterher. Er
tauchte ab –

eine Salve schloss den Weg.

Trunks (keuchend)

„Sie lässt mich nicht ran…!“

Junu (grinst)

„Das ist der Trick.“

Sie tanzte. Nicht zur Musik – sondern im Rhythmus der
Energie. Ihre Füße berührten kaum den Boden. Die Arena wurde zum Ballsaal. Und
Trunks war der Partner, der nicht führen durfte. Ein letzter Ausweichsprung –
Trunks hatte ein Loch gesehen.

Aber da war es schon zu spät. Eine finale Welle, nicht groß,
nicht mächtig –

aber perfekt gezielt. Trunks landete außerhalb des Rings.
Verwirrt. Erschöpft.

Und… beeindruckt.

Junu (steht noch im Ring, verbeugt sich leicht)

„Danke für den Tanz.“

Vegeta schloss die Augen. Ein tiefer Seufzer. Nicht aus Wut

aus peinlicher Erkenntnis.

Vegeta

„Er hat sich ablenken lassen… Von der Frisur, den
Bewegungen… Tsk.“

Bulma (grinst)

„Tja, wie der Vater, so der Sohn.“

Vegeta

„Was soll das heißen?!“